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Palpitationes
Einzelne Extraschläge hat fast jeder — beunruhigend, aber meist völlig harmlos.
Auch bekannt als: Herzstolpern · Herzklopfen · Herzrasen · Palpitationen · Extraschläge
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Das spürbare Herzstolpern, -klopfen oder -rasen ist sehr häufig und meist harmlos. Oft sind es einzelne Extraschläge oder eine normale Reaktion auf Kaffee, Alkohol, wenig Schlaf, Stress, Aufregung oder Sport. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Blutarmut, Fieber oder bestimmte Medikamente lassen das Herz spürbar schlagen. Seltener steckt eine Herzrhythmusstörung dahinter (z. B. Vorhofflimmern — dann oft ein unregelmässiger Puls). Zur Einordnung hilft: Fühlt sich der Puls regelmässig oder „durcheinander“ an, und wie lange dauert es? Rasch ärztlich abklären sollte man Herzrasen mit Schwindel, Ohnmacht, Brustschmerz oder Atemnot — sonst reicht meist ein ruhiger Blick auf Auslöser und ein EKG beim Arzt.
Einzelne Extraschläge sind bei einem gesunden Herzen harmlos. Anders wird es, wenn der Puls ohne jedes Muster geht, das Herzrasen schlagartig beginnt und endet oder Schwindel, Atemnot und Ohnmacht dazukommen — dann zählt die Aufzeichnung im Moment der Beschwerden.
Bevor lange nach einer Rhythmusstörung gesucht wird, gehören Kalium und Magnesium bestimmt. Beide sind schnell gemessen, häufig die Erklärung und einfach zu beheben.
Weniger Koffein/Alkohol, genug Schlaf und Stressabbau beruhigen das Herz oft spürbar.
Beim nächsten Mal Puls tasten: regelmässig oder unregelmässig? Das hilft der Abklärung.
Ein EKG (evtl. über 24 h) klärt, ob eine Rhythmusstörung dahintersteckt.
Herzrasen mit Ohnmacht, Brustschmerz oder Atemnot nicht abwarten.
Wenn das Stolpern Tage bis zwei Wochen nach einem Infekt neu auftritt und die Leistung gleichzeitig einbricht.
Einzelne Extraschläge haben fast alle Menschen; im Langzeit-EKG finden sich bei Gesunden bis zu hundert pro Tag, ohne dass das etwas bedeutet. Ab etwa zehn Prozent aller Schläge über den Tag wird nach einer Ursache gesucht, weil sich dann mit den Jahren die Pumpleistung ändern kann. Auffällig sind Stolpern unter Belastung, mit Schwindel oder Ohnmacht — beim harmlosen Muster verschwindet es unter Belastung eher.
Betablocker dämpfen die Wahrnehmung der Extraschläge und senken ihre Zahl etwas — sie beseitigen sie nicht, und bei harmlosen Formen ist der Nutzen fraglich. Magnesium und Kalium wirken, wenn sie fehlen; bei normalen Werten zeigt sich in Studien wenig. Was in vielen Fällen mehr bringt: Koffein, Alkohol und Schlafmangel für zwei Wochen weglassen und beobachten. Bei sehr häufigen Extraschlägen kommt eine Verödung in Frage, weil sich sonst über Jahre die Pumpleistung ändern kann.
Sehr häufig und meist völlig harmlos, oft in Ruhe bemerkt.
Koffein, Alkohol, Aufregung und wenig Schlaf lassen das Herz spürbar klopfen.
Ein „durcheinander“ schlagender Puls kann auf Vorhofflimmern hindeuten — abklären.
Diese Kombination gehört rasch ärztlich abgeklärt.
Sorgt dafür, dass sich der Muskel nach der Anspannung wieder löst. Ein Mangel begünstigt Krämpfe, Zucken und innere Unruhe — und der Blutwert bildet den Speicher nur schlecht ab.
