Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Bei Kindern häufig und meist selbstheilend — Schmerzlinderung steht an erster Stelle.
Auch bekannt als: Otitis media · Ohrenentzündung
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Besonders häufig bei kleinen Kindern, weil ihre Verbindung zwischen Ohr und Rachen kurz und flach verläuft und bei jedem Schnupfen verlegt wird. Typisch sind plötzliche, stechende Ohrenschmerzen, oft nachts, Fieber, vermindertes Hören und bei kleinen Kindern Weinen, Greifen ans Ohr und Unruhe. Läuft plötzlich Flüssigkeit aus dem Ohr und lässt der Schmerz schlagartig nach, ist meist das Trommelfell gerissen — das heilt in der Regel von selbst. Viele Verläufe bessern sich innerhalb von ein bis zwei Tagen ohne Antibiotikum, weshalb häufig zunächst abgewartet und nur die Schmerzen behandelt werden. Ärztlich abklären gehört es dennoch, besonders bei Säuglingen, hohem Fieber, beidseitigem Befall oder wenn es nicht besser wird.
Ein Kirschkernkissen oder eine warme Kompresse handwarm auflegen, 15 bis 20 Minuten, den Kopf beim Liegen erhöhen.
Bei Kindern über zwei Jahren mit einseitigem Befund und gutem Allgemeinzustand wird oft zwei Tage zugewartet und nur der Schmerz behandelt. Ein Rezept auf Vorrat für den Fall der Verschlechterung ist dabei üblich.
Paracetamol oder Ibuprofen in ausreichender, dem Gewicht angepasster Dosis wirkt hier zuverlässig. Das ist bei dieser Erkrankung die Massnahme, die dem Kind am schnellsten hilft.
Eine Schwellung oder Rötung hinter der Ohrmuschel, ein abstehendes Ohr, hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder ein sehr schläfriges Kind: Das gehört sofort angeschaut und ist die Ausnahme vom Abwarten.
Ein plötzliches Nachlassen des Schmerzes mit Sekret im Gehörgang bedeutet meist einen kleinen Riss. Er heilt in der Regel von selbst; wichtig ist, das Ohr trocken zu halten und es nachkontrollieren zu lassen.
Bleibt Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, hört das Kind gedämpft — das fällt im Alltag oft als Unaufmerksamkeit auf, nicht als Schwerhörigkeit. Bei wiederholten Entzündungen gehört ein Hörtest dazu.
Bei etwa acht von zehn Kindern bessern sich die Beschwerden innert zwei bis drei Tagen auch ohne Antibiotikum. Deshalb wird oft abgewartet und ein Rezept für den Fall mitgegeben. Ein Paukenerguss danach kann das Hören über Wochen bis Monate dämpfen, ohne wehzutun.
Ein Schmerzmittel ist hier das wichtigste Mittel und wirkt innert dreissig bis sechzig Minuten. Ein Antibiotikum verkürzt den Schmerz um etwa einen Tag und ändert bei den meisten sonst nichts — bei Kindern über zwei Jahren ohne schweres Krankheitsgefühl wird deshalb oft zwei Tage abgewartet und ein Rezept auf Vorrat mitgegeben. Ohrentropfen erreichen das Mittelohr nicht, solange das Trommelfell zu ist. Abschwellende Nasentropfen haben in Untersuchungen nichts bewirkt.
Eine Zwiebel klein hacken und kurz handwarm werden lassen — in der Pfanne ohne Fett oder über Dampf, nicht braten.
Stechender, pochender Schmerz, oft im Liegen stärker, meist ein bis drei Tage nach einer Erkältung. Kleine Kinder greifen ans Ohr, sind unruhig und wollen nicht trinken.
Ein Gefühl wie Watte im Ohr, die eigene Stimme klingt hohl, dazu Fieber. Das gedämpfte Hören kann noch Wochen anhalten, nachdem der Schmerz weg ist.
Ein plötzliches Nachlassen des Schmerzes mit Flüssigkeit im Gehörgang bedeutet meist einen kleinen Riss im Trommelfell. Er heilt in der Regel von selbst — das Ohr bleibt trocken.
Schwellung oder Rötung hinter der Ohrmuschel, ein abstehendes Ohr, ein steifer Nacken, eine hängende Gesichtshälfte oder ein sehr schläfriges Kind. Das sind die Zeichen, die sofort angeschaut gehören.
Für die gewöhnliche Mittelohrentzündung braucht es keine Blutwerte — die Diagnose stellt der Blick auf das Trommelfell. Dieser Wert gehört dazu, wenn es dem Kind sehr schlecht geht.
Gehört dazu bei Verdacht auf eine Ausbreitung: abstehendes Ohr, Rötung und Druckschmerz hinter dem Ohr, hohes Fieber.
Fieber, Schwitzen und schnellere Atmung erhöhen den Bedarf deutlich. Genug zu trinken hält den Schleim dünn und den Kreislauf stabil — bei Kindern und älteren Menschen ist es der wichtigste Punkt überhaupt.
Bei niedrigen Spiegeln treten Atemwegsinfekte etwas häufiger auf; der Ausgleich eines Mangels ist sinnvoll, eine hohe Einzeldosis im Infekt wirkt darauf nicht.
Wird für die Abwehrzellen gebraucht. Für Lutschtabletten bei der Erkältung gibt es Hinweise auf eine leicht verkürzte Dauer, wenn früh begonnen wird; über Monate hochdosiert senkt Zink das Kupfer.
Antikörper und Abwehrzellen sind Eiweiss. Bei mehreren Tagen mit wenig Appetit lohnt es sich, wenigstens die Eiweissmenge zu halten — Suppe mit Ei, Quark, Joghurt, Linsen.
Die meisten Mittelohrentzündungen heilen von selbst — bei Kindern über zwei Jahren ohne schweres Krankheitsgefühl ist Abwarten über 48 Stunden ein anerkannter Weg. Was in dieser Zeit zählt, ist ausreichende Schmerzlinderung, nicht ein Präparat.
Bei Kindern mit immer wiederkehrenden Mittelohrentzündungen fand eine kontrollierte Studie unter täglichem Vitamin D weniger neue Fälle — der Effekt war da, wo der Ausgangsspiegel niedrig war. Bei normalem Spiegel bringt mehr nichts.
Für einige Stämme im Nasen-Rachen-Raum ist eine kleine Verringerung wiederkehrender Fälle beschrieben. Der Effekt ist schwach, stammabhängig und verschwindet, wenn die Einnahme endet — anders als beim Passivrauch, dessen Wegfall die grösste einzelne Verbesserung bringt.
Cortison bringt beim Paukenerguss keinen dauerhaften Nutzen — die Flüssigkeit kommt nach dem Absetzen wieder. Was in Studien wirkt, ist Zeit: Drei Monate Abwarten löst die Mehrzahl der Fälle von selbst.
Bei Kindern mit wiederkehrenden Mittelohrentzündungen zeigte eine kleine Studie mit Vitamin D über vier Monate weniger Rückfälle. Der Befund ist einzeln geblieben — er ist ein Hinweis, kein Standard.
Bei Säuglingen erhöht das Trinken aus der Flasche im Liegen die Häufigkeit von Mittelohrentzündungen. Halb aufrecht füttern ist eine der wenigen belegten vorbeugenden Massnahmen.
Zwiebelwickel und Wärme sind die traditionelle Anwendung; bei laufendem Ohr nicht.