Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Die Art des Schmerzes verrät meist mehr als seine Stärke — und weist den Weg zur richtigen Behandlung.
Auch bekannt als: Kopfschmerz · Kopfweh · welcher Kopfschmerz
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Kopfschmerzen sind sehr häufig und fast immer harmlos. Am häufigsten ist der Spannungskopfschmerz — ein dumpfer, beidseitiger Druck „wie ein Band um den Kopf“. Die Migräne ist meist einseitig, pulsierend, oft mit Übelkeit und Licht-/Lärmempfindlichkeit und kann durch Aura angekündigt werden. Der seltene Cluster-Kopfschmerz ist streng einseitig um das Auge und extrem heftig. Auch Verspannungen, zu wenig Schlaf oder Flüssigkeit, Augen, Nebenhöhlen oder ein Zuviel an Schmerzmitteln können Kopfschmerzen machen. Die drei Haupttypen haben eigene Dossiers. Rasch ärztlich abklären sollte man Warnzeichen: schlagartig „schlimmster Kopfschmerz des Lebens“, Kopfschmerz mit Fieber und Nackensteife, nach einem Sturz, mit Lähmung/Sprach- oder Sehstörung, oder ein neuer, anhaltender Kopfschmerz ab dem mittleren Alter.
Kopfschmerz, der in diesem Alter erstmals auftritt und anders ist als früher, gehört eigens angeschaut — besonders mit druckempfindlicher Schläfe, Schmerzen beim Kauen, Fieber oder Gewichtsverlust.
Die meisten Kopfschmerzen bessern sich im Liegen. Wird es dabei schlimmer, nimmt beim Husten zu und kommen kurze Sehaussetzer, Doppelbilder oder ein pulssynchrones Rauschen dazu, gehört das dringend angeschaut.
Ein kurzes Kopfschmerz-Tagebuch (wann, wo, wie, Auslöser) hilft, den Typ und passende Hilfe zu finden.
Genug Schlaf, Wasser, Pausen und Bewegung verhindern viele Kopfschmerzen.
Zu häufige Schmerzmittel können selbst Kopfschmerzen auslösen (Faustregel: nicht öfter als ~10 Tage/Monat).
Bei den oben genannten Alarmzeichen sofort Hilfe suchen.
Bildschirm weg, ein grosses Glas Wasser, 20 Minuten in einen ruhigen, abgedunkelten Raum; ein kühles Tuch auf Stirn oder Nacken.
Verdünntes Pfefferminzöl dünn auf Schläfen und Nacken auftragen, bei Bedarf nach einer Stunde wiederholen. Augen aussparen.
Neue, anhaltende Kopfschmerzen bei jemandem, der lange in Lateinamerika, Afrika oder Südasien gelebt hat, können von einer Bandwurmlarve im Gehirn kommen. Die Bildgebung zeigt sie.
Über neunzig von hundert Kopfschmerzen sind eigenständig — Spannungskopfschmerz und Migräne — und nicht Zeichen einer anderen Erkrankung. Der Spannungskopfschmerz dauert dreissig Minuten bis sieben Tage, die Migräne vier bis zweiundsiebzig Stunden, der Clusterkopfschmerz fünfzehn Minuten bis drei Stunden. Ein Kopfschmerz, der innert Sekunden bis einer Minute sein Maximum erreicht, gehört sofort abgeklärt — dieser Zeitverlauf ist das Zeichen, auf das es ankommt.
Der wichtigste Satz betrifft die Menge: Schmerzmittel an mehr als zehn Tagen im Monat — bei einfachen Mitteln fünfzehn — erzeugen über Wochen bis Monate einen eigenen Dauerkopfschmerz. Er verschwindet erst nach dem Absetzen, und zwar über zwei bis zehn Wochen, in denen es zuerst schlechter wird. Wer die Tage zählt, statt die Tabletten, hat den Überblick. Vorbeugende Mittel wirken nicht im Anfall, und Anfallsmittel wirken nicht vorbeugend — diese Verwechslung ist häufig.
Dumpfer, beidseitiger Druck, oft durch Stress oder Verspannung. Eigenes Dossier.
Einseitig, pulsierend, mit Übelkeit und Licht-/Lärmempfindlichkeit. Eigenes Dossier.
Streng einseitig um das Auge, extrem heftig, attackenweise. Eigenes Dossier.
Schlagartig heftigster Kopfschmerz, mit Fieber/Nackensteife, nach Sturz, mit Lähmung/Seh-/Sprachstörung → sofort ärztlich.
Der entscheidende Wert bei neuen Kopfschmerzen nach dem fünfzigsten Lebensjahr: Zusammen mit Kauschmerz und druckempfindlicher Schläfe geht es um eine Gefässentzündung — und um das Augenlicht.
Kein Wert erklärt den Schmerz selbst. Dieser hier sucht die seltene, aber wichtige Ausnahme: eine Entzündung oder Infektion hinter den Beschwerden.
Gehört dazu, wenn Fieber, Nachtschweiss oder Gewichtsverlust hinzukommen. Beim gewöhnlichen Kopfschmerz trägt es nichts bei.
