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Giemen · Stridor
Beim Ausatmen kommt es aus den Bronchien, beim Einatmen von oben — und Atemnot in Ruhe ist ein Notfall.
Auch bekannt als: pfeifende Atmung · Giemen · Brummen beim Atmen · Atmung pfeift · Pfeifen beim Ausatmen · Stridor · Engegefühl in der Brust
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Ein Pfeifen entsteht, wenn Luft durch eine Enge strömt — und wo die Enge sitzt, hört man am Zeitpunkt. Pfeifen beim Ausatmen kommt aus den kleinen Bronchien und ist das typische Zeichen von Asthma; es tritt in Schüben auf, oft nachts oder früh am Morgen, nach Anstrengung, in kalter Luft oder bei Kontakt mit einem Auslöser. Dauerhaftes Brummen und Pfeifen bei einem langjährigen Raucher mit Husten und Auswurf spricht eher für eine chronisch verengte Lunge. Bei kleinen Kindern gehört ein Pfeifen bei einem Infekt zum Bild, ebenso wie ein bellender Husten mit Einziehungen — das ist etwas anderes und gehört rasch angesehen. Ein Geräusch beim Einatmen kommt aus dem oberen Atemweg, aus Kehlkopf oder Luftröhre, und hat andere Gründe. Und wenn ein Pfeifen plötzlich beginnt, besonders bei einem Kind, ist auch an einen Fremdkörper zu denken. Die Grenze ist klar: Atemnot in Ruhe, blasse oder blaue Lippen, Sprechen nur in einzelnen Worten oder ein Pfeifen zusammen mit Schwellung und Ausschlag — das ist ein Notfall. Kommen zum Geräusch beim Einatmen starker Speichelfluss, eine nach vorn gebeugte Sitzhaltung und eine klossige Stimme dazu, ist das ein anderes Bild als der Pseudokrupp: dann wird im Rachen nichts nachgeschaut, sondern direkt eine Klinik aufgesucht.
Uhrzeit, Auslöser, Ein- oder Ausatmen. Das ordnet mehr als jede Beschreibung im Nachhinein.
Rauch, kalte Luft, Tierhaare, Staub — jeder gemiedene Reiz ist ein Schub weniger.
Ein einfacher Test, der Asthma von einer chronischen Verengung trennt.
Atemnot in Ruhe, blaue Lippen, Sprechen nur in einzelnen Worten: sofort Hilfe rufen.
Ein Notfallspray weitet die Bronchien innert fünf bis fünfzehn Minuten — wirkt es nicht, spricht das gegen verengte Bronchien und für eine andere Ursache: Herz, Stimmbänder, Fremdkörper. Deshalb ist das Ansprechen selbst eine Auskunft. Cortison zum Inhalieren wirkt nicht im Anfall, sondern vorbeugend über Tage bis Wochen. Wer das Spray nur an schlimmen Tagen nimmt, erlebt es als wirkungslos — es ist für den Anfall gedacht, das Cortison für die Zeit dazwischen.
Ein Notfallspray wirkt innert fünf bis fünfzehn Minuten und hält vier bis sechs Stunden. Braucht man es an mehr als zwei Tagen pro Woche, gilt das Asthma als nicht ausreichend behandelt — das ist der Massstab, der in den Leitlinien zählt. Der Peak-Flow-Wert schwankt bei unbehandeltem Asthma über den Tag um mehr als zwanzig Prozent, morgens am tiefsten. Ein Pfeifen bei einem Kind unter zwei Jahren mit Schnupfen ist meist eine Bronchiolitis und kein Asthma.
Nachts, nach Anstrengung, in kalter Luft — das Muster des Asthmas.
Bei langjährigem Rauchen spricht das für eine chronische Verengung.
Kommt von oben — Kehlkopf oder Luftröhre — und hat eigene Gründe.
An einen Fremdkörper denken; das ist keine Frage des Abwartens.
Erhöht passen sie zum allergisch geprägten Asthma und lenken die Behandlung mit.
Hilft, einen Infekt von einem reinen Verengungsschub zu unterscheiden.
Niedrige Spiegel sind bei chronischen Atemwegserkrankungen häufig und gehen mit mehr Infekten einher. Der Ausgleich eines Mangels ist einfach; für die Lungenfunktion selbst ist er kein Ersatz für die Behandlung.
Entspannt die glatte Muskulatur der Bronchien — im Notfall wird es deshalb auch als Infusion gegeben. Für den Alltag ersetzt die Tablette keinen Inhalator.
Genug zu trinken hält den Schleim dünn und leichter abhustbar. Das ist der einfachste und am häufigsten übersehene Hebel bei zähem Auswurf.
Auch die Atemmuskulatur ist Muskel. Bei chronischer Atemnot ist der Energie- und Eiweissbedarf erhöht, und ein Gewichtsverlust verschlechtert die Belastbarkeit deutlich.
Bei Asthma und niedrigem Ausgangswert zeigten Studien weniger schwere Anfälle. Bei normalem Spiegel war kein Unterschied zu sehen — es ersetzt kein Notfallspray.
Chemisch mit dem alten Asthmamittel Theophyllin verwandt und leicht bronchienerweiternd, 2–4 Stunden lang. Zu schwach für den Alltag, aber es verfälscht Lungenfunktionstests: 4 Stunden vorher kein Kaffee.
Bei Mangel wirksam; Effekte auf Schlaf und Stress plausibel, aber moderat. Zu viel führt zu weichem Stuhl.
Das körpereigene Cortisol ist zwischen 3 und 5 Uhr am tiefsten, und die Atemwege sind dann am engsten. Deshalb wecken Asthmabeschwerden so oft in genau diesem Fenster — das ist Rhythmus, nicht Zufall.
Bei einem kleinen Teil lösen Sulfite aus Wein und Trockenfrüchten innert Minuten Pfeifen aus. Häufiger steckt nächtlicher Reflux dahinter — dann hilft der Abstand zwischen Abendessen und Bett.
Die Lippenbremse hält beim Ausatmen die kleinen Atemwege offen und lindert das Pfeifen — sofort und ohne Hilfsmittel. Sie ersetzt das Notfallspray nicht.
AWMF nvl-002 · S3 · 2024-08 — gültig
Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma
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geprüft 2026-09