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Die allermeisten Pigmentflecken sind harmlos — was zählt, ist nicht das einzelne Aussehen, sondern die Veränderung über die Zeit und der Fleck, der aus der Reihe fällt.
Auch bekannt als: Muttermal · Leberfleck · Nävus · Sommersprossen · Altersfleck · Lentigo · Alterswarze · seborrhoische Keratose · Café-au-lait-Fleck · Melasma · Schwangerschaftsmaske · Chloasma · Pigmentfleck · brauner Fleck · dunkler Fleck · ABCDE-Regel · hässliches Entlein · Muttermal verändert · Leberfleck kontrollieren · Hautkrebsvorsorge · Dermatoskop · Auflichtmikroskopie
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Die Farbe der Haut stammt von Melanin, das Pigmentzellen in der Oberhaut bilden und an die umliegenden Hautzellen weitergeben. Wo mehr Pigmentzellen sitzen oder mehr Melanin abgegeben wird, entsteht ein Fleck. Ein Muttermal ist eine Ansammlung von Pigmentzellen; die meisten entstehen bis etwa zum 30. Lebensjahr, ein Erwachsener hat im Mittel 20 bis 40. Sommersprossen sind vererbt, treten in der Sonne hervor und verblassen im Winter. Altersflecken, fachlich Lentigo solaris, entstehen über Jahre an Stellen mit viel Sonnenlicht — Handrücken, Gesicht, Dekolleté — und bleiben. Alterswarzen, die seborrhoischen Keratosen, sind keine Pigmentflecken, sondern erhabene Wucherungen der Oberhaut; sie fühlen sich rau an und wirken wie aufgeklebt. Café-au-lait-Flecken sind flach, gleichmässig milchkaffeefarben und meist von Geburt an da; bei sechs oder mehr über fünf Millimetern beim Kind wird eine genetische Ursache abgeklärt. Melasma zeigt sich als flächige, unscharf begrenzte Verfärbung an Stirn, Wangen und Oberlippe und hängt mit Östrogen und Sonne zusammen — in der Schwangerschaft, unter der Pille, bei dunkleren Hauttypen häufiger. Zum Prüfen gibt es zwei Merkhilfen: die ABCDE-Regel achtet auf Asymmetrie, unregelmässige Begrenzung, mehrere Farben, einen Durchmesser über etwa fünf Millimeter und vor allem auf Entwicklung, also Veränderung über Wochen bis Monate. Das hässliche Entlein meint den Fleck, der anders aussieht als alle anderen bei derselben Person — dieses Zeichen findet in Untersuchungen auffällige Flecken zuverlässiger als die Grösse allein. Mit blossem Auge liegt die Trefferquote bei Fachpersonen niedriger als mit dem Dermatoskop, einer beleuchteten Lupe; mit ihr steigt die Erkennungsrate in Studien um rund 10 bis 25 Prozentpunkte, und es werden weniger harmlose Flecken herausgeschnitten. Regelmässige Reihenuntersuchungen finden mehr frühe Melanome; ob dadurch weniger Menschen daran sterben, ist in kontrollierten Studien nicht abschliessend gemessen, und ein Teil der gefundenen Veränderungen wäre nie auffällig geworden. Ärztlich anschauen lassen sollte man einen Fleck, der sich über Wochen bis Monate verändert, der blutet, nässt oder verkrustet, der juckt oder schmerzt, der neu und dunkel nach dem 40. Lebensjahr auftaucht, oder einen dunklen Streifen unter einem Nagel — Letzteres auch dann, wenn nichts wehtut.
Viele kleine Flecken am Rumpf, die nicht mitbräunen und beim Kratzen fein schuppen. Der Pilz ist schnell weg, die Farbe braucht Monate.
Am oberen Rücken, unscharf begrenzt, an einer Stelle, die seit Jahren juckt: Dann ist der Fleck die Folge und nicht die Ursache.
Bläuliche, später bräunliche Flecken genau an den Stellen, an denen zuvor juckende Quaddeln sassen, sind ein eigener Befund und keine Zufälligkeit. Sie sprechen für eine Entzündung der kleinsten Hautgefässe und gehören einmal angeschaut.
Asymmetrie, unscharfe Begrenzung, mehrere Farben, Durchmesser über fünf Millimeter, Veränderung über die Zeit. Ein einzelner Punkt ist noch kein Grund zur Sorge, drei sind ein Grund für einen Termin.
Die eigenen Muttermale ähneln einander. Fällt einer auf, weil er anders aussieht als alle übrigen, ist genau das der Hinweis — unabhängig von seiner Grösse.
Ein Foto mit einem Lineal oder einer Münze daneben, gleiche Beleuchtung, alle drei Monate. So wird aus dem Gefühl „das war doch kleiner“ eine überprüfbare Aussage.
Dunkle, samtig verdickte Haut in Nacken, Achseln oder Leisten ist kein Schmutz und geht nicht mit Waschen weg. Sie weist auf eine Insulinresistenz hin und ist damit ein Anlass, den Zucker anzuschauen.
Scharf begrenzte, pigmentlose Flächen, oft an Händen, um den Mund oder an den Augen, brauchen vor allem konsequenten Sonnenschutz — sie verbrennen sonst als Erste.
