Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Niedriger Blutdruck ist meist harmlos und sogar günstig — unangenehm wird nur der Schwindel beim Aufstehen.
Auch bekannt als: Hypotonie · orthostatische Dysregulation · Kreislaufschwäche
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Ein niedriger Blutdruck ist für sich genommen keine Krankheit — viele Menschen leben damit beschwerdefrei und sogar mit Vorteilen für Herz und Gefässe. Beschwerden entstehen erst, wenn beim Aufstehen zu wenig Blut ins Gehirn gelangt: Schwarzwerden vor den Augen, Schwindel, Benommenheit, in seltenen Fällen kurze Ohnmacht. Häufig betrifft das schlanke junge Menschen und ältere unter blutdrucksenkenden Medikamenten. Was hilft: langsam aufstehen, ausreichend trinken, Bewegung, Wadenmuskeln aktivieren, bei Bedarf mehr Salz. Abklären lassen sollte man wiederholte Ohnmachten, solche ohne Vorwarnung oder im Liegen — dahinter kann ein Herzrhythmusproblem stecken.
Ein niedriger Blutdruck mit Übelkeit, Appetitverlust und einem tiefen Natrium ist eine eigene Spur — besonders, wenn zuvor über Wochen Cortison genommen wurde.
Im Bett erst aufsetzen, 30 Sekunden sitzen bleiben, die Waden ein paar Mal anspannen, dann aufstehen. Beim Schwarzwerden sofort hinsetzen oder hinlegen und die Beine hochlegen.
Gleich nach dem Aufwachen ein grosses Glas Wasser, über den Tag verteilt genug trinken, das Essen normal salzen; bei Neigung zum Schwarzwerden Beine kreuzen und Muskeln anspannen.
Für den niedrigen Blutdruck ohne Grunderkrankung gibt es selten einen Grund zu behandeln — behandelt wird, wenn beim Aufstehen der Kreislauf abfällt. Midodrin und Fludrocortison heben den Druck; sie machen im Liegen den Druck hoch, weshalb der Abendabstand zählt. Was zuerst kommt, ist einfacher: zwei bis drei Liter Flüssigkeit, mehr Salz, Kompressionsstrümpfe, langsames Aufstehen — und die Durchsicht der Medikamentenliste, denn oft ist der Blutdrucksenker selbst der Grund.
Als niedrig gilt ein Blutdruck unter 100/60. Von einem Abfall beim Aufstehen spricht man ab einem Rückgang von zwanzig systolisch oder zehn diastolisch innert dreier Minuten nach dem Aufstehen — gemessen wird nach fünf Minuten Liegen und dann nach einer und nach drei Minuten Stehen. Betroffen sind etwa fünf von hundert unter fünfzig und bis zu zwanzig von hundert über siebzig. Nach einer Mahlzeit fällt der Druck bei einem Teil dreissig bis sechzig Minuten lang zusätzlich.
Ein Flimmern oder Dunkelwerden vor den Augen, Ohrensausen und Schwanken für einige Sekunden nach dem Aufstehen — besonders morgens, nach dem Essen und nach warmem Duschen.
Kalte Finger und Füsse, Müdigkeit am Morgen, Mühe beim Konzentrieren, eine gewisse Antriebslosigkeit. Diese Beschwerden sind echt, auch wenn der Wert selbst nicht als Krankheit gilt.
Übelkeit, Schwitzen, Blässe, Wärmegefühl, Tunnelblick und Ohrensausen sind die Vorboten. Wer sie kennt, legt sich hin und hebt die Beine — das verhindert den Sturz, der gefährlicher ist als die Ohnmacht selbst.
Wenn er neu auftritt und vorher normal war, mit Gewichtsverlust, dunkler Haut und Salzhunger, nach Beginn eines Medikaments, mit Fieber, oder wenn eine Ohnmacht ohne Vorboten und im Liegen oder bei Anstrengung auftritt.
Sorgt dafür, dass sich der Muskel nach der Anspannung wieder löst. Ein Mangel begünstigt Krämpfe, Zucken und innere Unruhe — und der Blutwert bildet den Speicher nur schlecht ab.
Bestimmt die Erregbarkeit von Muskel und Nerv. Ein tiefer Wert macht Schwäche und Krämpfe, ein hoher ist gefährlich für den Herzrhythmus — hier wird gemessen und nicht geschätzt.
Löst die Anspannung im Muskel überhaupt erst aus. Ein tiefer Wert macht Kribbeln um den Mund und in den Fingern und Verkrampfungen der Hände.
Bei starkem Schwitzen geht beides zusammen verloren. Nur Wasser nachzutrinken verdünnt das Natrium zusätzlich — bei langer Belastung gehört Salz dazu.
Bei niedrigem Blutdruck mit Beschwerden ist mehr Salz und mehr Trinken die Massnahme mit Daten — 6–9 g Kochsalz am Tag und 2–3 Liter, wenn Herz und Niere das zulassen. Das ist der eine Fall, in dem mehr Salz die Empfehlung ist.
Hebt den Blutdruck um 5–10 mmHg für 2–3 Stunden. Wer täglich trinkt, gewöhnt sich daran und verliert diesen Effekt — dann wirkt es nur noch nach einer Pause.
Bei Mangel wirksam; Effekte auf Schlaf und Stress plausibel, aber moderat. Zu viel führt zu weichem Stuhl.
Diese Achse hält Salz, Wasser und damit den Druck. Sie erklärt, warum Trinken und Salzen bei niedrigem Blutdruck wirksamer sind als jedes Mittel.
Ein Mangel senkt den Druck dauerhaft und macht Schwäche, Übelkeit und Salzhunger dazu. Bei neu aufgetretenem tiefem Blutdruck mit Gewichtsverlust gehört diese Achse geprüft.
Hält Wasser zurück. Zusammen mit den beiden anderen ist das der Grund, warum langsames Aufstehen, Trinken und Bewegen der Waden mehr bringen als Warten.
2–2.5 Liter am Tag und nicht zu salzarm essen. Ein Glas Wasser zügig getrunken hebt den Druck für etwa eine halbe Stunde — hilfreich morgens vor dem Aufstehen.
Vor allem nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten, besonders im Alter. Mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger grosser halten den Kreislauf gleichmässiger.
Wechselduschen und kalte Armbaeder heben den Blutdruck für eine Weile und trainieren die Gefaessreaktion. Traditionell verwendet, mit wenigen kleinen Studien.
Wadenmuskeln pumpen das Blut zurück. Krafttraining der Beine wirkt bei niedrigem Druck mehr als Ausdauer allein.
Hinterlegte Werte: 12 · 20 · 21 · 22 · 23 · 24 · 30 · 80 · 285 · 528 · 727 · 880 Hz