Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Abschnittsweise und durch alle Wandschichten — deshalb Engstellen und Fisteln, und deshalb zählt das Calprotectin mehr als das Befinden.
Auch bekannt als: Crohn · chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED)
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Der Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts, die grundsätzlich überall auftreten kann — vom Mund bis zum After. Am häufigsten trifft es den Übergang vom Dünn- zum Dickdarm. Zwei Eigenheiten erklären fast alles Weitere. Erstens befällt die Entzündung den Darm abschnittsweise, mit gesunden Stücken dazwischen. Zweitens geht sie durch alle Wandschichten hindurch, und deshalb können Engstellen, Fistelgänge und Abszesse entstehen — das unterscheidet ihn von der Colitis ulcerosa, die nur die oberste Schicht des Dickdarms betrifft. Typisch sind Bauchschmerzen, oft rechts unten, Durchfall über Wochen, Müdigkeit, Gewichtsverlust und bei Kindern ein Zurückbleiben im Wachstum. Blut im Stuhl gehört eher zum anderen Bild. Nicht selten zeigt sich die Erkrankung zuerst am After, mit einer Fistel oder einem Abszess. Auch ausserhalb des Darms macht sie sich bemerkbar: an Gelenken, Augen, Haut und Gallenwegen. Für den Alltag wichtig sind zwei Dinge: Das Calprotectin im Stuhl zeigt die Entzündung an, auch wenn es einem gut geht — und Rauchen verschlechtert bei dieser Erkrankung den Verlauf deutlich.
Ziel der heutigen Behandlung ist eine abgeheilte Schleimhaut und nicht nur Beschwerdefreiheit. Ein steigender Wert in ruhiger Phase ist der beste Zeitpunkt zu handeln.
Bei dieser Erkrankung ist Rauchen mit mehr Schüben, mehr Operationen und mehr Rückfällen nach einer Operation verbunden. Es ist der wirksamste Schritt, den man selbst gehen kann.
In ruhigen Phasen tut eine vielfältige, pflanzenreiche Kost gut. Bei bekannter Engstelle oder krampfartigem Schmerz nach dem Essen gilt das Gegenteil — dann wird faserarm und fein zerkleinert gegessen.
Ein grosser Teil der Müdigkeit lässt sich damit erklären und beheben. Bei entzündetem Darm wird Eisen oft besser über die Vene gegeben als über den Magen.
Es beendet einen Schub, hält ihn aber nicht fern. Wer mehr als zweimal im Jahr Cortison braucht, braucht eine Behandlung, die den Verlauf ändert — und dazwischen den Blick auf die Knochen.
Dort ist nur der Dickdarm betroffen, durchgehend und nur oberflächlich, mit Blut und Schleim im Stuhl. Die Unterscheidung bestimmt Behandlung, Verlauf und die Frage nach einer Operation.
Entzündung, Cortison und die schlechtere Aufnahme von Kalzium und Vitamin D wirken in dieselbe Richtung. Eine Messung der Knochendichte gehört früher dazu, als die meisten annehmen.
Wer je in den Tropen oder Subtropen gelebt hat, kann jahrzehntelang unbemerkt einen Zwergfadenwurm tragen. Unter Cortison oder einer Behandlung mit Antikörpern kann er sich massiv vermehren. Deshalb gehört diese Frage vor den Behandlungsbeginn — geprüft wird mit Antikörpern im Blut und den Eosinophilen.
Ein Fadenwurm kann Jahrzehnte still im Darm bleiben und unter Kortison, Biologika oder anderer Immunsuppression Lunge und Blutbahn überschwemmen. Wer je in den Tropen oder Subtropen barfuss unterwegs war, wird vorher mit einem Bluttest gesucht — einmal Aufwand, und er verhindert den schwersten Verlauf, den dieser Wurm hat.
Kortison bringt den Schub zum Abklingen und ist keine Dauerlösung. Immunmodulatoren und Biologika halten die Ruhe. Das Ziel ist heute die abgeheilte Schleimhaut, nicht nur die Beschwerdefreiheit — beides fällt oft auseinander.
Etwa zwei bis drei von tausend Menschen sind betroffen, mit einem Gipfel zwischen fünfzehn und dreissig. Bis zur Diagnose vergehen im Schnitt ein bis zwei Jahre. Der Verlauf ist wellenförmig über Jahrzehnte; die Länge der ruhigen Zeiten hängt stärker von der Behandlung ab als von der Ernährung.
Das häufigste Bild, oft jahrelang als empfindlicher Darm gedeutet. Der Unterschied liegt in der Dauer, im Gewicht und darin, dass es auch nachts weckt.
Eine Fistel, ein Abszess oder ein tiefer, schlecht heilender Riss kann das erste Zeichen sein — manchmal Jahre bevor der Darm auffällt. Das gehört erwähnt, auch wenn es unangenehm ist.
Bei Kindern und Jugendlichen kann ein Knick in der Wachstums- oder Gewichtskurve das erste und lange einzige Zeichen sein, noch vor Bauchschmerzen.
Zusammen mit einem aufgeblähten Bauch, Übelkeit und dem Gefühl, dass nichts weitergeht, spricht das für eine Engstelle. Dann ist grobe Faser genau das Falsche — die Kost wird angepasst.
Schmerzende Gelenke, ein rotes schmerzendes Auge, druckempfindliche rote Knoten an den Schienbeinen oder juckende Haut mit erhöhten Leberwerten gehören zum selben Bild und werden oft getrennt behandelt.
Der nützlichste Verlaufswert. Er unterscheidet eine echte Entzündung von einem Reizdarm und steigt oft, bevor Beschwerden zurückkommen — deshalb wird er auch in ruhigen Phasen gemessen.
Zeigt einen Schub an, bleibt aber bei einem Teil der Betroffenen trotz aktiver Entzündung normal. Ein guter Wert allein beweist deshalb keine Ruhe.
Eisenmangel ist die häufigste Begleiterscheinung überhaupt. Achtung: Bei Entzündung ist das Ferritin falsch hoch — deshalb gehört die Transferrinsättigung dazu.
Die Blutarmut erklärt einen guten Teil der Müdigkeit und wird oft der Krankheit selbst zugeschrieben, obwohl sie gut behandelbar ist.
Der letzte Abschnitt des Dünndarms nimmt B12 auf. Ist er entzündet oder wurde er operativ entfernt, fehlt B12 dauerhaft — dann braucht es Spritzen und nicht Tabletten.
Wird bei entzündetem Dünndarm schlechter aufgenommen und ist zusammen mit Cortisonstössen der Grund, warum die Knochen früh mitbetreut werden.
Der wichtigste einzelne Hinweis auf Würmer im Blut. Erhöht sind sie bei Würmern, die durch Gewebe wandern — nicht bei Giardien, Madenwürmern und Amöben, die im Darm bleiben. Ein normaler Wert schliesst deshalb nichts aus.
In der Schwangerschaft zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten klar belegt, sonst vor allem bei Mangel. Kann einen B12-Mangel verdecken — beides beachten.
Chronische Entzündung wirkt auf die Stressachse; zudem Kortison als Therapie.
Keine Diät heilt Crohn — Ernährung ist individuell und begleitend.
Bei entzündlichen Darmerkrankungen viel untersucht; in der Rückfallvorbeugung blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen.
Ein Mangel ist die Regel und wird gemessen — auch weil er die Knochen mitbetrifft.
Hinterlegte Werte: 12 · 13 · 14 · 15 · 16 · 17 · 18 · 19 · 20 · 21 · 22 · 174 · 285 · 528 · 1550 · 2720 · 727 Hz