Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Der häufigste Krebs bei Frauen — und einer mit sehr guten Aussichten, wenn er früh entdeckt wird.
Auch bekannt als: Mammakarzinom
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen; Männer können ebenfalls erkranken, wenn auch selten. Zeichen sind ein neuer, meist schmerzloser Knoten, Hauteinziehungen oder „Orangenhaut“, eine eingezogene oder veränderte Brustwarze, einseitige Sekretion, anhaltende Rötung oder ein neuer Grössenunterschied. Abklärung durch Tastuntersuchung, Ultraschall und Gewebeprobe. Die Behandlung richtet sich stark nach dem Untertyp (Hormonrezeptoren, HER2); die Aussichten haben sich deutlich verbessert. Die meisten Knoten sind gutartig — abgeklärt gehört trotzdem jeder neue.
Der Behandlungsplan wird nicht von einer Person allein gemacht, sondern in einer Runde aus Chirurgie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Strahlentherapie. Man darf fragen, was dort besprochen wurde und welche Alternativen zur Sprache kamen.
Vor einer grossen Entscheidung ist sie in vielen Kliniken eingeplant, und die Unterlagen dafür gehören einem selbst. Sie kostet ein bis zwei Wochen — die sind bei fast allen Verläufen vertretbar, und man fragt danach, wenn es dringend ist.
Sie ist heute Teil der Behandlung und nicht ihr Gegenteil: Sie mindert die Erschöpfung, hält Muskeln und Knochen und verbessert die Verträglichkeit. Angeleitet beginnen, an schlechten Tagen weniger, aber nicht gar nichts.
Ungewollter Gewichtsverlust verschlechtert die Verträglichkeit jeder Behandlung. Einschränkende Diäten schaden hier mehr, als sie nützen — bei Appetitlosigkeit hilft eine Ernährungsberatung früh, nicht erst, wenn schon Kilos fehlen.
Nach der Uhr statt nach Bedarf wirkt besser und braucht insgesamt weniger. Angst vor Abhängigkeit ist in dieser Lage der falsche Ratgeber — unbehandelte Schmerzen kosten Schlaf, Appetit und Kraft.
Psychoonkologische Begleitung, Sozialberatung für Versicherung und Arbeit, und die Frage, wer zu Hause was übernimmt. Das ist keine Massnahme für den Notfall, sondern gehört an den Anfang — und die Angehörigen gehören mit hinein.
Sie dauert Jahre und wirkt gerade dadurch. Nebenwirkungen wie Gelenkschmerzen, Hitzewallungen und trockene Schleimhäute sind behandelbar — sie sind der häufigste Grund für ein stilles Absetzen. Wer sie anspricht, kann meist bleiben.
Etwa jede achte Frau erkrankt im Lauf des Lebens; das Risiko steigt mit dem Alter deutlich. Früh erkannt liegt die Überlebensrate nach fünf Jahren über neunzig Prozent. Etwa einer von hundert Erkrankten ist ein Mann — deshalb gilt ein Knoten dort genauso.
Die Antihormon-Behandlung wirkt nur bei hormonempfindlichen Tumoren und braucht fünf bis zehn Jahre — ihr Nutzen liegt in der Verhinderung der Rückkehr, nicht im Spürbaren, und genau deshalb wird sie am häufigsten im zweiten oder dritten Jahr abgesetzt. Antikörper gegen HER2 wirken nur bei HER2-positiven Tumoren. Chemotherapie wird heute anhand von Gentests oft weggelassen, weil sie bei einem Teil nichts hinzufügt. Kein Mittel wirkt bei jedem Tumor — der Untertyp entscheidet.
Meist schmerzlos, hart, unregelmässig begrenzt und schlecht verschieblich, oft nur auf einer Seite. Die grosse Mehrheit aller getasteten Knoten ist gutartig — untersucht werden alle.
Eine Delle, die beim Heben der Arme sichtbar wird, grossporige, verdickte Haut, eine Rötung oder Überwärmung eines Teils der Brust.
Eine Brustwarze, die neu eingezogen ist, ein nässendes oder schuppendes Ekzem darauf, oder eine Absonderung aus einer einzelnen Öffnung — vor allem, wenn sie blutig ist und ohne Drücken kommt.
Feste, schmerzlose Knoten in der Achselhöhle oder über dem Schlüsselbein gehören zur Untersuchung der Brust dazu — manchmal fallen sie zuerst auf.
Kein Blutwert findet einen Brustkrebs — das leisten Untersuchung, Bildgebung und Gewebeprobe. Diese Werte gehören zur Einschätzung und zum Verlauf: Ein Anstieg lenkt den Blick auf Knochen oder Leber.
