Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Erst Wasser, dann Medikamente, dann Schilddrüse — bevor man sich selbst die Schuld gibt.
Auch bekannt als: Gewichtszunahme · zunehmen · schwerer geworden · Waage steigt · Bauch wird dicker · Gewicht steigt ohne Grund
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Wer zunimmt, ohne mehr zu essen, sucht meist zuerst den Fehler bei sich — und übersieht dabei drei sehr häufige Erklärungen. Die erste ist Wasser: Ein paar Kilo in wenigen Tagen sind fast nie Fett, sondern Flüssigkeit, etwa bei salzreichem Essen, vor der Regel, in der Wärme, bei einer Herz- oder Nierenschwäche oder unter bestimmten Medikamenten. Die zweite sind Medikamente selbst: Kortison, mehrere Mittel gegen Depression und Psychosen, einige Blutdruck- und Diabetesmedikamente sowie hormonelle Verhütung sind bekannt dafür, und der zeitliche Zusammenhang zeigt es meist deutlich. Die dritte ist eine träge Schilddrüse, oft zusammen mit Müdigkeit, Frieren und trockener Haut. Dazu kommen weniger Bewegung im Alltag, weniger Schlaf, mehr Stress und — mit den Jahren — weniger Muskelmasse, die im Ruhezustand weniger verbraucht. Bei Frauen verschiebt sich in den Übergangsjahren die Verteilung Richtung Bauch, auch ohne Zunahme auf der Waage. Rasche Zunahme mit dicken Beinen, Atemnot oder Bauchumfangzunahme gehört ärztlich angesehen.
Dieselbe Waage, morgens, nüchtern. Tägliches Wiegen misst vor allem Wasser.
Er zeigt Veränderungen, die die Waage nicht sieht.
Fällt der Beginn mit der Zunahme zusammen, ist das ein Gesprächspunkt, kein Verdacht.
Zweimal pro Woche Kraft: Muskelmasse verbraucht auch in Ruhe und hält den Umsatz oben.
Ein Kilogramm Körperfett entspricht etwa 7000 Kilokalorien — deshalb bedeutet eine Zunahme von fünf Kilo im Jahr im Mittel etwa hundert Kilokalorien zu viel pro Tag, was einer Handvoll Nüssen entspricht. Wasser statt Fett zeigt sich an einer schnellen Zunahme: mehr als zwei Kilo in wenigen Tagen ist fast immer Wasser. Medikamente sind ein häufiger und leicht übersehener Grund: einige Antidepressiva, Cortison, Insulin, bestimmte Blutdruck- und Migränemittel.
GLP-1-Mittel dämpfen den Hunger und verlangsamen die Magenentleerung — sie wirken, solange sie genommen werden; nach dem Absetzen kehrt ein grosser Teil des Gewichts über ein Jahr zurück, weil sich der Appetit wieder einstellt. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse bringt das Hormon meist nur wenige Kilo zurück, weil selten mehr als das darauf zurückgeht. Was am häufigsten übersehen wird, ist die Medikamentenliste: einige Antidepressiva, Cortison, Insulin, bestimmte Blutdruck- und Migränemittel.
Das ist Wasser, nicht Fett — Fett braucht Wochen.
Kortison, manche Psychopharmaka, einige Blutdruck- und Diabetesmittel, hormonelle Verhütung.
Das Bild der trägen Schilddrüse — ein einziger Wert klärt es weitgehend.
Eine Verschiebung der Verteilung, typisch in den Übergangsjahren.
Eine Unterfunktion erklärt Zunahme zusammen mit Frieren und Müdigkeit.
Niedrige Werte sind bei erhöhtem Körpergewicht häufig, weil das Vitamin im Fettgewebe gebunden wird. Der Ausgleich ist sinnvoll; als Mittel zum Abnehmen gibt es dazu keine Studien.
Beteiligt an der Wirkung des Insulins in der Zelle. Bei schlecht eingestelltem Zucker geht es über den Urin verloren — ein Kreis, der sich schliessen lässt.
Metformin senkt die Aufnahme über Jahre messbar. Bei Kribbeln in den Füssen unter dieser Behandlung gehört B12 geprüft, bevor es der Nervenschädigung durch den Zucker zugeschrieben wird.
Sie verlangsamen die Aufnahme von Zucker aus der Mahlzeit und sättigen länger. Hülsenfrüchte, Hafer, Gemüse und Vollkorn wirken dabei anders als ein Pulver aus der Dose.
Bei Jodmangel arbeitet die Schilddrüse langsamer, und das Gewicht steigt mit. In der Schweiz deckt jodiertes Salz den Bedarf meist — und bei Hashimoto kann zusätzliches Jod die Entzündung anfachen. Erst messen, dann entscheiden.
Wird seit einiger Zeit als pflanzliche Alternative beworben. In Studien mit 500 mg zwei- bis dreimal täglich sinken Nüchternzucker und Blutfette; beim Gewicht sind die Unterschiede klein. Es greift in dieselben Leberenzyme ein wie viele Medikamente.
Bei Mangel klar sinnvoll und gut untersucht; für breitere Anwendungen gibt es weniger Daten. Fettlöslich — bei Hochdosis den Blutspiegel prüfen.
Bei Mangel wirksam; Effekte auf Schlaf und Stress plausibel, aber moderat. Zu viel führt zu weichem Stuhl.
Bei Mangel — vegan, Ältere, bestimmte Medikamente — klar sinnvoll und gut belegt. Ohne Mangel kein Energieschub.
Eine Unterfunktion erklärt selten mehr als zwei bis vier Kilo, meist Wasser. Sie gehört trotzdem geprüft, weil sie einfach zu behandeln ist — und weil Müdigkeit und Frieren dazu passen.
Eine verminderte Insulinwirkung macht die Abnahme schwerer und geht dem Diabetes Jahre voraus. Bauchumfang und Blutfette zeigen sie früher als das Gewicht auf der Waage.
Bei einer seltenen, aber wichtigen Ursache verteilt sich die Zunahme typisch: Rumpf und Gesicht bei dünnen Armen und Beinen, dazu blaue Flecken, breite rötliche Streifen und Muskelschwäche. Das gehört gezielt gesucht.
Bei mehr Fettgewebe ist mehr davon vorhanden, aber es wirkt schlechter. Das erklärt, warum das Sättigungsgefühl später kommt, und warum Schlaf und Bewegung hier mehr bringen als jede neue Regel.
Schilddrüsenunterfunktion, Cortisol und bestimmte Medikamente — Kortison, einige Antidepressiva und Antipsychotika — erklären einen Teil der Zunahme ohne mehr Essen. Das gehört geprüft, bevor jemand sich Vorwürfe macht.
Zwei Kilo in wenigen Tagen sind Wasser, nicht Fett — Fett braucht dafür Wochen. Salz, Hitze und der Zyklus verschieben das Gewicht um 1–3 kg, ohne dass sich am Körper etwas ändert.
Nach Nächten unter 6 Stunden steigt die aufgenommene Energiemenge in Studien um 200–400 kcal, ohne dass es auffällt. Das ist der übersehenste Faktor bei Zunahme ohne mehr Essen.