Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Keine Akne und keine Frage der Reinigung — die Gefässe im Gesicht reagieren übermässig.
Auch bekannt als: Kupferrose · Gesichtsröte
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Eine chronische Hauterkrankung der Gesichtsmitte — Wangen, Nase, Stirn, Kinn. Sie beginnt oft mit anfallsartiger Rötung, die zunächst kommt und geht und später bleibt; dazu sichtbare feine Äderchen, brennende oder stechende Empfindungen und in weiteren Stadien entzündliche Knötchen und Pusteln. Diese werden häufig mit Akne verwechselt — anders als bei Akne fehlen jedoch die Mitesser. Typische Auslöser sind Sonne, Hitze und Kälte, scharfes Essen, heisse Getränke, Alkohol und Stress; ein persönliches Auslöser-Tagebuch hilft mehr als jede allgemeine Liste. Wichtig für die Behandlung: konsequenter Sonnenschutz und milde Pflege. Die Erkrankung ist gut zu kontrollieren, wenn auch nicht heilbar. Sie hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
Rötung der Gesichtsmitte mit gelblich fettigen Schuppen an Nasenflügeln und Brauen spricht dafür, dass beides nebeneinander besteht — und beide werden unterschiedlich behandelt.
Sonne, Hitze, Kälte, Sport, Alkohol, scharfes Essen, heisse Getränke, Stress: Die Liste ist lang, aber persönlich kurz. Zwei Wochen notieren zeigt meist zwei oder drei eigene Auslöser.
Ultraviolettes Licht ist der am häufigsten genannte Auslöser überhaupt. Mineralische Filter mit Zink oder Titan werden von gereizter Haut meist besser vertragen als chemische.
Lauwarmes Wasser, milde Reinigung ohne Seife, weich abtupfen statt reiben, keine Peelings, kein Alkohol im Gesichtswasser, wenig Produkte. Weniger ist bei dieser Haut fast immer mehr.
Kurzfristig beruhigt sie, über Wochen angewendet kommt die Rötung meist stärker zurück, sobald man aufhört. Für die Dauerbehandlung gibt es eigene Mittel für dieses Krankheitsbild.
Brennen, Fremdkörpergefühl, gerötete Lidränder, verklebte Wimpern am Morgen: Bei vielen ist das Auge mitbetroffen, oft bevor die Haut auffällt. Warme Lidkompressen und Lidrandpflege sind hier der erste Schritt.
Ein kühles, feuchtes Tuch auf Wangen und Stirn verkürzt den Schub bei vielen. Nicht eiskalt und nicht lange — der Kältereiz selbst kann sonst zum Auslöser werden.
Metronidazol- und Ivermectin-Cremes senken die Entzündung und die Zahl der Milben; Brimonidin verengt die Gefässe für einige Stunden und wird danach oft röter als vorher. Die sichtbaren Äderchen bleiben — die behandelt der Laser. Die Veranlagung selbst wird nicht berührt.
Betroffen sind etwa fünf von hundert Erwachsenen, meist ab dreissig und mit hellem Hauttyp. Eine örtliche Behandlung wird nach acht bis zwölf Wochen beurteilt; die Rötung braucht länger als die Pusteln. Erweiterte Äderchen bilden sich nicht zurück und brauchen Laser oder Licht, meist zwei bis vier Sitzungen. Die häufigsten Auslöser sind Hitze, Sonne, Alkohol, scharfes Essen und Stress — bei jedem Menschen andere, weshalb ein Tagebuch über vier Wochen mehr bringt als eine allgemeine Liste.
Anfallsartiges Erröten von Wangen, Nase, Stirn und Kinn, ausgelöst durch Wärme, Sonne, Alkohol oder scharfes Essen. Über Jahre bleibt die Rötung zunehmend bestehen, mit sichtbaren feinen Äderchen.
Die Haut reagiert empfindlich auf Cremes, Sonnenschutz und Wasser mit Brennen. Jucken gehört eher nicht dazu — das unterscheidet das Bild von einem Ekzem.
Entzündliche rote Knötchen und Eiterbläschen in der Gesichtsmitte, aber keine Mitesser. Genau dieses Fehlen der Mitesser trennt das Bild von der Akne.
Brennen, Fremdkörpergefühl, gerötete Lidränder, verklebte Wimpern am Morgen, wiederkehrende Gerstenkörner. Bei einem Teil kommt das vor den Hautzeichen — und wird darum nicht zugeordnet.
Eine langsam knollig werdende, grossporige Nase entsteht durch Wucherung von Talgdrüsen und Bindegewebe. Sie hat nichts mit Alkohol zu tun — diese Zuschreibung belastet Betroffene oft mehr als die Haut selbst.
Eine Rötung über Wangen und Nase kann auch zu einer Autoimmunerkrankung gehören; ANA grenzt das ab.
Bei anfallsartiger Rötung mit Herzklopfen, Schwitzen und Gewichtsverlust wird die Schilddrüse angeschaut.
Haut und Schleimhaut erneuern sich schnell und brauchen dafür Zink. Bei schlecht heilenden Stellen, rissigen Mundwinkeln und häufigen Hautinfekten ist ein Mangel eine ernsthafte Möglichkeit.
Ohne Vitamin C entsteht kein stabiles Kollagen — die Wunde schliesst sich, hält aber schlechter. Bei sehr einseitiger Ernährung, Rauchen und Alkohol ist die Zufuhr oft knapper als angenommen.
Steuert die Verhornung der Haut. Zu wenig macht rau und trocken, zu viel über längere Zeit schadet Leber und Knochen — und in der Schwangerschaft gilt eine strenge Obergrenze.
Jede Heilung braucht Baustoff. Wer während einer Erkrankung wenig isst, verliert genau das — eine ausreichende Menge über den Tag verteilt gehört zur Behandlung.
30 mg elementares Zink am Tag über 3 Monate wurde in kleinen Studien untersucht, mit uneinheitlichem Ergebnis. Über 40 mg am Tag über Monate stört die Kupferaufnahme.
Für das trockene Auge bei Rosazea untersucht — 1–2 g EPA+DHA am Tag über 3–6 Monate. Auf die Rötung im Gesicht wirkt es nicht.
Hier in die andere Richtung: Niacin in der Nicotinsäure-Form löst einen Flush aus — Hitze und Rötung im Gesicht für 15–30 Minuten. Wer Rosazea hat, wählt die Nicotinamid-Form oder lässt es.
Die Wallungen der Wechseljahre und die Röte der Rosazea verstärken einander: Beide erweitern dieselben Gefässe im Gesicht. Deshalb wird die Erkrankung in dieser Lebensphase oft zum ersten Mal auffällig.
Cortisoncreme im Gesicht bessert Rosazea kurzfristig und verschlechtert sie danach deutlich — nach dem Absetzen kommt die Röte stärker zurück. Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt bei dieser Erkrankung.
In Befragungen stehen heisse Getränke, scharfe Speisen, Alkohol — besonders Rotwein — und Hitze an der Spitze. Bei jedem sind es andere; ein Tagebuch über 4 Wochen zeigt die eigenen.
Bei Rosazea findet sich häufiger eine Dünndarmfehlbesiedlung als im Durchschnitt. In kleinen Studien besserte deren Behandlung auch die Haut — der Zusammenhang ist beobachtet, nicht bewiesen.
Auslöser sind sehr persönlich — Alkohol, Schärfe und Hitze stehen am häufigsten auf der Liste.
Wird häufig empfohlen, reizt aber gerade die empfindliche Rosazea-Haut oft zusätzlich.