Wochen bis Monate nach einer Reise ans Mittelmeer oder in die Tropen: ein schmerzloser Knoten, der aufbricht und ein flaches Geschwür bildet. Er heilt langsam und narbig.
Ein Altersfleck entsteht über Jahre durch Sonne und verändert sich langsam. Was rasch wächst, die Farbe wechselt, unregelmässige Ränder hat oder über sechs Millimeter misst, wird angeschaut — dazu jede Stelle, die anders aussieht als die übrigen desselben Menschen. Ein Muttermal, das sich innert Wochen bis Monate verändert, ist der Fall, auf den es ankommt. Nach einer Entzündung braucht ein dunkler Fleck drei bis vierundzwanzig Monate, bis er verblasst.
Bleichende Cremes mit Hydrochinon, Azelainsäure oder Vitamin C hellen dunkle Flecken über acht bis zwölf Wochen auf — sie wirken nur, wenn gleichzeitig Sonnenschutz konsequent verwendet wird, sonst kommt die Farbe schneller zurück, als sie verschwindet. Beim Melasma wirkt keine Behandlung dauerhaft, solange Sonne und Hormone weiterwirken. Was kein Mittel leistet: einen Fleck beurteilen. Eine Stelle, die sich verändert, wird angeschaut, nicht aufgehellt.
Grösse, Form, Farbe, Rand, Oberfläche über Wochen bis Monate. Ein Fleck, der seit zwanzig Jahren gleich aussieht, ist etwas anderes als einer, der sich seit dem Sommer verändert hat.
Ein Fleck, der neu juckt, bei Berührung blutet, eine Kruste bildet, die immer wiederkommt, oder nach Wochen nicht abheilt — unabhängig von Grösse und Farbe.
Alterswarzen, die wie aufgeklebt aussehen, Leberflecke, die sich seit Jahren nicht ändern, rote Gefässpünktchen am Rumpf, weisse Flecken an Unterschenkeln. Sie sind gutartig — es lohnt, sie zu kennen, um die anderen besser zu sehen.
Die meisten Muttermale entstehen bis ins junge Erwachsenenalter. Ein wirklich neues, dunkles Mal danach verdient mehr Aufmerksamkeit als eines, das schon immer da war.
Braune Flecken an Handinnenflächen, Narben, Zahnfleisch und Handlinien, dazu Müdigkeit, Salzhunger und tiefer Blutdruck: Das ist das Bild einer Nebennierenschwäche — selten, aber behandelbar und ohne Behandlung gefährlich.
Gehört zu demselben Bild: tiefes Natrium bei erhöhtem Kalium. Diese Kombination ist der schnellste Hinweis.
Ein ausgeprägter Mangel kann dunkle Flecken an Händen und Füssen machen — eine wenig bekannte, aber gut behebbare Ursache.
Weisse, scharf begrenzte Flecken treten häufig zusammen mit einer Schilddrüsenerkrankung auf. Der Wert gehört dann dazu.
Haut und Schleimhaut erneuern sich schnell und brauchen dafür Zink. Bei schlecht heilenden Stellen, rissigen Mundwinkeln und häufigen Hautinfekten ist ein Mangel eine ernsthafte Möglichkeit.
Ohne Vitamin C entsteht kein stabiles Kollagen — die Wunde schliesst sich, hält aber schlechter. Bei sehr einseitiger Ernährung, Rauchen und Alkohol ist die Zufuhr oft knapper als angenommen.
Steuert die Verhornung der Haut. Zu wenig macht rau und trocken, zu viel über längere Zeit schadet Leber und Knochen — und in der Schwangerschaft gilt eine strenge Obergrenze.
Jede Heilung braucht Baustoff. Wer während einer Erkrankung wenig isst, verliert genau das — eine ausreichende Menge über den Tag verteilt gehört zur Behandlung.
Fleck ist nicht gleich Fleck, und die Antwort hängt ganz davon ab, welcher: heller Fleck, brauner Fleck, roter Fleck und schuppender Fleck haben vier verschiedene Ursachen. Kein Präparat steht vor dieser Unterscheidung — die Frage nach Veränderung, Rand und Wachstum kommt zuerst.
Bei der Weissfleckenkrankheit ist ein niedriger Spiegel häufiger als im Schnitt, und Ersatz nach Messung gehört dazu. Dass die Flecken davon zurückgehen, ist nicht gezeigt — das leistet am ehesten die Lichttherapie.
Ein eigener Fall: Wer über Wochen sehr viel Karotte, Kürbis oder Saft davon zu sich nimmt, bekommt eine orangegelbe Verfärbung an Handflächen, Fusssohlen und Nasenspitze — die Lederhaut des Auges bleibt weiss. Harmlos, verschwindet von selbst, und es ist die einzige Gelbfärbung, die keine Lebersache ist.
Fördert Melasma-Pigment — v. a. mit Sonne, in Schwangerschaft oder unter der Pille.
Sehr viel Karotten, Kürbis oder Süsskartoffeln über Wochen färben Handflächen und Fusssohlen orange. Das ist harmlos und bildet sich nach Wochen zurück — im Unterschied zur Gelbsucht bleibt das Augenweiss weiss.
Vitamin C als Serum auf der Haut hellt Pigmentflecken über Monate leicht auf. Als Tablette wirkt es auf die Flecken nicht — der Weg macht hier den Unterschied.