Senken die Blutfette und wirken auf die Erregbarkeit des Herzmuskels. Zweimal die Woche fetter Seefisch ist der Weg mit der besten Belegung; sehr hohe Dosen aus Kapseln sind kein harmloses Mehr.
Bestimmt die Erregbarkeit von Muskel und Nerv. Ein tiefer Wert macht Schwäche und Krämpfe, ein hoher ist gefährlich für den Herzrhythmus — hier wird gemessen und nicht geschätzt.
Löst die Anspannung im Muskel überhaupt erst aus. Ein tiefer Wert macht Kribbeln um den Mund und in den Fingern und Verkrampfungen der Hände.
Bei starkem Schwitzen geht beides zusammen verloren. Nur Wasser nachzutrinken verdünnt das Natrium zusätzlich — bei langer Belastung gehört Salz dazu.
Bei nachgewiesenem Mangel treten Extraschläge häufiger auf und werden mit dem Ausgleich seltener. Ohne Mangel ist kein Effekt gezeigt — 300–400 mg am Tag über 4 Wochen beantwortet die Frage günstig.
Niedriges Kalium ist einer der häufigsten Gründe für Extraschläge, besonders unter entwässernden Medikamenten. Der Wert gehört gemessen — bei eingeschränkter Niere ist zu viel gefährlicher als zu wenig.
Der erste Verdächtige, und in Studien zugleich der am wenigsten bestätigte: Bei regelmässigem Kaffeekonsum liess sich keine Zunahme von Extraschlägen messen. Bei Einzelnen ist der Zusammenhang trotzdem deutlich — zwei Wochen ohne geben die persönliche Antwort.
Effekte auf Entzündung und Triglyzeride belegt; die Herz-Kreislauf-Vorbeugung ist gemischt. Auf Qualität und Frische achten.
Eine Überfunktion ist einer der häufigsten behebbaren Gründe für Vorhofflimmern und Extraschläge — besonders bei älteren Menschen, bei denen sie sich sonst kaum bemerkbar macht. Ein einziger TSH-Wert klärt das.
Extraschläge fallen in Ruhe am meisten auf, weil das Herz dann langsam schlägt und der zusätzliche Schlag herausragt. Deshalb spürt man sie abends im Bett und nicht beim Treppensteigen — das ist beruhigend und meist richtig.
Ein zu hoher Aldosteronspiegel treibt Kalium aus und macht Extraschläge, Muskelschwäche und hohen Blutdruck zugleich. Diese Kombination lohnt die Frage nach dem Conn-Syndrom — es ist häufiger, als lange angenommen wurde.
Einzelne Extraschlaege sind meist harmlos. In Untersuchungen löst Kaffee sie seltener aus als angenommen, Alkohol und Schlafmangel häufiger. Vier Wochen Tagebuch zeigen mehr als jede Vermutung.
Bei häufigem Stolpern lohnt die Messung, besonders unter entwässernden Mitteln oder nach Durchfall. Ausgeglichen wird nach Befund, nicht auf Verdacht.
Bei nachgewiesenem Mangel bessert der Ausgleich das Stolpern bei einem Teil. Ohne Mangel ist kein Effekt gezeigt — gemessen wird, bevor genommen wird.
Langsames Atmen senkt die Wahrnehmung des Herzschlags. Bei harmlosen Extraschlaegen ist genau das oft das eigentliche Problem — nicht der Schlag, sondern das Spüren.
Das Herz beherbergt in der TCM den Geist — Herzklopfen, Unruhe und schlechter Schlaf sind dort ein Muster und nicht drei Beschwerden.
Am Handgelenk, „Tor des Geistes". Bei Unruhe und Einschlafstörungen der meistgenannte Punkt.
Drei Finger über der Handgelenksfalte. Der einzige Punkt mit belastbaren Studien — allerdings zur Übelkeit, nicht zum Herzrhythmus.