Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Die Entzündung bleibt auf den Dickdarm begrenzt — sie verläuft in Schüben und ist heute gut zu kontrollieren.
Auch bekannt als: chronisch entzündliche Darmerkrankung · CED
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Eine chronische Entzündung der Dickdarmschleimhaut, die immer im Enddarm beginnt und sich zusammenhängend nach oben ausbreitet — das unterscheidet sie vom Morbus Crohn, der den ganzen Verdauungstrakt fleckförmig befallen kann. Typisch sind blutig-schleimige Durchfälle, oft mit Drang und Krämpfen, in Schüben über Wochen, dazwischen beschwerdefreie Phasen. Begleitend können Gelenkschmerzen, Augen- und Hautbeteiligung auftreten. Diagnose per Darmspiegelung mit Gewebeproben. Behandelt wird entzündungshemmend, mit dem Ziel möglichst langer Ruhephasen. Die Erkrankung erhöht langfristig das Darmkrebsrisiko, weshalb regelmässige Kontrollen empfohlen werden.
Der Crohn befällt den Darm abschnittsweise und durch alle Wandschichten, kann überall vom Mund bis zum After auftreten und macht Engstellen und Fisteln. Blut im Stuhl gehört eher zur Colitis. Die Unterscheidung bestimmt die Behandlung.
Verschiedene Pflanzen (Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn) füttern ein breites Mikrobiom.
Kann die Vielfalt fördern und liefert lebende Kulturen.
Wer je in den Tropen oder Subtropen gelebt hat, kann jahrzehntelang unbemerkt einen Zwergfadenwurm tragen. Unter Cortison oder einer Behandlung mit Antikörpern kann er sich massiv vermehren. Deshalb gehört diese Frage vor den Behandlungsbeginn — geprüft wird mit Antikörpern im Blut und den Eosinophilen.
Eine Amöbenruhr sieht im Darm einer Colitis sehr ähnlich. Weil Kortison sie verschlimmert, wird bei einer Reise in den Tropen in der Vorgeschichte zuerst danach gesucht.
Schleimiger, blutiger Stuhl mit ständigem Stuhldrang kann auch von einem starken Wurmbefall kommen. Bei Kindern aus warmen Ländern gehört die Stuhlprobe vor die Diagnose.
Ein Fadenwurm kann Jahrzehnte still im Darm bleiben und unter Kortison, Biologika oder anderer Immunsuppression Lunge und Blutbahn überschwemmen. Wer je in den Tropen oder Subtropen barfuss unterwegs war, wird vorher mit einem Bluttest gesucht — einmal Aufwand, und er verhindert den schwersten Verlauf, den dieser Wurm hat.
Mesalazin wirkt örtlich auf die Schleimhaut, Kortison im Schub, Biologika halten die Ruhe. Das Ziel ist die abgeheilte Schleimhaut, weil sie das Rückfallrisiko und die Langzeitfolgen bestimmt — nicht das Gefühl allein.
Etwa zwei bis drei von tausend Menschen sind betroffen. Anders als beim Morbus Crohn beginnt sie immer im Enddarm und breitet sich von dort nach oben aus — das macht sie in der Spiegelung gut abgrenzbar. Nach acht bis zehn Jahren Krankheitsdauer beginnt die regelmässige Kontrolle der Schleimhaut.
Das Leitzeichen: sichtbares Blut, dem Stuhl beigemengt, oft mit Schleim, über Wochen. Anders als bei Hämorrhoiden hört es nicht nach ein paar Tagen auf.
Ein ständiger, schmerzhafter Stuhldrang, bei dem nur wenig Schleim und Blut abgeht, dazu nächtlicher Durchfall, der aus dem Schlaf weckt. Beides spricht gegen einen reinen Reizdarm.
Die Entzündung geht immer vom Enddarm aus und breitet sich zusammenhängend nach oben aus — ohne gesunde Abschnitte dazwischen. Genau darin unterscheidet sie sich vom Morbus Crohn.
Gelenkschmerzen, ein rotes schmerzendes Auge, schmerzhafte rote Knoten an den Schienbeinen, Aphten im Mund oder auffällige Leberwerte. Sie können der Darmentzündung vorausgehen.
