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Bruxismus
Die Schiene schützt die Zähne, nicht den Grund — Anspannung, Schlaf und Atmung gehören mit angesehen.
Auch bekannt als: Zähneknirschen · Knirschen · Bruxismus · Kiefer pressen · Zähne zusammenbeissen · Kiefergelenk knackt · verspannter Kiefer · Aufbissschiene
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Knirschen und Pressen sind zwei Seiten derselben Sache und passieren meist unbemerkt — nachts im Schlaf oder tagsüber in Konzentration, am Bildschirm, im Stau. Bemerkt wird nicht die Bewegung, sondern die Rechnung dafür: ein müder, verspannter Kiefer am Morgen, Kopfschmerz an den Schläfen, empfindliche Zähne, Knacken im Kiefergelenk, manchmal Ohrendruck oder Nackenverspannung. Zahnärztlich sieht man abgeflachte Kauflächen und feine Schmelzrisse. Der wichtigste Antrieb ist Anspannung — Stress, Sorgen, Termindruck. Daneben spielen Schlaf und Atmung eine grosse Rolle: Knirschen tritt gehäuft mit Schnarchen und Atemaussetzern auf, und dann ist die Schiene allein nicht die ganze Antwort. Alkohol, Koffein, Nikotin und manche Medikamente verstärken es. Auch eine Bissveränderung nach einer neuen Füllung oder Krone kann der Auslöser sein. Eine Schiene schützt zuverlässig die Zähne — sie stellt das Knirschen aber nicht ab. Deshalb lohnt es sich, gleichzeitig den Grund anzusehen.
Knirschen schädigt zuerst die Zähne. Kommen Schmerzen vor dem Ohr, Verspannung der Kaumuskeln oder eine eingeschränkte Mundöffnung dazu, geht es um das Kiefergelenk — und dann hilft mehr als eine Schiene.
Sie schützt Schmelz und Kiefergelenk zuverlässig; angepasst hält sie deutlich länger als eine fertige aus dem Handel.
Die Ruhelage ist: Lippen zu, Zähne leicht auseinander, Zunge am Gaumen. Ein Zettel am Bildschirm erinnert daran.
Warmer Lappen auf den Kaumuskel, langsames Öffnen und Schliessen — nimmt die Spannung vor der Nacht.
Beide machen den Schlaf unruhiger und das Knirschen häufiger.
Wärmflasche, Kirschkernkissen oder ein warmes Bad, 20 bis 30 Minuten, mehrmals täglich — und danach bewegen, nicht liegen bleiben.
Vier Sekunden einatmen, sechs bis acht Sekunden ausatmen, fünf Minuten lang — im Sitzen oder Liegen.
Eine Schiene verhindert das Knirschen nicht — sie schützt die Zähne vor dem Abrieb und verteilt die Kraft. Das ist ihr Zweck, und mehr soll sie nicht leisten. Botulinumtoxin in den Kaumuskel senkt die Kraft für drei bis sechs Monate und wird bei starken Beschwerden eingesetzt. Was das Knirschen selbst betrifft, gibt es kein Mittel; Alkohol, Nikotin, Koffein und bestimmte Antidepressiva verstärken es messbar, Stress ebenfalls.
Etwa acht bis dreissig von hundert Erwachsenen knirschen nachts, tagsüber pressen deutlich mehr. Beim Kauen wirken normalerweise etwa zwanzig bis dreissig Kilogramm Kraft; beim nächtlichen Knirschen können es das Zwei- bis Dreifache sein, weil die schützende Rückmeldung im Schlaf fehlt. Der Schmelz ist etwa zweieinhalb Millimeter dick und wächst nicht nach. Eine Schiene hält je nach Kraft ein bis drei Jahre — ihr Abrieb zeigt, was sonst die Zähne getroffen hätte.
Im Ruhezustand berühren sie sich normalerweise nicht. Zunge an den Gaumen, Zähne auseinander. Nächtliches Knirschen lässt sich damit nicht abtrainieren, tagsüber schon.
Der typischste Hinweis auf nächtliches Knirschen — man selbst hört es nie.
Der Schläfenmuskel ist ein Kaumuskel — er meldet sich nach einer Nacht Arbeit.
Diese Kombination ist häufig und ändert das Vorgehen — der Schlaf gehört mit untersucht.
Ein zu hoher Kontakt reicht — das lässt sich in wenigen Minuten korrigieren.
Sorgt dafür, dass sich der Muskel nach der Anspannung wieder löst. Ein Mangel begünstigt Krämpfe, Zucken und innere Unruhe — und der Blutwert bildet den Speicher nur schlecht ab.
Bestimmt die Erregbarkeit von Muskel und Nerv. Ein tiefer Wert macht Schwäche und Krämpfe, ein hoher ist gefährlich für den Herzrhythmus — hier wird gemessen und nicht geschätzt.
Löst die Anspannung im Muskel überhaupt erst aus. Ein tiefer Wert macht Kribbeln um den Mund und in den Fingern und Verkrampfungen der Hände.
Bei starkem Schwitzen geht beides zusammen verloren. Nur Wasser nachzutrinken verdünnt das Natrium zusätzlich — bei langer Belastung gehört Salz dazu.
Wird oft empfohlen, untersucht ist es beim Knirschen kaum. 200–400 mg abends über 4 Wochen ist der übliche Versuch; die Schiene beim Zahnarzt schützt die Zähne, das Präparat tut das nicht.
Koffein, Nikotin und Alkohol am Abend sind in Untersuchungen mit mehr nächtlicher Kaumuskelaktivität verbunden — die letzte Tasse am Nachmittag gehört mit ins Bild.
In Untersuchungen war nächtliches Knirschen mit höheren Cortisolwerten am Abend verbunden. Das erklärt es nicht vollständig — aber es erklärt, warum es in belastenden Zeiten zunimmt.
Das Knirschen tritt gehäuft in den Aufwachreaktionen des Schlafs auf — kurzen Weckmomenten, die man nicht bemerkt. Koffein, Nikotin und Alkohol am Abend häufen genau diese Momente.
Beide sind in Untersuchungen mit häufigerem nächtlichem Knirschen verbunden — Alkohol etwa im doppelten Ausmass. Die letzten Stunden vor dem Schlafen zählen.
Entspannungsverfahren am Abend senken die nächtliche Muskelaktivität in Studien.
Wird traditionell zur Muskelentspannung genommen; kontrollierte Studien dazu fehlen weitgehend.