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Notalgia paraesthetica
Immer dieselbe juckende Stelle innen unter einem Schulterblatt, mit der Zeit ein bräunlicher Fleck — der Juckreiz kommt aus dem Nerv, nicht aus der Haut.
Auch bekannt als: Notalgie · Rückenjucken am Schulterblatt · nervlicher Juckreiz am Rücken
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Ein hartnäckiger Juckreiz an einer Stelle am oberen Rücken, meist innen unterhalb eines Schulterblatts, oft nur auf einer Seite und immer genau dort — das ist das ganze Bild. Die Haut sieht am Anfang normal aus; nach Monaten bis Jahren entsteht durch das Reiben ein bräunlicher, leicht verdickter Fleck, der wie ein Pigmentfleck aussieht und dann für einen gehalten wird. Dazu kommen oft Brennen, Kribbeln, ein Kältegefühl oder eine Stelle, die auf Berührung überempfindlich reagiert. Die Ursache liegt nicht in der Haut, sondern im Nerv: Die kleinen Hautnerven aus dem Bereich der mittleren Brustwirbelsäule werden auf ihrem Weg durch die Rückenmuskulatur gereizt oder eingeengt — durch Verschleiss an den Wirbeln, eine Fehlhaltung, einen Rucksack oder eine verspannte Muskulatur. Deshalb hilft dort auch keine Feuchtigkeitscreme und kein Antihistaminikum, und deshalb ist die Stelle so unverändert gleich. Es ist harmlos und nicht ansteckend, aber es kann sehr hartnäckig sein und über Jahre bleiben. Was hilft, setzt entweder an der Haut an — kühlende oder betäubende Mittel, Capsaicin — oder am Nerv und an der Wirbelsäule: Physiotherapie, Kräftigung des oberen Rückens, und in ausgeprägten Fällen Mittel, die für Nervenschmerz gedacht sind.
Ein kühles feuchtes Tuch oder ein Kühlpack für ein paar Minuten unterbricht den Reiz, ohne die Haut zu verdicken. Jedes Reiben verstärkt den bräunlichen Fleck.
Der Scharfstoff der Chili leert die Nervenendigungen von ihrem Botenstoff. Die ersten Tage brennen deutlich, danach lässt der Juckreiz bei vielen nach. Nicht auf offene Haut, Hände danach waschen, und nicht ans Auge.
Physiotherapie mit Übungen für die Muskulatur zwischen den Schulterblättern und für die Brustwirbelsäule ist der Weg, der an der Ursache ansetzt. Er wirkt langsam und braucht Wochen.
Einseitige Träger, ein zu schwerer Rucksack, ein Stuhl ohne Rückenstütze, langes Sitzen mit rundem Rücken. Das sind die stillen Dauerreize, die den Nerv nicht zur Ruhe kommen lassen.
Dieselben Wirkstoffe, die bei Nervenschmerz eingesetzt werden, dämpfen auch nervlichen Juckreiz. Sie machen zu Beginn müde und werden langsam gesteigert — das gehört in die Planung.
Damit die Einordnung stimmt: Ein bräunlicher Fleck am Rücken kann auch eine Pilzflechte, eine Pigmentstörung oder etwas Eigenständiges sein. Einmal geklärt, muss er nicht wieder geprüft werden.
Cortisonsalbe wirkt hier kaum, weil die Haut nicht entzündet ist — der Juckreiz kommt von einem gereizten Nerv, der zwischen den Rückenmuskeln durchtritt. Was untersucht ist: Capsaicin-Creme, die die Nervenendigungen über zwei bis vier Wochen unempfindlich macht und dabei anfangs brennt, sowie örtliche Betäubungspflaster. Gabapentin oder Amitriptylin wirken über die Nervenerregbarkeit. Was den Nerv entlastet, ist Physiotherapie für die Brustwirbelsäule.
Der Juckreiz sitzt typischerweise unterhalb des Schulterblatts, meist rechts, in einem handtellergrossen Bereich — und über die Jahre entsteht dort ein bräunlicher Fleck, weil die Stelle immer wieder gerieben wird. Betroffen sind vor allem Menschen über vierzig. Capsaicin-Creme wird viermal täglich über zwei bis vier Wochen aufgetragen und brennt in den ersten Tagen; nach dem Absetzen kehrt der Juckreiz innert Wochen zurück. Bei etwa der Hälfte findet sich eine Veränderung der Brustwirbelsäule.
Innen unterhalb eines Schulterblatts, handtellergross oder kleiner, meist einseitig, seit Monaten oder Jahren unverändert am selben Ort. Diese Beständigkeit ist der stärkste Hinweis.