Mehr als sechs blutige Stühle am Tag, Fieber, Herzrasen, ein aufgetriebener und druckempfindlicher Bauch. Ein schwerer Schub gehört ins Spital und nicht in die nächste Sprechstunde.
Der wichtigste einzelne Hinweis auf Würmer im Blut. Erhöht sind sie bei Würmern, die durch Gewebe wandern — nicht bei Giardien, Madenwürmern und Amöben, die im Darm bleiben. Ein normaler Wert schliesst deshalb nichts aus.
Wird ganz am Ende des Dünndarms aufgenommen und braucht dafür einen Helfer aus dem Magen. Ist einer der beiden Orte betroffen, entsteht ein Mangel — oft erst nach Jahren, weil die Leber einen Vorrat hat.
Bei chronisch entzündlichen und autoimmunen Bildern sind niedrige Spiegel häufig — teils, weil die Erkrankung selbst den Spiegel senkt, teils weil weniger nach draussen gegangen wird. Ob der Ausgleich den Verlauf verändert, wird untersucht; für Knochen und Muskeln lohnt er sich unabhängig davon.
Wird im oberen Dünndarm aufgenommen und braucht Magensäure. Säureblocker, eine entzündete Schleimhaut und stille Blutverluste kommen hier oft zusammen.
Aus ihnen entstehen Botenstoffe, die Entzündungsreaktionen eher beenden als anheizen. Fetter Seefisch zweimal die Woche ist der einfachste Weg; Kapseln sind eine Möglichkeit, ersetzen aber keine Behandlung.
Wird für die Steuerung der Abwehr und für die Heilung von Gewebe gebraucht. Ein Mangel ist bei chronischem Durchfall, wenig Fleisch und Hülsenfrüchten sowie unter Cortison häufiger.
Eine Hefe, kein Bakterium — deshalb wirkt sie auch unter Antibiotika. Bei Colitis ist die Datenlage schwächer als bei Antibiotika-Durchfall. Bei stark geschwächter Abwehr wird davon abgeraten.
Blutverluste zehren am Speicher. Eisen als Tablette reizt den entzündeten Darm zusätzlich und wird oft schlecht vertragen — bei starkem Mangel ist die Infusion der ruhigere Weg. Das entscheidet die behandelnde Stelle.
Bei Mangel — vegan, Ältere, bestimmte Medikamente — klar sinnvoll und gut belegt. Ohne Mangel kein Energieschub.
Bei Mangel klar sinnvoll und gut untersucht; für breitere Anwendungen gibt es weniger Daten. Fettlöslich — bei Hochdosis den Blutspiegel prüfen.
Effekte auf Entzündung und Triglyzeride belegt; die Herz-Kreislauf-Vorbeugung ist gemischt. Auf Qualität und Frische achten.
Cortison bringt den Schub zum Stillstand, hält ihn aber nicht fern — dafür sind andere Medikamente da. Wer über Monate nicht davon wegkommt, braucht keine höhere Dosis, sondern eine andere Behandlung.
Wiederholte Cortisonstösse und die Entzündung selbst kosten Knochen. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist die Osteoporose deshalb häufig und wird zu selten gesucht.
Viele Frauen berichten eine Verschlechterung um die Regel. Das ist beschrieben und wird selten ernst genommen — ein Symptomkalender über drei Zyklen macht daraus eine Beobachtung statt eines Gefühls.
Im Schub werden grobe Ballaststoffe oft schlecht vertragen, in der Ruhephase sind sie erwünscht. Es gibt keine Colitis-Diät, die für alle passt — geführt wird nach Verträglichkeit, am besten mit Ernährungstagebuch über 2–4 Wochen.
Blutverluste und Kortisontherapie zehren an allen dreien. Gemessen wird, nicht geschätzt; Ferritin unter 30 gilt als Mangel, auch wenn das Blutbild noch normal aussieht.
Eine bestimmte Mischung ist bei dieser Erkrankung besser untersucht als bei den meisten anderen Darmthemen.