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Status post cholecystectomiam
Ohne Speicher fliesst die Galle gleichmässig — die meisten essen nach kurzer Umstellung wieder alles.
Auch bekannt als: Gallenblase entfernt · Cholezystektomie · nach Gallenblasen-OP · Postcholezystektomie-Syndrom
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Nach der Entfernung der Gallenblase fehlt der Speicher für die Galle. Die Leber bildet weiter Gallenflüssigkeit — sie tropft nun aber ständig in den Darm statt in Portionen zum fetten Essen. Die Fettverdauung klappt meist gut; anfangs kann es nach fettreichem Essen zu weichem Stuhl kommen. Der Körper gewöhnt sich meist über Wochen bis Monate.
Ohne Speicher kommt die Galle gleichmässig statt portionsweise. Mehrere kleinere Mahlzeiten mit je etwas Fett werden meist besser vertragen als eine grosse fette Portion. Nach einigen Wochen bis Monaten stellt sich der Darm um.
Ein Teil der Menschen behält weichen, drängenden Stuhl, weil Gallensäure in den Dickdarm gelangt. Das ist ein bekanntes Muster mit einem eigenen Namen und einer eigenen Behandlung — es lohnt, es beim Namen zu nennen statt es als Rest hinzunehmen.
A, D, E und K brauchen Galle, um aufgenommen zu werden. Bei anhaltendem Fettstuhl über Monate ist eine Messung sinnvoll, allen voran Vitamin D.
Koliken nach der Operation bedeuten meist einen Stein, der im Gallengang zurückgeblieben oder neu entstanden ist. Mit Gelbfärbung, dunklem Urin oder Fieber gehört das gleichentags abgeklärt.
Ein einfacher Hebel, der nichts kostet: Wer langsamer isst, verteilt die Fettmenge über eine längere Zeit — genau das, was der fehlende Speicher nicht mehr leisten kann.
Die Galle fliesst nach der Entfernung weiter, nur ohne Zwischenspeicher — sie tropft dauernd statt in Portionen. Etwa zehn bis zwanzig von hundert Menschen haben danach weichere Stühle oder Durchfall, besonders nach fettreichen Mahlzeiten; bei den meisten gibt sich das über drei bis sechs Monate, weil sich der Darm anpasst. Kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten sind der Weg, der dabei am häufigsten hilft.
Colestyramin bindet die Gallensäuren im Darm und wirkt beim Durchfall nach der Entfernung — es wirkt innert Tagen und bindet dabei auch Medikamente und fettlösliche Vitamine, weshalb ein zeitlicher Abstand von vier Stunden gehalten wird. Enzympräparate sind hier nicht der Weg, weil die Bauchspeicheldrüse arbeitet. Was den grössten Teil ausmacht, ist die Verteilung der Mahlzeiten — die Galle kommt jetzt gleichmässig statt in Portionen.
Nach fettreichem Essen drängender, weicher Stuhl — bei den meisten legt sich das über Wochen bis Monate, während der Darm sich an den ständigen Gallenfluss gewöhnt.
Drängender, gelblicher Durchfall, mehrmals täglich, oft morgens und nach dem Essen, über Monate: Das ist der Gallensäureverlust in den Dickdarm. Er hat einen Namen und eine eigene Behandlung — es lohnt, ihn zu benennen.
Krampfartiger Schmerz rechts oben oder in der Mitte, wellenförmig, in die rechte Schulter ziehend — mit Gelbfärbung, dunklem Urin oder Fieber gehört das gleichentags abgeklärt. Ein Stein kann im Gallengang zurückgeblieben oder neu entstanden sein.
Glänzender, übel riechender Stuhl, der schwer wegzuspülen ist, weist auf eine schlechte Fettaufnahme hin. Bleibt das über Monate, gehören die fettlöslichen Vitamine geprüft.
Steigt er nach der Operation neu an, wird nach einem Stein im Hauptgang gesucht — der kann auch nach der Entfernung der Gallenblase auftreten.
Zusammen mit der Gamma-GT der Hinweis auf einen Rückstau der Galle. Diese beiden gehören bei neuen Koliken zuerst dazu.
Empfindlich für Veränderungen an den Gallenwegen und deshalb der nützlichste Verlaufswert nach dem Eingriff.
Gürtelförmiger Oberbauchschmerz nach der Operation gehört damit geprüft: Ein Stein kann die Bauchspeicheldrüse mitreissen.
Wird ganz am Ende des Dünndarms aufgenommen und braucht dafür einen Helfer aus dem Magen. Ist einer der beiden Orte betroffen, entsteht ein Mangel — oft erst nach Jahren, weil die Leber einen Vorrat hat.
Wird im oberen Dünndarm aufgenommen und braucht Magensäure. Säureblocker, eine entzündete Schleimhaut und stille Blutverluste kommen hier oft zusammen.
Gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und geht mit dem Fett verloren, wenn die Fettverdauung gestört ist. Fettiger, schwimmender Stuhl über Monate ist der Hinweis darauf.
Braucht Vitamin D für die Aufnahme, und bei gestörter Fettverdauung bindet es sich zusätzlich im Darm an Fettsäuren. Deshalb hängen Knochendichte und Darmerkrankung enger zusammen als vermutet.
Geht bei anhaltendem Durchfall in erheblichen Mengen verloren. Zeichen sind rissige Mundwinkel, Geschmacksverlust, schlechte Wundheilung und dünner werdendes Haar.
Binden Gallensäure und mildern den Durchfall, den viele nach der Entfernung haben. 5–10 g am Tag in mindestens 200 ml Wasser, über mehrere Wochen.
Bei anhaltenden Fettstühlen kommen die fettlöslichen Vitamine schlechter an. Gemessen wird, bevor ergänzt wird — bei den meisten normalisiert sich die Fettverdauung nach einigen Monaten von selbst.
Bei Mangel — vegan, Ältere, bestimmte Medikamente — klar sinnvoll und gut belegt. Ohne Mangel kein Energieschub.
Bei nachgewiesenem Mangel klar wirksam, ohne Mangel bringt es nichts. Nur bei belegtem Mangel einnehmen — Überschuss ist schädlich.
Ohne Blase gibt es keinen Speicher mehr: Die Galle tropft gleichmässig in den Darm, statt auf das Signal dieses Hormons hin in einem Schwall zu kommen. Deshalb werden grosse fette Mahlzeiten schlechter vertragen als mehrere kleine.
Gallensäuren, die nun ständig im Dickdarm ankommen, regen dort die Ausschüttung von GLP-1 an. Das ist einer der Gründe, warum sich Appetit und Zuckerverwertung nach der Operation bei manchen verschieben.
Ohne Gallenblase fliesst Galle stetig statt stossweise. 5–6 kleinere Mahlzeiten mit je etwa 10–15 g Fett werden meist besser vertragen als zwei grosse. Die meisten kommen nach 4–8 Wochen wieder auf normale Portionen.
Lösliche Ballaststoffe binden Gallensäure. Um 5 g pro Woche steigern bis etwa 25–30 g am Tag; schneller führt oft zu Blähungen.
Binden Gallensäure und mildern den Durchfall, den viele nach der Entfernung haben. Untersucht sind 5–10 g am Tag in mindestens 200 ml Wasser, über mehrere Wochen.
Regt den Gallenfluss an — was ohne Gallenblase weniger bringt als mit. Kleine Studien zeigen Wirkung auf Voellegefuehl nach fettem Essen; die Datenlage ist dünn.
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