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Insufficientia pancreatis exocrina
Fehlen Verdauungsenzyme, wird das Fett nicht aufgeschlossen — Enzyme zum Essen lösen das meist.
Auch bekannt als: exokrine Pankreasinsuffizienz · Pankreasenzym-Mangel · Verdauungsenzym-Mangel
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bildet die Verdauungsenzyme, die Fett, Eiweiss und Kohlenhydrate im Dünndarm aufspalten. Bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz produziert sie davon zu wenig — die Nahrung, vor allem das Fett, wird dann nicht mehr richtig verdaut und aufgenommen. Typische Zeichen sind voluminöse, helle, übelriechende und schwer wegspülbare „Fettstühle“, Blähungen und Völlegefühl nach fettem Essen sowie ein Gewichtsverlust trotz normalem Essen; mit der Zeit können Mängel an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) entstehen. Häufige Ursachen sind eine chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, eine Operation am Pankreas oder eine Mukoviszidose. Der zentrale Hebel ist der Enzymersatz: Man nimmt zu den Mahlzeiten Verdauungsenzyme (Pankreatin) ein, damit die Nahrung wieder verwertet wird. Bestätigt wird die Diagnose meist über einen Stuhltest (Pankreas-Elastase).
Der zentrale Hebel: Verdauungsenzyme (Pankreatin) zu jeder fetthaltigen Mahlzeit und zu Snacks einnehmen — Dosis ärztlich anpassen.
Chronische Pankreatitis, Folgen einer OP oder Mukoviszidose gezielt mitbehandeln.
Ausreichend essen und fettlösliche Vitamine (A/D/E/K) kontrollieren und bei Bedarf ersetzen.
Alkohol schädigt die Bauchspeicheldrüse zusätzlich — Verzicht schützt.
Enzymkapseln ersetzen, was die Bauchspeicheldrüse nicht mehr liefert. Sie müssen mit dem Essen zusammen im Magen ankommen, nicht davor oder danach — sonst treffen sie die Nahrung nicht. Die Drüse selbst erholt sich davon nicht; die Dosis richtet sich nach dem Fettgehalt der Mahlzeit.
Beschwerden treten erst auf, wenn mehr als neunzig Prozent der Enzymleistung fehlen — deshalb kommt die Diagnose oft spät. Die Elastase im Stuhl unter 200 µg/g gilt als auffällig, unter 100 als deutlich. Fettiger, übelriechender Stuhl, der schwimmt, ist das typische Zeichen. Nach Beginn der Enzyme bessert sich der Stuhl innert Tagen; Gewicht und fettlösliche Vitamine brauchen Wochen bis Monate.
Voluminös, hell, übelriechend, schwimmt und lässt sich schwer wegspülen — das Leitzeichen.
Unverdautes Fett führt zu Gärung, Winden und Druck im Bauch.
Weil Nährstoffe nicht aufgenommen werden — trotz normalem Appetit.
Entsteht mit der Zeit, weil diese Vitamine an die Fettverdauung gekoppelt sind.
Was ein Mangel am Körper sichtbar macht — an Haut, Nägeln, Zunge, Augen und Nerven. Die Zeichen sind unspezifisch: Sie zeigen, wo man nachsehen kann, sie beweisen nichts.
Fettlösliche Vitamine (A/D/E/K) können bei Enzymmangel absinken — Vitamin D ist gut messbar.
Wird ganz am Ende des Dünndarms aufgenommen und braucht dafür einen Helfer aus dem Magen. Ist einer der beiden Orte betroffen, entsteht ein Mangel — oft erst nach Jahren, weil die Leber einen Vorrat hat.
Wird im oberen Dünndarm aufgenommen und braucht Magensäure. Säureblocker, eine entzündete Schleimhaut und stille Blutverluste kommen hier oft zusammen.
Gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und geht mit dem Fett verloren, wenn die Fettverdauung gestört ist. Fettiger, schwimmender Stuhl über Monate ist der Hinweis darauf.
Braucht Vitamin D für die Aufnahme, und bei gestörter Fettverdauung bindet es sich zusätzlich im Darm an Fettsäuren. Deshalb hängen Knochendichte und Darmerkrankung enger zusammen als vermutet.
Geht bei anhaltendem Durchfall in erheblichen Mengen verloren. Zeichen sind rissige Mundwinkel, Geschmacksverlust, schlechte Wundheilung und dünner werdendes Haar.
Hier sind sie kein Nahrungsergänzungsmittel, sondern Ersatz für etwas Fehlendes. Genommen wird zur Mahlzeit, nicht davor oder danach — und die Menge richtet sich nach dem Fettgehalt des Essens, nicht nach der Uhrzeit.
Ohne Fettverdauung kommen die fettlöslichen Vitamine nicht an. Gemessen und nach Befund ersetzt, oft in höherer Dosis als sonst und zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit.
Bei Mangel — vegan, Ältere, bestimmte Medikamente — klar sinnvoll und gut belegt. Ohne Mangel kein Energieschub.
Bei nachgewiesenem Mangel klar wirksam, ohne Mangel bringt es nichts. Nur bei belegtem Mangel einnehmen — Überschuss ist schädlich.
Das Signal, das die Bauchspeicheldrüse zur Abgabe ihrer Verdauungssäfte auffordert, sobald Fett im Dünndarm ankommt. Fehlen die Säfte, bleibt das Fett unverdaut — daher der glänzende, übelriechende Stuhl.
Lässt die Bauchspeicheldrüse Bicarbonat abgeben, das die Magensäure im Dünndarm abpuffert. Ohne diese Pufferung arbeiten auch eingenommene Verdauungsenzyme schlechter — deshalb werden sie oft mit einem Säurehemmer kombiniert.
Dieselbe Drüse bildet auch das Insulin. Geht Gewebe verloren, entsteht mit der Zeit ein Diabetes eigener Art — deshalb gehört der Zucker in die Verlaufskontrolle.
Fehlen Enzyme, bleibt Fett unverdaut — und die Vitamine darin gehen mit. Die Spiegel werden gemessen, nicht geschätzt; ergänzt wird nach Befund.
Frühere Empfehlungen setzten auf fettarme Kost. Heute wird das Fett eher beibehalten und die Enzymmenge angepasst, weil sonst Gewicht und fettlösliche Vitamine leiden.
Fehlen Enzyme, wird Fett nicht verdaut — und die fettlöslichen Vitamine gehen mit. Vitamin D wird darum gemessen und nach Befund ersetzt, oft in höherer Dosis als sonst.
Hier mit Zurückhaltung: Sehr viel Ballaststoff kann die Wirkung der Enzympräparate mindern. Die Menge wird an die Verträglichkeit angepasst.
Hinterlegte Werte: 20 · 26 · 444 · 465 · 600 · 625 · 650 · 666 · 690 · 727 · 776 · 787 · 832 · 880 · 1500 · 1550 · 1600 · 1800 · 2008 · 2127 · 2170 · 2489 · 2720 Hz