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Dysmenorrhoe
Schmerzen gehören nicht selbstverständlich zur Regel — starke Schmerzen verdienen eine Abklärung.
Auch bekannt als: Menstruationsschmerzen · Periodenschmerzen · Dysmenorrhoe
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Regelschmerzen sind sehr häufig und für viele ein regelmässiger Begleiter der Menstruation. Sie entstehen, weil sich die Gebärmutter zusammenzieht, um ihre Schleimhaut abzustossen — botenstoffgesteuert (Prostaglandine). Die häufigste Form ist die primäre Dysmenorrhoe: krampfartige Schmerzen im Unterbauch, oft mit Ausstrahlung in den Rücken, ohne dass eine Erkrankung dahintersteckt; sie beginnt meist in der Jugend und bessert sich oft mit den Jahren. Von einer sekundären Form spricht man, wenn eine Ursache wie Endometriose oder Myome zugrunde liegt. Vieles lässt sich gut lindern. Aufmerksam werden sollte man, wenn die Schmerzen plötzlich neu, sehr stark oder zunehmend sind, auch ausserhalb der Regel auftreten oder mit sehr starker Blutung einhergehen — das gehört in Ruhe abgeklärt.
Wärmflasche, ein warmes Bad und leichte Bewegung lösen den Krampf oft spürbar.
Bewährte Schmerzmittel wirken am besten, wenn man sie rechtzeitig zu Beginn nimmt.
Ein Zyklus-/Schmerzkalender hilft, Veränderungen früh zu bemerken.
Bei starken, zunehmenden Schmerzen oder Verdacht auf Endometriose.
Wenn die Schmerzen trotz üblicher Mittel den Tag ausfallen lassen, über die Blutung hinaus anhalten oder schon kurz nach der ersten Regel so stark sind.
Wärmflasche oder Wärmepflaster auf den Unterbauch, 20 bis 30 Minuten, so oft es nötig ist.
Ruhiges Gehen, Velofahren oder Dehnen, 20 bis 30 Minuten, auch an den stärkeren Tagen.
Ibuprofen und Naproxen greifen an den Prostaglandinen an, die die Gebärmutter zusammenziehen — sie wirken deutlich besser, wenn sie am Tag vor oder mit dem ersten Schmerz begonnen und über zwei bis drei Tage regelmässig genommen werden statt erst bei starkem Schmerz. Die Pille senkt die Schleimhautdicke und damit die Menge dieser Botenstoffe. Wärme auf dem Unterbauch ist in Studien mit einer Ibuprofen-Dosis vergleichbar gewesen; Magnesium wird traditionell genutzt.
Der Schmerz beginnt meist mit der Blutung oder wenige Stunden davor und dauert ein bis drei Tage. Etwa jede zweite Frau ist betroffen, bei jeder fünften stark genug, um den Alltag zu unterbrechen. Entzündungshemmer wirken deutlich besser, wenn sie vor dem Höhepunkt begonnen und zwei bis drei Tage regelmässig genommen werden. Schmerzen, die erst Jahre nach der ersten Regel beginnen, über die Blutung hinaus anhalten oder zunehmen, führen zur Abklärung Richtung Endometriose.
Die Gebärmutter zieht sich zusammen — daher der krampfartige Unterbauchschmerz.
Häufig, beginnt meist jung, bessert sich oft mit den Jahren.
Steckt eine Ursache dahinter (z. B. Endometriose, Myome), spricht man von sekundär → siehe Endometriose.
Plötzlich neue, sehr starke oder zunehmende Schmerzen, Schmerz ausserhalb der Regel oder starke Blutung → abklären.
Nicht wegen der Schmerzen, sondern wegen der Blutung: Starke Regelblutungen leeren den Eisenspeicher über Jahre. Das erklärt oft die Müdigkeit daneben.
Fällt erst spät — der Speicher ist lange vorher leer. Deshalb sagt das Ferritin hier mehr.
Jede Blutung kostet Eisen. Bei starken oder langen Blutungen leert sich der Speicher schneller, als er sich füllt — Ferritin zeigt das früher als das Hämoglobin.
Für Krämpfe der Gebärmuttermuskulatur wird es häufig eingesetzt. Die Untersuchungen sind klein und uneinheitlich; verträglich ist es, und die Obergrenze zeigt der Bauch an.
Wirkt an Eierstock und Gebärmutterschleimhaut mit. Niedrige Werte sind häufig; der Ausgleich lohnt sich für Knochen und Muskeln unabhängig vom Zyklus.
Wird bei Beschwerden vor der Blutung häufig genannt und ist in massvoller Dosis vertretbar. Über Monate hoch dosiert schadet es den Nerven — das ist die Grenze, die zählt.
In mehreren kleinen Studien untersucht: 300 mg am Tag, begonnen einige Tage vor der Regel und über die ersten Tage fortgeführt. Der Effekt ist kleiner als bei entzündungshemmenden Schmerzmitteln.
750–2000 mg am Tag über die ersten 3 Tage der Regel war in mehreren Studien ähnlich wirksam wie Ibuprofen. Er hemmt dieselben Botenstoffe — deshalb wirkt er, und deshalb gilt bei Magenempfindlichkeit dieselbe Vorsicht.
1–2 g EPA+DHA am Tag über 2–3 Monate zeigten in Studien weniger Schmerz und weniger Schmerzmittelbedarf. Es wirkt vorbeugend über Zyklen, nicht am Tag selbst.
Eine grosse indische Studie mit 100 mg am Tag über 90 Tage berichtete bei einem Grossteil der Mädchen keine Schmerzen mehr. Die Untersuchung ist alt und wurde nie wiederholt — das ist der ehrliche Stand.
Bei nachgewiesenem Mangel klar wirksam, ohne Mangel bringt es nichts. Nur bei belegtem Mangel einnehmen — Überschuss ist schädlich.
Bei Mangel klar sinnvoll und gut untersucht; für breitere Anwendungen gibt es weniger Daten. Fettlöslich — bei Hochdosis den Blutspiegel prüfen.
Der Abfall vor der Blutung setzt die Botenstoffe frei, die die Gebärmutter zusammenziehen.
Baut die Schleimhaut auf, die danach abgestossen wird — je mehr Aufbau, desto mehr Arbeit.
In kleinen Studien senkten 300–1800 mg EPA und DHA am Tag über 2–3 Zyklen die Schmerzstärke und den Bedarf an Schmerzmitteln. Zwei Portionen fetter Seefisch pro Woche liegen im unteren Bereich davon.
Untersucht sind 200–400 mg am Tag, begonnen einige Tage vor der Regel. Über die Nahrung: Kürbiskerne, Mandeln, Vollkorn und Bitterschokolade.
Wärme auf den Unterbauch ist in Studien mit einfachen Schmerzmitteln vergleichbar.
Wird traditionell zur Entkrampfung genommen, über mehrere Tage vor der Regel.
Die klassische Frauenpflanze der Volksheilkunde, über Tage vor der Regel getrunken.
Traditionell zur Bauchmassage vor und während der Regel; nicht in der Schwangerschaft.
Am Innenknöchel — der Frauenpunkt der TCM. In der Schwangerschaft wird er gemieden.
Bei krampfartigem Unterbauchschmerz mit Reizbarkeit traditionell gewählt.