Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Meist viral und selbstheilend — Antibiotika-Tropfen sind selten nötig.
Auch bekannt als: Konjunktivitis · rotes Auge
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Entzündung der Bindehaut — rotes, tränendes, juckendes oder verklebtes Auge. Ursachen: viral (häufig, sehr ansteckend), bakteriell (eitrig), allergisch oder Reizung. Meist harmlos und selbstlimitierend; bei starken Schmerzen, Sehverschlechterung, Lichtscheu oder einseitig eitrigem Auge ärztlich abklären. Gute Handhygiene und eigenes Handtuch bremsen die Ansteckung.
Ein umschriebenes, druckschmerzhaftes Knötchen genau an der Lidkante ist kein Bindehautproblem. Es heilt mit feuchter Wärme ab — und wird nicht ausgedrückt.
Starker Schmerz, Sehverschlechterung, ausgeprägte Lichtscheu, einseitig und eng gestellte Pupille: Das ist keine gewöhnliche Bindehautentzündung und gehört gleichentags zur Augenärztin.
Die virale Form ist über Tage sehr ansteckend, vor allem über die Hände. Handtuch und Kissenbezug trennen, oft die Hände waschen, das Auge nicht reiben.
Ein rotes Auge mit Linse ist bis zum Beweis des Gegenteils eine Sache für die Augenärztin: Die Hornhautinfektion unter der Linse verläuft schnell. Die alte Linse und den Behälter ersetzen.
Jucken beidseits mit klarem, wässrigem Tränen spricht für eine Allergie; gelbliches Sekret mit verklebten Lidern am Morgen eher für Bakterien; ein wässriges Auge nach einer Erkältung für eine virale Form. Diese drei Wege werden unterschiedlich behandelt.
Kortisonhaltige Augentropfen aus der Hausapotheke können bei einer Herpesinfektion der Hornhaut grossen Schaden anrichten. Sie gehören nur nach Untersuchung ins Auge.
Die virale Form dauert ein bis zwei Wochen, ist hoch ansteckend und braucht kein Antibiotikum. Die bakterielle Form heilt bei etwa sechs von zehn Menschen auch ohne Tropfen innert einer Woche; Tropfen verkürzen es um ein bis zwei Tage. Verklebte Lider am Morgen sprechen eher für Bakterien, wässriges Tränen mit Halsweh eher für Viren. Ansteckend bleibt die virale Form bis etwa zwei Wochen.
Antibiotische Tropfen wirken nur gegen Bakterien — bei der viralen Form, die den grösseren Teil ausmacht, ändern sie nichts und reizen das Auge zusätzlich. Auch bei der bakteriellen Form heilen etwa sechs von zehn Menschen innert einer Woche ohne Tropfen; die Tropfen verkürzen es um ein bis zwei Tage. Cortison-Tropfen gehören in ärztliche Hand: Bei einem Herpes am Auge verschlimmern sie den Verlauf erheblich.
Einen Beutel Schwarztee mit heissem Wasser übergiessen, ziehen lassen, herausnehmen und auf lauwarm abkühlen lassen — nie heiss auflegen.
Das virale Bild: erst ein Auge, nach ein bis zwei Tagen das zweite, wässriges Tränen, ein geschwollener Lymphknoten vor dem Ohr. Es ist sehr ansteckend und dauert ein bis zwei Wochen.
Das bakterielle Bild: dickes, gelbliches Sekret, das über den Tag nachläuft, und Lider, die morgens zusammenkleben. Auch das heilt bei vielen von selbst.
Das allergische Bild: starkes Jucken, geschwollene Lider, klares Tränen, dazu Niesen und eine laufende Nase — und es kommt jedes Jahr um dieselbe Zeit.
Starker Schmerz statt Kratzen, schlechteres Sehen, ausgeprägte Lichtscheu, eine tiefe Rötung direkt um die Iris, eine ungleiche Pupille. Dann geht es um Hornhaut oder Regenbogenhaut — und das ist dringend.
Beide Augen, starkes Jucken, wässriges Sekret und dazu die Nase: Das ist die allergische Form. Sie wird anders behandelt als die infektiöse.
Bei der gewöhnlichen Form nicht nötig. Er gehört dazu, wenn das Lid geschwollen und heiss ist und Fieber besteht — dann geht es um die Augenhöhle und nicht um die Bindehaut.
Diese beiden Farbstoffe reichern sich genau in der Stelle des schärfsten Sehens an und filtern dort kurzwelliges Licht. Grünkohl, Spinat, Mangold, Broccoli und Eigelb sind die Quellen.
Die Netzhaut enthält besonders viel Zink; es wird für die Umwandlung von Licht in ein Signal gebraucht. Hohe Dosen über Monate senken allerdings das Kupfer — deshalb wird beides zusammen betrachtet.
Die Aussenglieder der Sehzellen bestehen zu einem grossen Teil aus einer langkettigen Omega-3-Fettsäure, und der Tränenfilm braucht sie ebenfalls.
Der Sehfarbstoff wird aus Vitamin A gebaut. Ein Mangel zeigt sich zuerst als schlechtes Sehen in der Dämmerung und als trockene Augenoberfläche.
Die weitaus häufigste Form geht von selbst zurück, in etwa ein bis zwei Wochen. Was hilft, ist kühl, feucht, sauber — und getrennte Handtücher, weil sie leicht weitergegeben wird. Kein Präparat verkürzt diesen Verlauf.
Beliebt, und genau hier liegt die Schwierigkeit: Kamille gehört zu den Korbblütlern, und die Bindehaut reagiert darauf bei Beifuss- oder Kamillenallergie besonders leicht. Ausgerechnet am gereizten Auge ist Kamille darum keine gute Wahl — abgekochtes Wasser, kühl, tut dasselbe ohne dieses Risiko.
Wird bei allem Entzündlichen empfohlen. Auf die Bindehaut wirkt weder das eine noch das andere in einer Menge, die man merkt — der Verlauf richtet sich danach, ob es eine Reizung, eine Allergie oder ein Keim ist, und diese drei brauchen drei verschiedene Antworten.
Effekte auf Entzündung und Triglyzeride belegt; die Herz-Kreislauf-Vorbeugung ist gemischt. Auf Qualität und Frische achten.
Ein rotes, tränendes Auge mit Druckgefühl, das nicht abklingt, kann von der Schilddrüse kommen und nicht von einer Entzündung. Bei der Augenbeteiligung des Morbus Basedow ist die Bindehaut über Wochen gereizt.
Cortisonhaltige Augentropfen gehören nicht in die Selbstbehandlung: Bei einer Herpesinfektion des Auges verschlimmern sie den Verlauf, und über Wochen heben sie den Augendruck. Beides ist nicht sichtbar, bis es zu spät ist.
Behandelt wird nach Ursache — Virus, Bakterien oder Allergie. Bei der allergischen Form kann histaminreiche Kost in der Pollenzeit die Beschwerden mitverstärken.
Augentrost und warme Kompressen sind die traditionelle Anwendung bei gereizten Augen.
Kamillenumschläge werden viel empfohlen — am Auge reizen sie jedoch häufig und können allergisch wirken.
Traditionelle Augenpflanze; als Umschlag, nie als Tropfen, und nie bei eitriger Entzündung.
Ebenfalls als Warnung: Teebaumöl wird bei Lidrandmilben in verdünnten Fertigprodukten vom Augenarzt eingesetzt — selbst gemischt gehört es nicht ans Auge. Die Hornhaut verzeiht das nicht.