Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Innere Hitze und Schwitzen können hormonell bedingt sein — messbar statt nur gefühlt.
Auch bekannt als: Hitzeintoleranz · Wärmeunverträglichkeit · „innere Hitze“ · Hitzeunverträglichkeit
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Ständiges Hitzegefühl, das andere nicht teilen — im Winter im T-Shirt, ab ~25–30 °C kaum auszuhalten, oft mit Schwitzen. Das ist ein Symptom, kein einzelnes Leiden: Entweder produziert der Körper zu viel Wärme oder er wird sie schlecht los. Die häufigste medizinisch wichtige Ursache ist eine Schilddrüsen-Überfunktion — darum als Erstes den TSH-Wert prüfen lassen. Verwandte Zustände mit ähnlichem Bild: Morbus Basedow, Testosteronmangel, Phäochromozytom, chronischer Stress/Angst, Diabetes-Neuropathie und Hyperhidrose.
Eine Überfunktion ist die häufigste Ursache, die man behandeln kann. TSH allein reicht als erster Schritt; ist es tief, folgen die freien Werte.
Morgens im Bett, vor dem Aufstehen. Ein Ruhepuls dauerhaft über neunzig zusammen mit Hitzegefühl weist in eine andere Richtung als Hitze allein.
Schilddrüsenhormon in zu hoher Dosis, bestimmte Mittel gegen Depression, Cortison, Amphetamine, auch jodhaltige Präparate und Kontrastmittel: Sie gehören alle auf die Liste, bevor weiter gesucht wird.
Anfallsartige Hitze mit Schweiss und nachfolgendem Frösteln, vor allem nachts, spricht eher für die Wechseljahre als für eine dauernde innere Hitze. Auch das ist behandelbar.
Handgelenke, Nacken, Fussgewölbe: dort liegen die Gefässe oberflächlich. Kühles Wasser dort wirkt schneller als kalte Getränke.
Wärmeunverträglichkeit mit Herzklopfen, Gewichtsverlust und feuchter Haut spricht für eine Überfunktion der Schilddrüse; der Grundumsatz kann dabei um dreissig bis sechzig Prozent steigen. In den Wechseljahren dauert eine Hitzewallung ein bis fünf Minuten und tritt bei einem Teil bis zu zehnmal täglich auf; die Phase erstreckt sich im Mittel über sieben Jahre. Medikamente wie SSRI, Tamoxifen und Opioide sind eine häufige und leicht übersehene Ursache.
Bei einer Überfunktion der Schilddrüse wirken Betablocker sofort auf Herzklopfen, Zittern und Unruhe, während die Thyreostatika zwei bis sechs Wochen brauchen — deshalb werden am Anfang oft beide gegeben. In den Wechseljahren wirken Hormone am stärksten; SSRI und SNRI in niedriger Dosis wirken innert ein bis zwei Wochen und senken die Wallungen um etwa die Hälfte. Was kein Mittel ersetzt: Schichten statt einem dicken Kleidungsstück und kühle Getränke in kleinen Mengen.
Das klassische Muster der Überfunktion — je mehr davon zusammen auftreten, desto dringender abklären lassen.
Wichtigster erster Test — bei Überfunktion supprimiert (tief). Fast immer der Schlüssel.
Baustein der Schilddrüsenhormone — bei Verdacht auf Überfunktion NICHT eigenmächtig supplementieren, Jod kann sie anheizen.
Kann bei Basedow-Orbitopathie helfen — jodhaltige „Schilddrüsen-Booster“ dagegen meiden.
Treibt den Grundumsatz und damit die Wärmeproduktion — der zentrale Hebel bei „innerer Hitze“.
Schilddrüsenhormon macht den Körper adrenalin-empfindlicher: Schwitzen, Herzrasen, Zittern, Hitzegefühl.
Chronischer Stress und hoher Sympathikotonus können Hitze und Schwitzen mitverstärken.
Sinkende Sexualhormone lösen Hitzewallungen aus — bei Frauen in den Wechseljahren, bei Männern bei Testosteronmangel.
Bei Verdacht auf Überfunktion grosse Jodmengen (v. a. Algen) meiden, bis die Schilddrüse geklärt ist.
Bei Überfunktion der Schilddrüse steigt der Grundumsatz um 20–40 % — die innere Hitze hat dann eine messbare Ursache. Vorher gehört der TSH-Wert bestimmt, nicht die Ernährung geändert.
Hinterlegte Werte: 174 · 285 · 396 · 417 · 432 · 3470 · 6390 Hz