Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Die Klappen schliessen nicht mehr — Kompression und Bewegung tragen die Behandlung, Schonung macht es schlechter.
Auch bekannt als: Varikose · Varizen · CVI
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
In den Beinvenen muss das Blut gegen die Schwerkraft nach oben. Dafür gibt es zwei Hilfen: die Wadenmuskeln, die beim Gehen wie eine Pumpe wirken, und die Klappen in den Venen, die den Rückfluss verhindern. Schliessen diese Klappen nicht mehr, sackt das Blut nach unten, die Venen weiten sich und werden sichtbar. Am Anfang stehen schwere, müde Beine, die abends schlimmer und über Nacht wieder besser werden, eine Schwellung am Knöchel mit dem Abdruck der Socke, nächtliche Wadenkrämpfe und Juckreiz. Später verändert sich die Haut am Innenknöchel: Sie wird bräunlich, verhärtet, und im ungünstigsten Fall entsteht dort ein offenes Bein. Wichtig ist die Unterscheidung von zwei anderen Bildern. Besenreiser sind feine Äderchen ohne Krankheitswert. Und wenn ein Bein einseitig innert Tagen dick, warm und schmerzhaft wird, geht es um eine Thrombose und nicht um Krampfadern. Beurteilt wird das Ganze mit dem Ultraschall, der zeigt, welche Vene undicht ist. Die Grundlage jeder Behandlung ist die Kompression zusammen mit Bewegung — und beim offenen Bein ist sie die Behandlung selbst, nicht die Salbe.
Gemessen wird morgens, wenn das Bein am schlanksten ist. Ein Strumpf, der drückt oder einschneidet, ist der falsche — und eine Anziehhilfe entscheidet oft darüber, ob er überhaupt getragen wird.
Gehen ist die beste Venenbehandlung. Wer viel sitzt oder steht, macht stündlich zwanzigmal Fussspitzen heben und senken — das bewegt mehr Blut als jede Salbe.
Erst die Untersuchung zeigt, welche Vene undicht ist und ob die tiefen Venen offen sind. Ohne dieses Bild lässt sich nicht sagen, ob Verödung, Katheter oder Operation das Richtige ist.
Eine venöse Wunde heilt über den Druck von aussen, nicht über die Auflage. Wichtig ist, dass vorher die Durchblutung der Arterien geprüft wurde — dafür wird der Blutdruck am Knöchel gemessen.
Wer im Beruf viel steht, gewinnt mehr durch kurze Gehpausen und Kompression als durch Hochlagern am Abend. Übergewicht und enge Bünde an der Leiste wirken in dieselbe Richtung.
Neue einseitige Schwellung mit Wärme und Wadenschmerz gehört gleich abgeklärt, besonders nach Operation, Gips, langer Reise oder unter hormoneller Verhütung.
In erweiterten Venen fliesst das Blut langsamer, deshalb entzünden sie sich leichter. Ein druckschmerzhafter, warmer Strang gehört angeschaut, und die Ausdehnung wird am besten gleich mit einem Stift markiert.
Mehrmals täglich zehn Minuten die Beine über Herzhöhe legen; abends beim Fernsehen ohnehin.
Beine und Arme von unten nach oben abduschen: 30 Sekunden warm, 10 Sekunden kalt, dreimal wechseln, kalt aufhören.
Kompression wirkt, solange sie getragen wird — sie unterstützt die Venenklappen von aussen. Verödung und Laser entfernen die Vene; das Blut nimmt danach einen anderen Weg. Beides ändert die Veranlagung nicht, neue Krampfadern sind möglich.
Etwa jeder dritte Erwachsene hat Krampfadern, Frauen häufiger. Kompressionsstrümpfe wirken, solange sie getragen werden — sie bilden die Vene nicht zurück. Nach einer Verödung oder Laserbehandlung ist die behandelte Vene bei etwa neun von zehn nach fünf Jahren noch verschlossen; neue Krampfadern an anderer Stelle sind davon unabhängig. Langes Stehen ohne Bewegung ist der stärkste Alltagsfaktor; die Wadenmuskelpumpe schafft den Rücktransport.
