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Myalgie
Meist Überlastung oder Verspannung — anhaltend und mit Schwäche gehört er abgeklärt.
Auch bekannt als: Muskelschmerzen · Gliederschmerzen · Muskelkater · Myalgie
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Muskelschmerzen sind sehr häufig und meist harmlos. Am bekanntesten ist der Muskelkater nach ungewohnter Belastung, dazu Verspannungen durch Haltung und Stress oder die Gliederschmerzen bei einem grippalen Infekt. Sie klingen in der Regel innerhalb von Tagen von selbst ab. Manchmal gibt es besondere Ursachen: bestimmte cholesterinsenkende Medikamente (Statine) können Muskelschmerzen auslösen, ebenso ein Vitamin-D-Mangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion; selten steckt eine entzündliche Muskelerkrankung dahinter. Aufmerksam sein sollte man bei Muskelschmerzen mit deutlicher Schwäche, mit dunklem Urin (Zeichen für Muskelzerfall), mit Fieber, oder wenn sie kurz nach einem neuen Medikament auftreten — dann ärztlich abklären lassen.
Ausgebreiteter Schmerz über mehr als drei Monate, dazu Erschöpfung, unerholsamer Schlaf und Konzentrationsprobleme: Das ist ein eigenes Muster mit eigenen, wirksamen Hebeln — und keine Ausschlussdiagnose.
Bei Muskelkater/Verspannung helfen Wärme, leichte Bewegung und etwas Geduld.
Neue Belastung, Infekt oder ein neu begonnenes Medikament als Ursache mitdenken.
Muskelschmerzen unter Statinen ärztlich besprechen — nicht eigenmächtig absetzen.
Schwäche, dunkler Urin oder Fieber gehören zeitnah abgeklärt.
Fieber, Muskelschmerz und geschwollene Augenlider ein bis zwei Wochen nach rohem Schweine-, Wildschwein- oder Bärenfleisch sind ein eigenes Bild. Die eosinophilen Zellen sind stark erhöht.
Schmerzmittel dämpfen die Meldung, sie reparieren nichts — und bei Muskelschmerz ist das entscheidend, weil der Muskel unter Schmerzmitteln überlastet werden kann. Wärme und Bewegung wirken über die Durchblutung und die Spannung. Wenn ein Statin im Spiel ist, wird die CK gemessen und pausiert, statt den Schmerz zu betäuben. Magnesium wird traditionell genutzt; bei nachgewiesenem Mangel ist der Nutzen klar, ohne Mangel zeigen die Studien wenig.
Muskelkater beginnt sechs bis zwölf Stunden nach der Belastung und ist nach fünf bis sieben Tagen weg. Muskelschmerz unter einem Statin betrifft in Beobachtungen fünf bis zehn von hundert, in verblindeten Vergleichen aber ähnlich viele ohne Wirkstoff — deshalb wird pausiert und wieder begonnen, statt abgesetzt. Die CK steigt bei Belastung auf ein Vielfaches; erst über das Zehnfache der Norm wird sie zum eigenen Befund. Dunkler Urin nach starker Belastung ist ein Notfall.
Nach Belastung oder durch Haltung/Stress — harmlos, vergeht von selbst.
Typisch bei grippalen Infekten, zusammen mit Fieber und Abgeschlagenheit.
Cholesterinsenker, Vitamin-D-Mangel oder Schilddrüse können Muskelschmerzen machen.
Oder kurz nach neuem Medikament → ärztlich abklären.
Steigt bei Muskelschaden — relevant z. B. bei Statin-Beschwerden. Nach Sport auch normalerweise erhöht.
Sorgt dafür, dass sich der Muskel nach der Anspannung wieder löst. Ein Mangel begünstigt Krämpfe, Zucken und innere Unruhe — und der Blutwert bildet den Speicher nur schlecht ab.
Bestimmt die Erregbarkeit von Muskel und Nerv. Ein tiefer Wert macht Schwäche und Krämpfe, ein hoher ist gefährlich für den Herzrhythmus — hier wird gemessen und nicht geschätzt.
Löst die Anspannung im Muskel überhaupt erst aus. Ein tiefer Wert macht Kribbeln um den Mund und in den Fingern und Verkrampfungen der Hände.
Bei starkem Schwitzen geht beides zusammen verloren. Nur Wasser nachzutrinken verdünnt das Natrium zusätzlich — bei langer Belastung gehört Salz dazu.
Bei Muskelbeschwerden unter Statinen die häufigste Frage. Statine senken den körpereigenen Spiegel messbar; ob 100–200 mg am Tag über 12 Wochen die Beschwerden bessern, beantworten die Studien widersprüchlich.
Ein ausgeprägter Mangel macht dumpfe, beidseitige Muskelschmerzen — besonders in Oberschenkeln und Oberarmen. Das ist einer der wenigen Muskelschmerzen mit einer Zahl dahinter.
Bei nachgewiesenem Mangel bessern sich Verspannung und Zucken. Ohne Mangel zeigen die Studien nichts — der Bluttest bildet den Speicher allerdings nur schlecht ab.
Sowohl Unter- als auch Überfunktion machen Muskelschmerz und Schwäche. Bei der Unterfunktion steigt zusätzlich die Kreatinkinase im Blut — ein Muster, das gelegentlich für eine Muskelerkrankung gehalten wird.
Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel macht dumpfen, beidseitigen Muskelschmerz an Oberschenkeln und Oberarmen, dazu Mühe beim Aufstehen vom Stuhl. Das ist einer der wenigen Muskelschmerzen mit einer klaren Zahl dahinter.
Bei einer Nebennierenschwäche gehören Muskelschmerz und Schwäche zu den frühen Zeichen — zusammen mit Salzhunger, niedrigem Blutdruck und dunklerer Haut. Selten, aber ohne Behandlung gefährlich.
Muskelschmerzen unter Statinen treten bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel häufiger auf; nach Ausgleich vertragen einige das Medikament wieder. Der Zusammenhang ist beobachtet, nicht bewiesen — die Messung ist einfach.
Bei Muskelschmerz nach Belastung oder Hitze zählen Trinkmenge, Natrium und Kalium. Bei anhaltendem Schmerz ohne Belastung gehören Schilddrüse und CK gemessen.
Wärme bei Verspannung, Kälte bei frischer Überlastung — die Reihenfolge macht den Unterschied.
Für muskulär bedingten Schmerz gut untersucht, mit kurzer Wirkdauer.
Hinterlegte Werte: 20 · 40 · 80 · 125 · 160 · 240 · 250 · 320 Hz