Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Ein Ungleichgewicht der Scheidenflora, keine Infektion im klassischen Sinn — und gut behandelbar.
Auch bekannt als: gestörte Scheidenflora · Aminkolpitis
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Verschiebung der Scheidenflora (zu wenig Milchsäurebakterien) — dünner, gräulicher Ausfluss mit fischigem Geruch, oft ohne starkes Jucken. Kein klassischer „Pilz“, sondern ein bakterielles Ungleichgewicht. Behandelbar mit Antibiotika; neigt zu Rückfällen. Bei Beschwerden ärztlich abklären (auch zur Abgrenzung von Geschlechtskrankheiten).
Intimspülungen und Seife entfernen genau die Milchsäurebakterien, die das Milieu sauer halten — und sind damit eine der häufigsten Ursachen. Klares Wasser aussen genügt.
Dünn, grau und fischig riechend ist die Bakterienverschiebung; krümelig, weiss und geruchlos mit starkem Juckreiz ist der Pilz. Ein Pilzmittel hilft hier nicht, und umgekehrt genauso wenig.
Ausserhalb der Schwangerschaft ist es vor allem lästig. In der Schwangerschaft wird auch ohne starke Beschwerden behandelt, weil es mit einer Frühgeburt zusammenhängen kann.
Rückfälle sind häufig. Dann lohnt der Blick auf Zwischenzeiten mit Kondom, auf Rauchen, auf Spülungen und auf eine längere, ausschleichende Behandlung — nicht auf immer neue kurze Kuren.
Beide riechen ähnlich und werden leicht verwechselt. Beim einen wird der Partner mitbehandelt, beim anderen nicht — deshalb lohnt der Abstrich vor der Behandlung.
Metronidazol und Clindamycin senken die Zahl der Anaerobier — sie bringen die Milchsäurebakterien nicht zurück, und genau deshalb kommt es bei etwa der Hälfte innert sechs bis zwölf Monaten wieder. Ein Pilzmittel wirkt hier nicht; die Verwechslung ist häufig, weil beides juckt. Was den Rückfall senkt: keine Scheidenspülungen, milde Reinigung nur aussen, und bei häufiger Wiederkehr eine längere, seltenere Anwendung über Monate.
Sie ist die häufigste Ursache für veränderten Ausfluss bei Frauen im gebärfähigen Alter; etwa jede dritte ist zeitweise betroffen. Der pH-Wert steigt über 4,5 — das ist der einfachste Unterscheidungspunkt zum Pilz, bei dem er normal bleibt. Nach der Behandlung kommt es bei etwa der Hälfte innert sechs bis zwölf Monaten zurück, weil die Milchsäurebakterien nicht mit zurückkehren. In der Schwangerschaft wird sie behandelt, weil sie mit Frühgeburt zusammenhängt.
Ein fischartiger Geruch, der nach dem Geschlechtsverkehr oder während der Blutung deutlicher wird. Das ist das kennzeichnendste Merkmal und der häufigste Grund, warum jemand kommt.
Vermehrter, homogener, dünnflüssiger Ausfluss, der die Wände gleichmässig überzieht — meist ohne Rötung, ohne Juckreiz und ohne Schmerz.
Beim Pilz steht der Juckreiz im Vordergrund, der Ausfluss ist weiss und krümelig, die Haut ist gerötet, ein Geruch fehlt. Hier ist es umgekehrt — und die Behandlung ist eine andere.
Spülungen und Seife in der Scheide, häufiger Partnerwechsel, Rauchen, eine Spirale, Antibiotika. Es ist keine Geschlechtskrankheit, aber der Zusammenhang mit der Flora ist eng — und Rückfälle sind häufig.
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird bei wiederkehrender Vaginose häufiger beobachtet.
Fieber, Schwitzen und schnellere Atmung erhöhen den Bedarf deutlich. Genug zu trinken hält den Schleim dünn und den Kreislauf stabil — bei Kindern und älteren Menschen ist es der wichtigste Punkt überhaupt.
Bei niedrigen Spiegeln treten Atemwegsinfekte etwas häufiger auf; der Ausgleich eines Mangels ist sinnvoll, eine hohe Einzeldosis im Infekt wirkt darauf nicht.
Wird für die Abwehrzellen gebraucht. Für Lutschtabletten bei der Erkältung gibt es Hinweise auf eine leicht verkürzte Dauer, wenn früh begonnen wird; über Monate hochdosiert senkt Zink das Kupfer.
Antikörper und Abwehrzellen sind Eiweiss. Bei mehreren Tagen mit wenig Appetit lohnt es sich, wenigstens die Eiweissmenge zu halten — Suppe mit Ei, Quark, Joghurt, Linsen.
Bei Mangel klar sinnvoll und gut untersucht; für breitere Anwendungen gibt es weniger Daten. Fettlöslich — bei Hochdosis den Blutspiegel prüfen.
Östrogen erhält die saure Scheidenflora. Fällt es — nach der Geburt, im Wochenbett, nach den Wechseljahren — steigt der pH, und die Bakterien verschieben sich. Der Zeitpunkt sagt hier mehr als jeder Abstrich.
Viele bemerken die Beschwerden regelmässig kurz vor oder während der Regel: Blut hebt den pH an. Ein Zyklusprotokoll über drei Monate zeigt das Muster deutlicher als eine Momentaufnahme.
Behandelt wird mit Antibiotika. Für Ernährungsmassnahmen gibt es kaum Daten; einzelne Studien fanden bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel häufigere Rückfälle. Rauchen ist der besser belegte Faktor.
Zur Rückfallvorbeugung nach der Antibiotikabehandlung untersucht, mit uneinheitlichen Ergebnissen. Die Rückfallquote ist hoch — das ist der Grund, warum hier so viel probiert wird.