Zu wenig getrunken zu haben ist der häufigste vermeidbare Auslöser überhaupt — und der einzige, der sich innert einer Stunde beheben lässt.
Für die Vorbeugung von Migräne wird es seit langem eingesetzt; die Untersuchungen sind uneinheitlich, aber die Verträglichkeit ist gut. Der Bauch zeigt die Obergrenze an.
In höherer Dosis über mehrere Monate wird es zur Vorbeugung von Migräne verwendet. Es färbt den Urin leuchtend gelb — das ist erwartet und kein Zeichen für etwas anderes.
Koffein hilft in der Attacke und ist bei täglichem Gebrauch zugleich einer der häufigsten Gründe für Kopfschmerz am Morgen und am freien Tag. Gleichbleibende Mengen sind besser als hin und her.
Ein leerer Speicher senkt die Schwelle für Kopfschmerz und Migräne, besonders bei Frauen mit starken Blutungen. Das ist ein oft übersehener Zusammenhang.
Zur Migränevorbeugung untersucht: 400–600 mg am Tag über mindestens 3 Monate. Vorher ist keine Aussage möglich, und weicher Stuhl ist die häufigste Begleiterscheinung.
400 mg am Tag über 3 Monate ist die untersuchte Menge zur Migränevorbeugung — das Hundertfache des Tagesbedarfs. Der Urin wird davon leuchtend gelb, das ist harmlos.
Beides zugleich: In der Kombination mit Schmerzmitteln verstärkt es die Wirkung, und beim Weglassen macht es innert 24 Stunden selbst Kopfschmerzen. Wer täglich mehr als drei Tassen trinkt, hat den Entzugskopfschmerz mit im Bild.
Bei nachgewiesenem Mangel klar wirksam, ohne Mangel bringt es nichts. Nur bei belegtem Mangel einnehmen — Überschuss ist schädlich.
Bei der menstruellen Migräne ist nicht der hohe Wert der Auslöser, sondern der Abfall in den zwei Tagen vor der Blutung. Deshalb kommt sie regelmässig zur selben Zyklusphase — und deshalb hilft es, den Kalender mitzuführen.
Der Cluster-Kopfschmerz folgt der inneren Uhr: gleiche Uhrzeit, gleiche Jahreszeit, oft aus dem Schlaf heraus. Bei Betroffenen wurden niedrigere nächtliche Werte gemessen.
Der Wochenendkopfschmerz gehört hierher: Der Abfall der Anspannung nach einer angespannten Woche ist ein eigener Auslöser — nicht die Anspannung selbst.
Die beiden häufigsten vermeidbaren Auslöser. Ein Flüssigkeitsverlust von 1–2 % reicht bei vielen aus; regelmässige Mahlzeiten und 1.5–2 Liter am Tag nehmen einen grossen Teil der Attacken heraus.
Wer werktags Kaffee trinkt und am Wochenende später aufsteht, bekommt Entzugskopfschmerz. Die gleiche Menge zur gleichen Zeit — auch am Sonntag — löst das häufigste Wochenendkopfweh.
Rotwein, Schokolade und Käse stehen auf jeder Liste. In kontrollierten Studien lösten sie deutlich seltener aus als angenommen — die Lust auf Schokolade ist oft schon Teil der Vorphase, nicht die Ursache.
Zur Migränevorbeugung untersucht: 400–600 mg am Tag über 3 Monate. Es wirkt langsam und nicht im Anfall; häufigste Nebenwirkung ist weicher Stuhl.
Zu wenig und zu viel Schlaf lösen beide Kopfschmerz aus — daher der Wochenendkopfschmerz. Gleiche Zeiten auch am freien Tag nehmen einen häufigen Auslöser heraus.
Die Rinde ist der pflanzliche Vorläufer des Aspirins. Im Tee ist die Menge klein — wer regelmässig zur Tablette greift, sollte wissen, dass beides in dieselbe Richtung wirkt und sich addiert.
Verdünntes Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen ist bei Spannungskopfschmerz besser untersucht als die meisten pflanzlichen Mittel — die Kühle setzt innert Minuten ein. Nicht bei kleinen Kindern und nicht in die Augen.
Zehnprozentig in Alkohol auf Stirn und Schläfen ist beim Spannungskopfschmerz eines der wenigen pflanzlichen Mittel mit brauchbaren Studien — vergleichbar mit Paracetamol. Nicht in die Augen, nicht bei Kindern unter sechs.
Als Duft eingeatmet über 15 Minuten wurde er bei Migräne in einer kleinen Studie untersucht. Das Ergebnis war günstig und ist bis heute nicht überzeugend wiederholt worden.
Der klassische Punkt bei Kopf- und Zahnschmerz, zwischen Daumen und Zeigefinger. In der Schwangerschaft wird er gemieden.
Am Hinterkopf, wo die Nackenmuskeln ansetzen — bei Spannungskopfschmerz der meistgenutzte Punkt.
Hinterlegte Werte: 3 · 5 · 6 · 7 · 8 · 9 · 10 · 25 · 40 · 95 · 100 · 666 · 3000 · 20 · 727 · 787 · 880 · 10000 Hz
Hinterlegte Werte: 3000 Hz