Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Fluor vaginalis
Nicht die Menge zählt, sondern die Kombination aus Aussehen, Geruch und Juckreiz — und Spülungen machen es meist schlimmer.
Auch bekannt als: Ausfluss · veränderter Ausfluss · Weissfluss · mehr Ausfluss · riecht anders · Fluor · Scheidenausfluss
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Ausfluss ist normal und hat eine Aufgabe: Er hält die Scheide sauber und feucht. Menge und Beschaffenheit ändern sich im Lauf des Zyklus — um den Eisprung wird er klarer und fadenziehend, danach dicker. Er ändert sich auch unter Verhütung, in der Schwangerschaft und mit den Jahren. Auffällig wird er nicht durch die Menge allein, sondern durch die Kombination: weiss, krümelig wie Hüttenkäse und stark juckend spricht für einen Hefepilz. Dünn, grau und mit deutlichem Geruch, besonders nach dem Verkehr, spricht für eine Verschiebung der Scheidenflora. Gelblich-grün und schaumig oder mit Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen ist ein anderes Bild und gehört untersucht, ebenso Ausfluss mit Unterbauchschmerzen oder Fieber. Nach den Wechseljahren wird die Schleimhaut dünner und trockener; dann steht eher Brennen als Ausfluss im Vordergrund. Wichtig zu wissen: Übertriebene Intimhygiene, Spülungen und parfümierte Produkte stören die Flora und sind oft nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems.
Aussen, einmal täglich. Keine Spülungen, keine parfümierten Mittel.
Baumwolle, nicht zu eng, nachts gern ohne — Wärme und Feuchte begünstigen Pilze.
Ein Pilzmittel hilft nicht bei einer Florastörung — und umgekehrt.
Mehr als dreimal im Jahr ist ein eigener Gesprächspunkt, kein Dauerzustand.
Bei Mädchen vor der Pubertät sind Madenwürmer eine häufige und leicht übersehene Ursache von Reizung und Ausfluss.
Zehn Minuten in handwarmem klarem Wasser sitzen, ein- bis zweimal täglich, danach vorsichtig trocken tupfen.
Er brennt, riecht und wird oft für eine bakterielle Vaginose gehalten. Der Abstrich unterscheidet die beiden, und der Partner wird mitbehandelt.
Ein bis vier Milliliter Ausfluss am Tag sind normal, in der Zyklusmitte mehr und dünnflüssiger, danach dicker. Der pH-Wert liegt normalerweise unter 4,5. Ein Pilz juckt und krümelt bei normalem pH; eine bakterielle Vaginose riecht fischig und hebt den pH über 4,5; Trichomonaden schäumen. Diese drei erklären fast alle Fälle. Nach Antibiotika braucht die Scheidenflora zwei bis vier Wochen, bis sie sich wieder aufgebaut hat.
Es gibt kein Mittel für „Ausfluss“ — behandelt wird der jeweilige Grund, und die drei häufigsten brauchen drei verschiedene Wege: Pilzmittel beim Pilz, Metronidazol oder Clindamycin bei der bakteriellen Vaginose, Metronidazol für beide Partner bei Trichomonaden. Ein Pilzmittel bei der Vaginose wirkt nicht und umgekehrt — die Verwechslung ist der häufigste Grund für eine ausbleibende Besserung. Scheidenspülungen verschlechtern die Flora messbar.
Das Bild des Hefepilzes — meist gut und rasch zu behandeln.
Eine Verschiebung der Flora; sie braucht etwas anderes als ein Pilzmittel.
Dann gehören Blase und Ausfluss zusammen betrachtet, nicht getrennt.
Diese Kombination wird nicht abgewartet — sie gehört zeitnah untersucht.
Bei immer wiederkehrendem Hefepilz gehört ein Blick auf den Blutzucker dazu.
Fieber, Schwitzen und schnellere Atmung erhöhen den Bedarf deutlich. Genug zu trinken hält den Schleim dünn und den Kreislauf stabil — bei Kindern und älteren Menschen ist es der wichtigste Punkt überhaupt.
Bei niedrigen Spiegeln treten Atemwegsinfekte etwas häufiger auf; der Ausgleich eines Mangels ist sinnvoll, eine hohe Einzeldosis im Infekt wirkt darauf nicht.
Wird für die Abwehrzellen gebraucht. Für Lutschtabletten bei der Erkältung gibt es Hinweise auf eine leicht verkürzte Dauer, wenn früh begonnen wird; über Monate hochdosiert senkt Zink das Kupfer.
Antikörper und Abwehrzellen sind Eiweiss. Bei mehreren Tagen mit wenig Appetit lohnt es sich, wenigstens die Eiweissmenge zu halten — Suppe mit Ei, Quark, Joghurt, Linsen.
Für die Scheidenflora sind bestimmte Laktobazillen-Stämme untersucht, nicht „Probiotika“ als Wort. Die Studien zeigen weniger Rückfälle nach einer Behandlung; als Ersatz für die Abklärung eines veränderten Ausflusses taugen sie nicht.
Bei Mangel klar sinnvoll und gut untersucht; für breitere Anwendungen gibt es weniger Daten. Fettlöslich — bei Hochdosis den Blutspiegel prüfen.
Der Ausfluss folgt dem Zyklus: Um den Eisprung wird er klar, dehnbar und reichlich, danach dicker und weniger. Diese Veränderung ist keine Störung, sondern der Zyklus selbst.
In der zweiten Zyklushälfte macht dieses Hormon den Schleim dick und undurchlässig. Dieselbe Wirkung nutzen hormonelle Verhütungsmittel — deshalb verändert sich der Ausfluss unter ihnen dauerhaft.
Für Ernährungsmassnahmen bei verändertem Ausfluss gibt es kaum Daten. Bei wiederkehrendem Pilzbefall lohnt die Blutzuckermessung — das ist die eine belegte Verbindung.
Bestimmte Lactobacillus-Stämme werden zur Vorbeugung wiederkehrender Scheideninfekte untersucht, mit uneinheitlichem Ergebnis. Bei neuem, riechendem oder farbigem Ausfluss steht die Abklärung davor.