Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Meist viral und selbstheilend — Antibiotika helfen erst bei längerem oder schwerem Verlauf.
Auch bekannt als: Sinusitis · Stirnhöhlenentzündung · Kieferhöhlenentzündung
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Meist die Fortsetzung einer Erkältung: Die Schleimhäute schwellen, der Abfluss aus den Nebenhöhlen ist blockiert, und es entsteht ein dumpfer Druck über Stirn, Wangen oder Zähnen, der sich beim Vorbeugen verstärkt. Dazu behinderte Nasenatmung, vermindertes Riechvermögen und manchmal Kopfschmerzen. In den allermeisten Fällen ist die Ursache viral, nicht bakteriell — Antibiotika helfen dann nicht. Was hilft: Nasenspülungen mit Salzwasser, abschwellende Sprays für wenige Tage, Inhalationen, Geduld. Ärztlich abklären, wenn die Beschwerden über zehn Tage anhalten, nach anfänglicher Besserung wieder zunehmen, hohes Fieber besteht — oder wenn eine Schwellung oder Rötung am Auge auftritt, was dringlich ist.
Die wirksamste Einzelmassnahme und die einzige, die man beliebig oft anwenden kann. Sie spült Sekret heraus und hält die Ausgänge offen — mit körperwarmem Wasser und abgekochtem oder sterilem Wasser bei der Zubereitung.
Fast alle Nebenhöhlenentzündungen sind viral und brauchen kein Antibiotikum. Anders wird es, wenn die Beschwerden über zehn Tage anhalten, wenn es nach anfänglicher Besserung wieder schlechter wird, oder bei hohem Fieber mit einseitigem, starkem Schmerz.
Sie helfen in den ersten Tagen spürbar. Ab etwa einer Woche entsteht eine Gewöhnung: Die Nase schwillt beim Absetzen stärker an als vorher, und man kommt nur schwer wieder los.
Inhalieren macht das Sekret dünner, ein warmes Tuch auf Stirn und Wangen lindert den Druck. Beides heilt nicht schneller, aber es macht die Tage erträglich.
Schwellung oder Rötung um das Auge, Doppelbilder, ein steifer Nacken oder starke Stirnkopfschmerzen mit hohem Fieber sind die seltenen, aber ernsten Verläufe. Das gehört in die Notaufnahme, nicht in die Sprechstunde am nächsten Tag.
Die meisten Nebenhöhlenentzündungen sind viral — Antibiotika ändern daran nichts. Kortison-Nasensprays senken die Schwellung an den Ausgängen, Salzspülungen tragen ab, was sonst liegen bleibt. Beides braucht Tage, und beides wirkt am Abfluss, nicht am Erreger.
Neun von zehn Nebenhöhlenentzündungen sind viral und dauern etwa sieben bis zehn Tage. Erst wenn die Beschwerden über zehn Tage anhalten oder nach einer Besserung wieder schlimmer werden, wird eine bakterielle Beteiligung wahrscheinlich — das ist die Regel, nach der über Antibiotika entschieden wird.
Ein dumpfer Schmerz über Wange, Stirn oder hinter dem Auge, der beim Bücken, Treppensteigen oder Husten zunimmt — meist einseitig betont.
Eine Seite ist zu, der Geruchssinn fehlt, Sekret läuft hinten in den Hals und reizt dort nachts zum Husten.
Ein Verlauf, der nach fünf bis sieben Tagen besser war und dann wieder deutlich schlechter wird, spricht für eine bakterielle Beteiligung. Das ist aussagekräftiger als die Farbe des Sekrets.
Schwellung oder Rötung um das Auge, Doppelbilder, ein hervortretendes Auge, ein steifer Nacken, starke Kopfschmerzen mit Verwirrtheit: Das gehört sofort ins Spital.
Die Wurzeln der oberen Backenzähne reichen bis an die Kieferhöhle. Ist sie entzündet, tun mehrere Oberkieferzähne gleichzeitig weh — besonders beim Vornüberbeugen.
