Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
Der Knochen wird still dünner — messbar, bevor etwas bricht, und in jedem Alter noch beeinflussbar.
Auch bekannt als: Knochenschwund
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Knochen ist kein totes Gerüst, sondern Gewebe, das lebenslang ab- und wieder aufgebaut wird. Bis etwa dreissig überwiegt der Aufbau, danach der Abbau — bei Frauen beschleunigt in den ersten Jahren nach den Wechseljahren, weil das Östrogen wegfällt, das den Abbau bremst. Osteoporose heisst: so viel Substanz verloren, dass Knochen bei geringem Anlass brechen. Typisch sind Handgelenk, Oberschenkelhals und Wirbelkörper; Wirbelbrüche entstehen oft ohne Sturz und zeigen sich nur als Rückenschmerz, Grössenverlust von mehreren Zentimetern oder ein zunehmender Rundrücken. Gemessen wird die Knochendichte mit einer strahlungsarmen Untersuchung, der DXA; das Ergebnis ist der T-Wert. Er allein entscheidet aber nicht: Alter, ein bereits erlittener Bruch, eine Hüftfraktur der Eltern, Rauchen, Alkohol, Untergewicht, Kortison über längere Zeit und die Sturzneigung zählen mit. Ein Bruch nach einem Sturz aus dem Stand ab fünfzig gilt bereits für sich als Warnzeichen. Behandelbar ist sie in jedem Alter, und der grösste Teil des Nutzens liegt darin, den ersten Bruch zu verhindern — beim zweiten ist die Aussicht deutlich schlechter.
Beide bauen im Alter parallel ab, und beide reagieren auf dasselbe: Widerstandstraining und genug Eiweiss. Wer nur den Knochen behandelt, lässt den Teil weg, der die Stürze verhindert.
Belastung entlang der Knochenachse ist der stärkste Reiz für Knochenaufbau.
Liefern die Bausteine der Knochenmatrix.
Vitamin D steuert die Kalziumaufnahme; ein Mangel sollte behoben werden.
Gleichgewicht üben, Sehhilfe prüfen, Teppichkanten und lose Kabel weg, Beleuchtung nachts, schläfrig machende Medikamente überprüfen. Der Knochen bricht nicht von allein — meistens braucht es einen Sturz.
Der Knochen baut dort auf, wo gezogen und gestossen wird: Krafttraining, Treppen, Hüpfen, zügiges Gehen. Schwimmen und Velo sind gut fürs Herz, aber für den Knochen zu sanft.
Etwa tausend Milligramm täglich, vorzugsweise aus Milchprodukten, kalziumreichem Mineralwasser, Grünzeug und Nüssen. Hochdosierte Kalziumtabletten bringen wenig zusätzlich; Vitamin D wird bei Mangel ergänzt.
Das Risiko für den nächsten ist im ersten Jahr danach am höchsten. Genau dann wirkt eine Behandlung am meisten — und genau dann wird sie am häufigsten vergessen.
Bisphosphonate bremsen die Zellen, die Knochen abbauen. Der Knochen wird dichter, weil weniger abgebaut wird — nicht, weil mehr aufgebaut wird. Krafttraining und Vitamin D wirken über den anderen Weg, und beide Wege zählen zusammen.
Etwa jede dritte Frau nach den Wechseljahren und jeder fünfte Mann über fünfzig ist betroffen. Der Knochen baut ohne Beschwerden ab; der erste Hinweis ist häufig ein Bruch bei einem Sturz, der früher nichts gemacht hätte.
Aus dem Stand gestürzt und das Handgelenk gebrochen — ab fünfzig ist das kein Pech, sondern ein Grund, die Knochendichte zu messen.
Mehr als vier Zentimeter gegenüber der grössten Körpergrösse, oder zwei innerhalb weniger Jahre, sprechen für eingebrochene Wirbel. Deshalb lohnt es sich, die Grösse zu messen.
Ein zunehmender Rundrücken mit Rückenschmerz ist oft die einzige Spur von Wirbelbrüchen — zwei von drei bleiben unbemerkt.
Ab etwa drei Monaten Tabletteneinnahme steigt das Bruchrisiko deutlich, und zwar früher, als die Knochendichte es zeigt. Hier wird oft schon vorbeugend behandelt.
Untergewicht und Essstörungen, ausbleibende Regel bei jungen Sportlerinnen, Schilddrüsenüberfunktion, Zöliakie, frühe Wechseljahre, Rauchen und viel Alkohol. Manches davon ist behebbar.
Knochen baut nur auf, was belastet wird — Krafttraining wirkt hier stärker als jedes Präparat.
Wird für die Einlagerung ins Knochengewebe diskutiert; die Endpunktdaten sind noch dünn.
Pulsierende Magnetfelder werden für die Knochenheilung eingesetzt und untersucht.
Hinterlegte Werte: 8 · 9 · 10 · 15 · 16 · 17 · 18 · 19 · 73 · 95 · 174 · 285 · 396 · 417 · 528 Hz