Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Ein normales Polster, das sich vergrössert hat — häufig, harmlos und meist ohne Operation zu bessern.
Auch bekannt als: Hämorrhoidalleiden
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Vergrösserte Gefässpolster am Enddarm — häufig und meist harmlos. Zeichen: hellrotes Blut am Papier, Jucken, Brennen, Druck oder tastbare Knoten am After. Begünstigt durch Verstopfung, starkes Pressen, langes Sitzen, Schwangerschaft. Hilft: ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken, nicht pressen; Salben/Zäpfchen lindern. Wichtig: Blut im Stuhl immer ärztlich abklären — nicht einfach als „Hämorrhoiden“ abtun.
Der Juckreiz kommt meist nicht von den Hämorrhoiden selbst, sondern von der Feuchtigkeit und den Stuhlspuren, die sie hinterlassen.
Nach dem Stuhlgang mit lauwarmem Wasser reinigen statt zu reiben, kühle Umschläge auflegen, nicht länger als drei Minuten auf der Toilette sitzen.
Zehn Minuten in handwarmem klarem Wasser sitzen, ein- bis zweimal täglich, danach vorsichtig trocken tupfen.
Ein bis zwei Esslöffel geschrotete Leinsamen oder einen Esslöffel Flohsamenschalen mit mindestens 250 ml Wasser einnehmen, einmal täglich.
Salben und Zäpfchen lindern Juckreiz und Schmerz; die Knoten verkleinern sie nicht. Das tun Gummibandligatur oder Verödung — und der weiche Stuhl, weil er den Druck wegnimmt, der sie überhaupt entstehen lässt.
Mehr als die Hälfte aller Menschen über fünfzig hat vergrösserte Hämorrhoiden; ein Hämorrhoidalpolster hat jeder, es gehört zur Abdichtung. Beschwerden kommen und gehen über Jahre. Nach einer Behandlung kehren sie bei einem Teil zurück, weil der Druck beim Stuhlgang bleibt.
Ein kleiner Hocker unter den Füssen öffnet den Winkel und macht das Pressen überflüssig. Pressen ist der Vorgang, der Hämorrhoiden unterhält.
Blut, das dem Stuhl aussen aufliegt oder ins Wasser tropft, hellrot, ohne Schmerzen. Das ist das häufigste Zeichen — und trotzdem gehört jede erstmalige Blutung einmal angeschaut.
Feuchtigkeit am After, Juckreiz, ein Brennen nach dem Stuhlgang und Spuren in der Wäsche. Das entsteht, weil das Polster nicht mehr dicht schliesst.
Ein Knoten, der beim Pressen erscheint und von selbst zurückgeht, später von Hand zurückgeschoben werden muss und schliesslich draussen bleibt. Diese vier Stufen bestimmen, welche Behandlung in Frage kommt.
Hämorrhoiden selbst tun meist nicht weh. Ein plötzlicher, starker Schmerz mit einem harten, blauen Knoten am Rand ist ein Gerinnsel — sehr unangenehm, aber gutartig und in den ersten Tagen gut zu behandeln.
Dunkles, dem Stuhl beigemengtes Blut, eine dauerhaft veränderte Stuhlform, ungewollter Gewichtsverlust, Blutarmut, oder eine erste Blutung nach dem fünfzigsten Lebensjahr. Dann wird nicht zugeordnet, sondern nachgeschaut.
Nässen und Juckreiz stehen oft vor dem Blut. Reiben und scharfe Reinigung machen es schlimmer, nicht besser.
Hämorrhoiden bluten hellrot und meist wenig. Führt die Blutung zu einer Blutarmut, wird nicht einfach weiterbehandelt, sondern nach einer zweiten Quelle gesucht.
Sinkt früher als das Hämoglobin und zeigt damit an, dass mehr Blut verloren geht, als es den Anschein hat.
Lösliche Ballaststoffe wie Flohsamen und Hafer binden Wasser und machen den Stuhl geschmeidig. Weizenkleie und viel Rohkost verstärken bei einem empfindlichen Darm dagegen Blähung und Schmerz — diese Unterscheidung erklärt die meisten Fehlschläge.
Ballaststoffe ohne Wasser machen den Stuhl härter statt weicher. Die beiden gehören zusammen, und die Wirkung setzt erst nach einigen Tagen ein.
Zieht Wasser in den Darm und wirkt darum bei trägem Stuhl. Der Bauch zeigt die Obergrenze an: Wird der Stuhl zu weich, war die Dosis auf einmal zu hoch.
Joghurt, Kefir, Sauerkraut und ähnliche Lebensmittel bringen lebende Kulturen mit. Sie werden von vielen gut vertragen; bei starkem Blähbauch können sie in den ersten Wochen auch das Gegenteil bewirken.
Bei Mangel wirksam; Effekte auf Schlaf und Stress plausibel, aber moderat. Zu viel führt zu weichem Stuhl.
In der Schwangerschaft entspannt dieses Hormon die Venenwände, und die wachsende Gebärmutter drückt zusätzlich auf den Rückfluss. Beides zusammen erklärt, warum Hämorrhoiden dann so häufig sind — und warum sie sich nach der Geburt oft von selbst zurückbilden.
In Übersichtsarbeiten senken Ballaststoffe Blutungen und Beschwerden deutlich. 25–30 g am Tag mit ausreichend Flüssigkeit; ohne Trinken wird der Stuhl härter statt weicher.
Untersucht sind 5–10 g am Tag, eingeruehrt in mindestens 200 ml Wasser, über mehrere Wochen. Trocken eingenommen kann es im Schlund quellen.
Weicher Stuhl ohne Pressen ist die eigentliche Behandlung — alles andere lindert nur.
Salben mit Ringelblume oder Hamamelis sind die traditionelle Pflege der gereizten Haut.
Ein warmes Sitzbad entspannt den Schliessmuskel und lindert den Krampfschmerz.
Sitzbäder mit Schafgarbe sind die klassische Anwendung bei gereiztem Analbereich.
Gerbstoffreich und zusammenziehend — traditionell als Sitzbad oder Umschlag.
Das überlieferte Venenöl, in einer Sitzbadmischung oder verdünnt in einer Salbe. Was den Verlauf entscheidet, ist weicher Stuhl über Wochen.
Traditionell bei Blutergüssen und Schwellungen verwendet, hier in kleiner Menge in einer Salbe. Auf offene, blutende Stellen gehört kein ätherisches Öl.
Dem Dickdarm zugeordnet, zusammen mit dem Absteigen und Loslassen. Was in beiden Systemen zählt, ist derselbe Punkt: weicher Stuhl und kurze Sitzungen.
Erwärmen mit glimmendem Beifuss statt Nadeln — traditionell bei „Kälte" und Absinken verwendet. Die Wärme ist real, der Rauch auch: gut lüften.