Bei der gewöhnlichen Form normal oder leicht erhöht — sie ist meist viral und braucht kein Antibiotikum. Deutlich erhöht zusammen mit hohem Fieber und einseitigem Schmerz ändert das Bild.
Bei immer wiederkehrender Verstopfung der Nase gehört die Allergie mitgedacht — sie ist die häufigste Ursache hinter dem Dauerbild.
Gehört dazu bei wiederholten Entzündungen in kurzer Folge, weil dann nach einer Schwäche der Abwehr gefragt wird.
Fieber, Schwitzen und schnellere Atmung erhöhen den Bedarf deutlich. Genug zu trinken hält den Schleim dünn und den Kreislauf stabil — bei Kindern und älteren Menschen ist es der wichtigste Punkt überhaupt.
Bei niedrigen Spiegeln treten Atemwegsinfekte etwas häufiger auf; der Ausgleich eines Mangels ist sinnvoll, eine hohe Einzeldosis im Infekt wirkt darauf nicht.
Wird für die Abwehrzellen gebraucht. Für Lutschtabletten bei der Erkältung gibt es Hinweise auf eine leicht verkürzte Dauer, wenn früh begonnen wird; über Monate hochdosiert senkt Zink das Kupfer.
Antikörper und Abwehrzellen sind Eiweiss. Bei mehreren Tagen mit wenig Appetit lohnt es sich, wenigstens die Eiweissmenge zu halten — Suppe mit Ei, Quark, Joghurt, Linsen.
Bei Schwellung der Schleimhaut untersucht — 500–1000 mg am Tag zwischen den Mahlzeiten über 1–2 Wochen; die Studien sind klein. Zusammen mit Blutverdünnern erhöht es die Blutungsneigung.
600 mg am Tag verflüssigt zähen Schleim; bei chronischer Nebenhöhlenentzündung ist das der untersuchte Ansatz. Die Nasenspülung mit Salzlösung hat für diese Beschwerden die besseren Zahlen.
Das enthaltene Menthol erzeugt ein Gefühl freier Nase, ohne die Schwellung zu ändern — gemessen bleibt der Luftstrom gleich. Bei Säuglingen und Kleinkindern gehört Menthol nicht ins Gesicht.
Bei Mangel klar sinnvoll und gut untersucht; für breitere Anwendungen gibt es weniger Daten. Fettlöslich — bei Hochdosis den Blutspiegel prüfen.
Cortison als Nasenspray ist bei der chronischen Form mit Polypen die Behandlung mit den besten Zahlen — es wirkt örtlich und wird kaum aufgenommen. Cortison als Tablette ist etwas anderes und bleibt kurzen Stössen vorbehalten.
Abschwellende Nasensprays wirken über die Verengung der Gefässe. Über eine Woche hinaus kehrt sich das um — die Schleimhaut schwillt stärker an als vorher, und man kommt schwer davon los.
Ausreichend Flüssigkeit hält den Schleim dünn. Scharfe Speisen lösen kurzfristig den Sekretfluss — das ist Linderung für Minuten bis Stunden, keine Behandlung der Entzündung.
Dampfinhalation ist die traditionelle Anwendung und wird gut vertragen.
Wird zusammen mit Schlüsselblume bei Nebenhöhlenbeschwerden verwendet.
Der klassische Schwitztee: 2 TL Blüten auf 250 ml, 10 Minuten, zwei bis drei Tassen am Tag. Er löst nichts auf — er macht die Sekrete dünner, solange genug getrunken wird.
Als Dampfinhalation über der Schüssel, 10 Minuten, Augen zu. Die Wärme und der Wasserdampf tun hier den grösseren Teil der Arbeit, das Kraut den kleineren.
Ebenfalls zur Inhalation gebräuchlich. Wer auf Korbblütler allergisch reagiert, lässt sie weg — Kamille, Schafgarbe, Arnika und Ringelblume gehören zur selben Familie.
Direkt neben dem Nasenflügel — der Punkt für verstopfte Nase und Nebenhöhlen.