Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Die Beschwerden sind hormonell real, nicht eingebildet — und sie folgen einem Muster, das man nutzen kann.
Auch bekannt als: PMS · PMDS (schwere Form)
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
In den Tagen vor der Blutung treten körperliche und seelische Beschwerden auf, die mit dem Einsetzen der Blutung verschwinden. Nicht die Höhe der Hormone ist das Besondere — die ist bei Betroffenen dieselbe wie bei anderen —, sondern die Empfindlichkeit gegenüber ihrem normalen Abfall in der zweiten Zyklushälfte. Das ist der Kern und zugleich die Entlastung: Es ist keine Einbildung und keine Frage der Haltung, sondern eine unterschiedliche Reaktion auf denselben Vorgang. Das Entscheidende an der Diagnose ist das zeitliche Muster, nicht die Art der Beschwerden. Deshalb führt der Weg über eine Aufzeichnung von zwei Zyklen: Nur wenn die Beschwerden in der zweiten Hälfte auftreten, mit der Blutung enden und danach eine beschwerdefreie Woche folgt, passt es. Fehlt diese freie Woche, ist es eher eine Grunderkrankung — eine Depression, eine Angststörung, eine Schilddrüsenstörung —, die sich vor der Blutung verstärkt, und die wird anders behandelt. Von der starken Form, bei der vor allem die Stimmung betroffen ist und der Alltag ernsthaft leidet, sind wenige Prozent betroffen; sie ist eine eigene Diagnose und gut behandelbar. Es lohnt sich, diesen Unterschied zu kennen, weil er über den richtigen Weg entscheidet.
Datum, Beschwerde, Stärke — mehr nicht. Das ist die einzige Untersuchung, die hier wirklich etwas klärt, und sie kostet nichts.
Regelmässige Ausdauerbewegung wirkt auf die seelischen wie auf die körperlichen Beschwerden. In Studien mit dreimal 30 Minuten die Woche über 8 bis 12 Wochen nahmen die Beschwerden messbar ab — unspektakulär, aber mehr, als die meisten Ergänzungsmittel zeigen.
Leidet der Alltag ernsthaft, ist das eine eigene Diagnose mit gut untersuchten Wegen — auch solchen, die nur in der zweiten Zyklushälfte eingenommen werden. Danach zu fragen lohnt sich.
Beide verstärken Wassereinlagerung und Schlafstörung. Es geht nicht um Verzicht, sondern um die zehn Tage, in denen es zählt.
Wer weiss, welche Tage schwer werden, kann Anstrengendes verschieben. Das klingt banal und ist für viele die wirksamste Änderung.
Ruhiges Gehen, Velofahren oder Dehnen, 20 bis 30 Minuten, auch an den stärkeren Tagen.
Wärmflasche oder Wärmepflaster auf den Unterbauch, 20 bis 30 Minuten, so oft es nötig ist.
Die Pille unterdrückt den Eisprung und damit den Zyklusanteil der Beschwerden — bei einem Teil bessert das viel, bei einem anderen bleibt die Stimmung gleich oder wird schlechter. SSRI wirken hier anders als bei Depression: Sie helfen oft schon in der zweiten Zyklushälfte statt nach Wochen. Kalzium (1200 mg täglich) hat über drei Zyklen die Beschwerden messbar gesenkt; Mönchspfeffer wird traditionell genutzt und ist in kleineren Studien untersucht.
Die Beschwerden gehören in die zweite Zyklushälfte und hören mit dem Einsetzen der Blutung auf — genau dieses zeitliche Muster ist die Diagnose. Bestätigt wird es über ein Tagebuch über zwei Zyklen. Etwa drei von vier Frauen kennen leichte Formen; drei bis acht von hundert haben die schwere Form, bei der die Stimmung im Vordergrund steht. Ein Behandlungsversuch wird über zwei bis drei Zyklen beurteilt, nicht über einen.
Beginn nach dem Eisprung, Ende mit der Blutung, danach eine freie Woche. Dieses Muster ist die Diagnose — nicht die einzelne Beschwerde.
Bei vielen das, was am meisten belastet — mehr als das Körperliche. Und das, was am ehesten als Charakterfrage missverstanden wird.
Meist beidseitig und diffus. Ein einseitiger, tastbarer Knoten, der bleibt, gehört unabhängig davon angeschaut.
Wassereinlagerung und ein Gefühl von Schwere; die Waage zeigt ein bis zwei Kilo mehr, die mit der Blutung wieder verschwinden.
Der Östrogenabfall ist ein bekannter Migräneauslöser. Diese Anfälle sind oft hartnäckiger als sonst und lassen sich planen.
Bestehen die Beschwerden auch nach der Blutung, ist es kein prämenstruelles Syndrom, sondern etwas, das sich davor verstärkt. Das ändert den Weg grundlegend.
Kein Wert stellt die Diagnose — das tut ein Kalender über zwei bis drei Zyklen, weil die Beschwerden an die zweite Zyklushälfte gebunden sein müssen. Diese Werte suchen die Nachahmer.
Bei starken Blutungen entsteht ein Eisenmangel, der Müdigkeit und Reizbarkeit verstärkt und leicht zu beheben ist.
Gehört dazu, wenn die Blutung stark ist. Blutarmut und prämenstruelle Beschwerden werden oft in einen Topf geworfen.
In kontrollierten Studien senkten 1000–1200 mg Calcium am Tag über drei Zyklen die Beschwerden um etwa die Hälfte. Über die Nahrung sind das drei bis vier Portionen Milchprodukt oder gleichwertige Quellen.
Viele berichten weniger Spannungsgefühl, wenn sie in den 10 Tagen vor der Regel weniger Salz und Koffein nehmen. Die Studien dazu sind klein; ein Zyklus als Versuch zeigt, ob es für einen selbst zutrifft.
Für die seelische Seite untersucht — sie macht den Zyklus nicht anders, aber erträglicher.
Gestautes Leber-Qi ist in der TCM die klassische Lesart der Tage davor.