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Pneumonia
Beim alten Menschen fehlt oft das Fieber und es steht Verwirrtheit im Vordergrund — und entschieden wird über Atemfrequenz und Sauerstoff, nicht über den Erreger.
Auch bekannt als: Lungenentzündung · Pneumonie
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Eine Entzündung des Lungengewebes selbst, meist durch Bakterien, oft auch durch Viren. Der Unterschied zur Bronchitis ist nicht akademisch, sondern der ganze Punkt: Bei der Bronchitis sind die Atemwege gereizt, bei der Lungenentzündung füllen sich Lungenbläschen mit Sekret, und damit steht weniger Fläche für den Sauerstoff zur Verfügung. Das typische Bild ist plötzliches Fieber mit Schüttelfrost, Husten mit farbigem Auswurf, ein stechender Schmerz beim Einatmen und eine Atmung, die schneller wird, ohne dass man sich anstrengt. Bei älteren Menschen sieht es oft ganz anders aus, und das ist die wichtigste Falle: Dort kann Fieber ganz fehlen, und stattdessen stehen Verwirrtheit, ein Sturz oder einfach eine plötzliche Schwäche im Vordergrund. Wer bei einem alten Menschen mit neuer Verwirrtheit an die Lunge denkt, findet manchmal genau dort die Antwort. Entschieden wird über die Schwere und nicht über den Erreger: Atemfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Wachheit sagen, ob jemand zu Hause behandelt werden kann oder nicht. Die meisten können es — aber diese Einschätzung gehört gemacht und nicht geschätzt.
Eine Minute lang, unauffällig. Diese eine Zahl trennt zuverlässiger als jedes Gefühl, ob jemand zu Hause bleiben kann.
Es unterscheidet die Lungenentzündung von der Bronchitis und zeigt, wie viel Lunge betroffen ist. Ganz am Anfang kann es noch unauffällig sein.
Bei bakterieller Ursache zählt der frühe Beginn. Die Dauer ist heute kürzer als früher — entscheidend ist, sie so einzuhalten, wie sie verordnet wurde.
Fieber und Atmung sollten sich bessern. Tun sie es nicht, wird nachgeschaut statt gewartet — dahinter kann ein Erguss oder ein anderer Erreger stecken.
Aufrecht sitzen erleichtert die Atmung, regelmässiges tiefes Durchatmen hält Lungenbezirke offen, und ausreichend Flüssigkeit hält das Sekret beweglich.
Vier bis sechs Wochen Resthusten und Erschöpfung sind normal und kein Zeichen von Versagen. Wer das weiss, sucht nicht nach einer zweiten Krankheit.
Ein Fadenwurm, der jahrzehntelang still im Darm sass, kann unter Immunsuppression Lunge und Blutbahn überschwemmen. Wer je in den Tropen barfuss war, wird vor einer solchen Behandlung getestet.
Bei einer bakteriellen Lungenentzündung wirken Antibiotika innert achtundvierzig bis zweiundsiebzig Stunden — bessert es sich bis dahin nicht, wird das Mittel oder die Diagnose überprüft. Der Husten und die Erschöpfung bleiben oft Wochen darüber hinaus; das Röntgenbild braucht bis zu sechs Wochen, um sich zu normalisieren.
Das Fieber fällt unter Behandlung meist innert achtundvierzig bis zweiundsiebzig Stunden; bleibt es, wird nach einem Erguss oder einem anderen Erreger gesucht. Die Behandlung dauert bei unkompliziertem Verlauf fünf bis sieben Tage — kürzer als früher üblich und in Vergleichen gleichwertig. Der Husten hält zwei bis vier Wochen an, die Erschöpfung bis zu drei Monate. Das Bild im Röntgen braucht vier bis sechs Wochen, bis es sich zurückbildet — eine Kontrolle davor ist wenig aussagekräftig.
Innerhalb eines Tages hohes Fieber mit Schüttelfrost. Eine Bronchitis baut sich langsamer auf und macht selten so krank.
Das aussagekräftigste Zeichen überhaupt und das am leichtesten zu prüfende: Atemzüge pro Minute zählen, im Sitzen, ohne dass die Person es merkt. Deutlich über zwanzig ist ein Alarmzeichen.
Ein seitlicher Schmerz, der beim tiefen Atemzug und beim Husten zunimmt — er zeigt, dass das Rippenfell beteiligt ist.
Neue Verwirrtheit, ein Sturz, plötzliche Schwäche, weniger Appetit — und die Lunge kommt niemandem in den Sinn. Das ist die wichtigste Falle dieses Krankheitsbildes.
Bläuliche Lippen oder Fingernägel, Verwirrtheit, ein Blutdruck, der fällt, oder eine Sauerstoffsättigung unter neunzig Prozent: Notruf und nicht abwarten.
Hoch bei bakterieller Ursache, niedriger bei viraler — als Faustregel brauchbar, als Beweis nicht. Er dient vor allem dazu, den Verlauf zu verfolgen.
Erhöhte weisse Blutkörperchen stützen den Verdacht; sehr niedrige sind ein Warnzeichen für einen schweren Verlauf.
Ein tiefes Natrium zusammen mit Durchfall und Verwirrtheit lenkt den Verdacht auf bestimmte Erreger und ändert die Wahl des Antibiotikums.
Gehört zur Schwereeinschätzung und bestimmt die Dosis mancher Antibiotika.
Ein niedriges Natrium ist bei der Lungenentzündung häufig — die Lunge treibt die ADH-Ausschüttung an. Es sagt etwas über die Schwere aus und erklärt Verwirrtheit, die sonst dem Alter zugeschrieben wird.
Bei schwerer, im Spital behandelter Lungenentzündung zeigte Cortison in Studien einen Nutzen — bei der leichten zuhause nicht. Das ist ein Beispiel dafür, wie stark dieselbe Substanz von der Schwere abhängt.
Unterstützt die Erholung.
Tiefes Durchatmen und Abhusten verhindern, dass Lungenabschnitte kollabieren. In der Erholungsphase gehört das zur Behandlung — besonders bei älteren Menschen im Bett.
Früh aufstehen und gehen verkürzt die Genesung. Die volle Belastbarkeit kommt bei vielen erst nach 4–8 Wochen zurück — das ist normal und kein Rückschlag.
Hinterlegte Werte: 174 · 285 · 528 · 20 · 450 · 727 · 770 · 771 · 772 · 773 · 774 · 775 · 776 · 777 · 778 · 779 · 780 · 787 · 880 · 1550 · 5000 Hz