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Hypokalzämie
Der Blutwert bleibt lange normal, weil der Knochen aushilft — er sagt daher wenig über die Zufuhr.
Auch bekannt als: Kalziummangel · Hypokalzämie · niedriges Calcium
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Calcium ist nicht nur für Knochen und Zähne wichtig, sondern auch für Muskeln, Nerven und die Blutgerinnung. Der Körper hält den Calciumspiegel im Blut sehr genau konstant — vor allem mit Hilfe von Vitamin D und dem Nebenschilddrüsenhormon (Parathormon). Ein niedriger Blut-Calciumwert entsteht deshalb selten allein durch zu wenig Calcium im Essen, sondern meist durch etwas, das diese Regelung stört: ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel, eine Störung der Nebenschilddrüse oder eine Nierenerkrankung. Ein leichter Mangel macht oft keine Beschwerden; ein deutlicher kann sich durch Kribbeln um den Mund und in den Fingern, Muskelkrämpfe und Muskelzucken bemerkbar machen. Langfristig ist eine gute Calcium- und Vitamin-D-Versorgung vor allem für gesunde Knochen wichtig (siehe auch Osteoporose-nahe Themen). Die Ursache eines echten Calciummangels gehört ärztlich abgeklärt, weil sich die Behandlung nach ihr richtet.
Weil D die Calciumaufnahme steuert, ist eine gute D-Versorgung zentral.
Milchprodukte, grünes Gemüse, Nüsse und calciumreiches Wasser.
Bewegung plus Calcium und Vitamin D schützen langfristig die Knochen.
Die richtige Therapie richtet sich nach dem, was den Mangel auslöst.
Kalzium in Tablettenform wird nur zu etwa 500 Milligramm auf einmal aufgenommen — mehr in einer Dosis bringt nichts und wird ausgeschieden, deshalb wird auf zwei Gaben verteilt. Ohne ausreichend Vitamin D bleibt die Aufnahme niedrig, egal wie viel gegeben wird. Am Knochen wirkt Kalzium nur zusammen mit Belastung: Ohne Bewegung wird es kaum eingebaut. Über Jahre in hoher Dosis ohne nachgewiesenen Mangel wird eine Verlagerung in die Gefässe diskutiert.
Der Tagesbedarf liegt bei Erwachsenen bei etwa 1000 Milligramm, ab fünfundsechzig bei 1200. Ein Liter Milch enthält rund 1200, hundert Gramm Hartkäse rund 1000. Aufgenommen werden je Einzelgabe nur etwa 500 Milligramm — mehr auf einmal bringt nichts. Der Blutwert sagt nichts über die Versorgung, weil der Körper ihn über die Knochen konstant hält; deshalb ist ein normaler Kalziumwert im Blut kein Beweis für ausreichende Zufuhr.
Der Blutwert wird über Vitamin D und Parathormon konstant gehalten.
Meist steckt eine Regelstörung dahinter, nicht nur zu wenig im Essen.
Kribbeln um Mund/Finger, Muskelkrämpfe und -zucken bei deutlichem Mangel.
Ein echter niedriger Wert gehört ärztlich eingeordnet (Vitamin D, Nebenschilddrüse, Nieren).
Was ein Mangel am Körper sichtbar macht — an Haut, Nägeln, Zunge, Augen und Nerven. Die Zeichen sind unspezifisch: Sie zeigen, wo man nachsehen kann, sie beweisen nichts.
Ohne Vitamin D wird das Kalzium aus dem Essen nur zu einem Bruchteil aufgenommen. Es ist der Wert, der bei Knochen- und Gelenkbeschwerden am häufigsten zu tief liegt.
Der Baustoff selbst. Aus dem Essen ist er besser aufgehoben als aus der Dose: Hartkäse, Joghurt, kalziumreiches Mineralwasser, Mandeln, Brokkoli und angereicherte Pflanzendrinks.
Aktiviert die Eiweisse, die das Kalzium in den Knochen einbauen. Grünes Blattgemüse und fermentierte Lebensmittel decken das — bei Blutverdünnung mit Cumarinen bleibt die Menge gleichmässig statt schwankend.
Knochen ist zu einem Drittel Eiweissgerüst, und die Muskeln, die ihn halten, brauchen es ebenfalls. Bei älteren Menschen ist zu wenig Eiweiss häufiger als zu wenig Kalzium.
Wird für den Einbau von Kalzium und für die Wirkung von Vitamin D gebraucht. Ein Mangel bremst beides — auch dann, wenn Kalzium und Vitamin D ausreichend zugeführt werden.
Über 500 mg auf einmal sinkt der aufgenommene Anteil — deshalb auf zwei Gaben verteilen. Citrat wird auch ohne Magensäure aufgenommen, Carbonat braucht sie und gehört zur Mahlzeit.
Ohne Vitamin D wird Calcium kaum aufgenommen — ein Calciummangel bleibt sonst bestehen, egal wie viel genommen wird. Beide gehören zusammen gemessen.
Bei Mangel wirksam; Effekte auf Schlaf und Stress plausibel, aber moderat. Zu viel führt zu weichem Stuhl.
Dieses Hormon hält das Calcium im Blut konstant — notfalls aus dem Knochen. Deshalb ist ein normaler Calciumwert kein Beweis für ausreichende Zufuhr: Er sagt nur, dass die Regelung funktioniert, nicht woher das Calcium kam.
Erst in dieser Form wirkt Vitamin D — die Niere macht sie. Ohne sie wird kaum Calcium aus dem Darm aufgenommen, egal wie viel gegessen wird. Das ist der Grund, warum beide zusammen gemessen und ersetzt werden.
Der Gegenspieler des Parathormons, der Calcium in den Knochen zurückschiebt. Beim erwachsenen Menschen spielt er eine kleinere Rolle, als sein bekannter Name vermuten lässt.
Ein Glas Milch oder 150 g Joghurt bringen etwa 200–250 mg, 30 g Hartkäse rund 250 mg, 100 g Grunkohl etwa 150 mg. Calciumreiches Mineralwasser mit über 300 mg je Liter zählt voll mit.
Über 500 mg auf einmal wird der Anteil, der aufgenommen wird, kleiner. Zwei bis drei Portionen über den Tag bringen darum mehr an als eine grosse.
Ohne Vitamin D wird Calcium kaum aufgenommen — ein Calciummangel bleibt sonst bestehen, egal wie viel gegessen wird. Beide gehören zusammen gemessen.
Untersucht wird, ob K2 das Calcium eher in den Knochen als in die Gefässe lenkt. Die Studien sind uneinheitlich; bei Gerinnungshemmern vom Marcoumar-Typ ist Vorsicht geboten.