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Eigenbluttherapie (PRP)

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Das eigene Blut wird geschleudert und der plättchenreiche Anteil zurückgespritzt — die Idee ist belegt, das Rezept ist es nicht: kaum zwei Praxen machen dasselbe.

Auch bekannt als: PRP · plättchenreiches Plasma · Eigenblut · Vampir-Lifting · Blutplasma-Behandlung

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Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.

Zehn bis dreissig Milliliter Blut werden abgenommen und in einer Zentrifuge in Schichten getrennt. Der Anteil mit den Blutplättchen wird abgezogen und in die Kopfhaut, das Gelenk oder die Haut gespritzt. Blutplättchen tragen Wachstumsfaktoren; die Überlegung ist, dass eine hohe Dichte davon einen Reparaturvorgang anstösst.

Das Problem der Studienlage steckt im Verfahren selbst. Einfach oder doppelt geschleudert, mit oder ohne Aktivierung, zwei- bis achtfache Plättchenkonzentration, unterschiedliche Mengen und Abstände — „PRP“ ist kein festes Rezept, sondern eine Familie von Rezepten. Zusammenfassungen mehrerer Studien zeigen beim anlagebedingten Haarausfall mehr Haare je Quadratzentimeter als unter Scheinbehandlung; die Gruppen sind klein, die Streuung zwischen den Studien gross, und ein Teil der Arbeiten stammt von denen, die das Gerät verkaufen. Üblich sind drei Sitzungen im Monatsabstand und danach Auffrischungen alle drei bis sechs Monate. Bleibt die Auffrischung aus, lässt der Effekt nach.

Zur Sicherheit: Der Stoff ist das eigene Blut, eine Allergie darauf gibt es nicht. Was bleibt, ist der Eingriff — Schmerz beim Spritzen, Schwellung und Kopfschmerz für ein bis zwei Tage, und die Risiken jeder Nadel: Infektion, Bluterguss, in seltenen Fällen eine Verletzung von Nerv oder Gefäss. Entscheidend ist deshalb, wer es macht und wie sauber gearbeitet wird, nicht welches Gerät im Regal steht.

Hebel & Wege

studienbasiertZahlen und Zeiträume

Zehn bis dreissig Milliliter Blut je Sitzung, drei Sitzungen im Monatsabstand, danach alle drei bis sechs Monate. Sichtbar wird etwas frühestens nach drei bis sechs Monaten, weil ein Haarzyklus so lange braucht — nicht nach der ersten Sitzung.

studienbasiertVorher nach dem Rezept fragen

Konzentration, Volumen, Anzahl Sitzungen, Preis je Sitzung und Preis der Auffrischung. Wer das nicht sagen kann, vergleicht auch nicht mit den Studien, auf die er sich beruft.

studienbasiertErst die Ursache, dann das Verfahren

Eisenspeicher und Schilddrüse gehören vor die erste Sitzung, nicht danach. Liegt dort etwas, ändert das mehr — und beides zugleich zu beginnen macht hinterher unlesbar, was gewirkt hat.

Mögliche Beschwerden

studienbasiert„PRP“ sagt noch nicht, was gemacht wird

Zwei- bis achtfache Plättchenkonzentration, einmal oder zweimal geschleudert, aktiviert oder nicht — das sind verschiedene Behandlungen unter einem Namen. Wer vergleicht, sollte nach Konzentration, Menge und Anzahl der Sitzungen fragen, nicht nach dem Namen.

studienbasiertEin bis zwei Tage Schwellung und Kopfschmerz

Erwartet: Die Kopfhaut ist gespannt, druckempfindlich und leicht geschwollen; manche haben für einen Tag Kopfschmerzen. Was länger als eine Woche bleibt, was pocht oder eitert, gehört angesehen.

assoziiertWo es nicht gemacht wird

Bei zu wenigen Blutplättchen, bei Blutgerinnungsstörungen, unter blutverdünnenden Mitteln (je nach Mittel abzuwägen), bei einer Infektion an der Einstichstelle und bei aktiver Krebserkrankung im Behandlungsgebiet.

studienbasiertDer Effekt hört auf, wenn die Sitzungen aufhören

Es ist keine einmalige Sache. Drei Sitzungen, dann Auffrischung alle drei bis sechs Monate — wer das nicht weiterführt, ist nach einem Jahr wieder dort, wo er angefangen hat. Die Kosten laufen entsprechend weiter.