Er entsteht erst mit der Zeit, ist unscharf begrenzt und leicht verdickt. Er ist die Folge, nicht die Ursache — und er wird sehr oft für einen Pigmentfleck oder einen Pilz gehalten.
Brennen, Kribbeln, ein Kältegefühl, ein Stechen oder eine Überempfindlichkeit gegen Berührung an derselben Stelle. Diese Mischung weist auf den Nerv und weg von der Haut.
Wenn Feuchtigkeitspflege, Kortison und Tabletten gegen Juckreiz über Wochen nichts bewirken, spricht das gegen eine Hautursache — und ist selbst schon ein Hinweis.
Verschleiss an der mittleren Brustwirbelsäule, Verspannungen zwischen den Schulterblättern, ein schwerer Rucksack, langes Sitzen mit rundem Rücken. Bei vielen lässt sich der Juckreiz durch Druck auf einen Punkt neben der Wirbelsäule verstärken.
Ein Fleck, der wächst, seine Farbe ändert, unregelmässig begrenzt ist oder blutet; Juckreiz am ganzen Körper; Fieber, Nachtschweiss oder Gewichtsverlust. Das gehört eigenständig abgeklärt.
Ein Mangel macht eigene Missempfindungen an der Haut und senkt die Schwelle für nervlichen Juckreiz. Er gehört bei jedem Juckreiz ohne Ausschlag dazu.
Ein leerer Speicher senkt die Juckreizschwelle allgemein und macht damit auch diese Stelle unangenehmer, als sie sein müsste.
Gehört zur Grundabklärung eines anhaltenden Juckreizes, auch wenn sie diese Stelle nicht erklärt. Ein Wert, der viele andere Möglichkeiten auf einmal ausschliesst.
Ebenfalls Teil der Grundabklärung bei Juckreiz ohne Ausschlag. Bei einer streng auf eine Stelle begrenzten Beschwerde ist eine innere Ursache allerdings unwahrscheinlich.
Für die Isolierschicht der kleinen Hautnerven. Ein Mangel macht eigene Missempfindungen und macht diese Stelle empfindlicher — er ist einer der wenigen behebbaren Beiträge.
Ein leerer Speicher senkt die Juckreizschwelle im ganzen Körper. Das erklärt die Stelle nicht, aber es erklärt, warum sie in manchen Monaten schlimmer ist als in anderen.
Für die Muskulatur, durch die diese Nerven ziehen. Bei Verspannung zwischen den Schulterblättern ist ein Mangel ein möglicher Beitrag — die Übungen wirken mehr.
Trockene Haut senkt die Juckreizschwelle zusätzlich. Das behebt die Ursache nicht, nimmt aber einen Verstärker weg.
Der Juckreiz sitzt nicht in der Haut, sondern in dem Nerv, der sie versorgt — deshalb sieht die Stelle meist normal aus und deshalb wirken Salben gegen Juckreiz kaum. Was hilft, richtet sich an den Nerv und an die Brustwirbelsäule, aus der er kommt.
Die am besten untersuchte örtliche Behandlung hier. Sie erschöpft den Botenstoff in der Nervenfaser — das braucht vier bis sechs Wochen mehrmals täglich, und in den ersten Tagen brennt es deutlich. Wer zu früh aufhört, erlebt nur das Brennen und nicht die Wirkung.
Nicht als Behandlung, sondern zur Abgrenzung: Ein B12-Mangel macht ebenfalls brennende, kribbelnde Missempfindungen — nur meist an beiden Füssen und Händen, nicht auf einem Fleck am Schulterblatt. Die Verteilung sagt hier mehr als jeder Laborwert.
Bei nachgewiesenem Mangel klar wirksam, ohne Mangel bringt es nichts. Nur bei belegtem Mangel einnehmen — Überschuss ist schädlich.
Bei Mangel wirksam; Effekte auf Schlaf und Stress plausibel, aber moderat. Zu viel führt zu weichem Stuhl.
Der Juckreiz sitzt an einer Stelle, die man kaum erreicht, und die Haut wird dort mit den Jahren dunkler. Er kommt vom eingeklemmten Hautnerv, nicht von der Haut — deshalb wirken Cremes gegen Juckreiz hier so schlecht.
Der Juckreiz kommt von einem eingeengten Nerv an der Brustwirbelsäule, nicht von der Haut. Übungen für die Brustwirbelsäule bessern ihn bei einem Teil — Salben wirken meist nicht.