Ein erhöhtes Kalzium gehört zu den Zeichen einer Beteiligung der Knochen und macht Müdigkeit, Durst und Verstopfung. Es ist behandelbar.
Vor und während einer Chemotherapie der wichtigste Verlaufswert, weil er die Abwehr und die Blutbildung zeigt.
Teil derselben Verlaufskontrolle; viele Behandlungen werden über die Leber abgebaut.
Der Verlust an Muskelmasse bestimmt mit, wie gut eine Behandlung vertragen wird. Ausreichend Eiweiss über den Tag verteilt, zusammen mit Bewegung, ist der Teil, den man selbst in der Hand hat.
Niedrige Werte sind bei längerer Erkrankung häufig, und für Knochen und Muskeln zählt der Ausgleich. Für hochdosierte Kuren gegen die Erkrankung selbst gibt es keine Studien; bei gleichzeitiger Behandlung können sie stören.
Gehören zur Abklärung einer Blutarmut, die sonst vorschnell der Erkrankung oder der Behandlung zugeschrieben wird. Beide sind einfach zu messen und einfach zu ergänzen.
Übelkeit, Durchfall und Fieber trocknen schnell aus, und mehrere Behandlungen belasten die Niere. Genug zu trinken ist hier keine Nebensache.
Die am häufigsten gestellte Frage, und die Antwort hat sich gedreht: In grossen Beobachtungsstudien an Frauen nach Brustkrebs war Soja aus dem Essen mit weniger Rückfällen verbunden, nicht mit mehr. Für hochdosierte Isoflavon-Kapseln gilt das nicht — dort fehlen die Daten.
Unter Antihormontherapie schmerzen Gelenke häufig, und ein niedriger Spiegel verstärkt das. Gemessen und nach Befund ersetzt; auf den Krebs selbst ist kein Einfluss gezeigt.
Der wichtigste Hinweis auf dieser Seite: Es beschleunigt in der Leber den Abbau von Tamoxifen und mehrerer Chemotherapien — der Wirkstoffspiegel sinkt messbar. Kein pflanzliches Mittel greift so weitreichend in eine Krebsbehandlung ein.
Muskelverlust unter Therapie ist einer der stärksten Einflüsse auf die Verträglichkeit. 1.2–1.5 g Eiweiss pro Kilogramm am Tag ist der Rahmen, mit dem in der Onkologie gerechnet wird.
Bei Mangel — vegan, Ältere, bestimmte Medikamente — klar sinnvoll und gut belegt. Ohne Mangel kein Energieschub.
Ein Teil der Tumoren wächst hormonabhängig — das bestimmt die Behandlung mit.
In grossen Kohortenstudien steigt das Risiko bereits ab etwa 10 g Alkohol am Tag — ein Glas Wein — um wenige Prozent je täglichem Glas. Das ist eine Aussage über Gruppen, nicht über die Einzelne.
Nach der Menopause bildet Fettgewebe den grössten Teil des Estradiols. Darum ist das Gewicht in dieser Lebensphase stärker mit dem Risiko verknüpft als davor.
Unter Chemotherapie ändert sich der Geschmack, oft geht Gewicht verloren. 1.2–1.5 g Eiweiss je kg am Tag und mehrere kleine Mahlzeiten sind der übliche Rahmen; kalte Speisen werden bei Geschmacksveränderung oft besser vertragen.
Der Satz stützt sich meist auf die PET: Dort wird schwach radioaktiv markierter Traubenzucker gespritzt, und der Tumor leuchtet auf. Das zeigt, dass Tumorzellen Zucker schneller aufnehmen als das Gewebe daneben — nicht, dass gegessener Zucker sie nährt. Man kommt nüchtern zur PET, und der Tumor leuchtet trotzdem; den Blutzucker hält der Körper selbst in engen Grenzen. Aushungern lässt er sich damit nicht. Einen belegten Zusammenhang gibt es dennoch, nur läuft er über das Körperfett: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) wertete 2016 die vorliegenden Studien aus und sah für dreizehn Krebsarten ausreichende Belege, dass fehlendes Übergewicht das Risiko senkt. Das betrifft die Vorbeugung — es ist keine Antwort auf die Frage, woher eine bestehende Erkrankung kommt.
In grossen Kohorten ist regelmässige Bewegung nach der Diagnose mit besserem Verlauf verbunden. Untersucht sind etwa 150 Minuten pro Woche; auch während der Chemotherapie zeigt begleitetes Training Vorteile bei Erschöpfung.
Zur Bewältigung von Angst und Schlafstörungen während der Behandlung untersucht, mit messbaren Effekten. Auf den Krankheitsverlauf wirkt sie nicht — das gehört dazugesagt.