Beim Gehen drückt die Wadenmuskulatur das Blut nach oben — sie ist die eigentliche Pumpe der Beinvenen. Langes Stehen und langes Sitzen schalten sie ab. Gehen, Radfahren und Schwimmen halten sie in Betrieb: Die Krampfader verschwindet dadurch nicht, aber Schweregefühl und Schwellung am Abend nehmen ab.
Das ist das typische Muster des Venenleidens. Beschwerden, die morgens gleich schlimm sind oder beim Gehen zunehmen statt abzunehmen, sprechen für eine andere Ursache.
Eine Delle, die nach dem Ausziehen der Socken bleibt, zeigt Wasser im Gewebe. Betrifft es beide Beine gleich, ist es meist venös oder von Medikamenten; betrifft es nur eines, gehört genauer hingeschaut.
Eisen aus zerfallenen roten Blutkörperchen lagert sich in der Haut ab. Zusammen mit einer Verhärtung ist das ein Warnzeichen, dass ein offenes Bein droht — und der Zeitpunkt, an dem Kompression am meisten bringt.
Die typische Stelle für die venöse Wunde. Sie ist meist flach, nässt und tut weniger weh als eine Wunde aus Durchblutungsmangel, die eher an Zehen und Ferse sitzt und stark schmerzt.
Innert Stunden bis Tagen, warm, gespannt, mit Schmerz in der Wade: Das ist kein Krampfaderbild mehr, sondern die Frage nach einer Thrombose — und die gehört noch am selben Tag geklärt.
Für Krampfadern ohne Bedeutung. Er kommt nur ins Spiel, wenn ein Bein einseitig anschwillt und die Frage nach einer Thrombose im Raum steht — und auch dann entscheidet der Ultraschall.
Ebenfalls kein Wert für die Venen selbst, aber hilfreich, wenn eine Stelle hart, rot und warm wird und zwischen Venenentzündung und einer Infektion der Haut unterschieden werden muss.
Gehört dazu, wenn eine Wunde am Bein nicht heilen will. Ein unerkannter Diabetes verzögert die Heilung und verändert das Vorgehen.
Pflanzliche Venenmittel können Beschwerden lindern — die undichten Klappen heilen sie nicht.
Kann Schwellung und Schweregefühl lindern (Studien vorhanden) — ändert nichts an den Klappen.
Dieses Hormon entspannt die Venenwand. Deshalb treten Krampfadern in der Schwangerschaft oft zum ersten Mal auf, und deshalb bilden sie sich in den Monaten nach der Geburt teilweise wieder zurück — beurteilt wird darum erst ein halbes Jahr danach.
Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und die Beschwerden nehmen bei vielen in der zweiten Zyklushälfte zu. Das ist keine Einbildung — die Venen fassen dann tatsächlich mehr.
Jedes Pressen erhöht den Druck in den Beinvenen. Ballaststoffe 25–30 g am Tag und genug Flüssigkeit wirken hier indirekt, aber täglich.
Rote Weintrauben, dunkle Beeren und Zitrusfrüchte enthalten die Stoffgruppe, aus der auch die Venenpräparate stammen. Über die Nahrung sind die Mengen deutlich kleiner als in den Studien.
Die Wadenmuskelpumpe ist das eigentliche Ventil — Gehen wirkt mehr als jede Salbe.
Kalte Güsse über die Beine sind die traditionelle Anwendung und angenehm nachvollziehbar.
Rosskastanie und verwandte Pflanzen werden bei schweren Beinen traditionell genutzt.
Das traditionelle Öl für schwere Beine, immer im Trägeröl und beinaufwärts ausgestrichen.
Dem Halten und Anheben zugeordnet — Krampfadern, Hämorrhoiden und Senkungen gelten in der TCM als dasselbe Muster. Eine Erklärung, kein Befund.
Was hier tatsächlich hilft, ist die Wadenmuskelpumpe: Bewegung im Stehen, langsam und regelmässig. Das ist in beiden Systemen dasselbe.