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Dermatitis seborrhoica
Gelblich fettige Schuppen auf leicht geröteter Haut an den talgreichen Stellen — Nase, Brauen, Ohren, Brustmitte, Wirbelsäule. Besser im Sommer, schlechter im Winter.
Auch bekannt als: seborrhoische Dermatitis · Morbus Unna · Malassezia-Ekzem · seborrhoisches Ekzem des Körpers
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Auf jeder Haut lebt ein Hefepilz namens Malassezia, der von Talg lebt. Bei manchen Menschen reagiert die Haut auf seine Abbauprodukte mit einer milden, chronischen Entzündung — daraus entsteht dieses Bild. Es sitzt genau dort, wo die Talgdrüsen dicht stehen: an den Nasenflügeln und der Falte zum Mundwinkel, zwischen den Augenbrauen, an den Augenbrauen selbst, hinter und in den Ohren, am Haaransatz, in der Mitte der Brust und — oft übersehen — entlang der Wirbelsäule vom Kreuz bis zwischen die Schulterblätter. Typisch sind gelblich fettige Schuppen auf leicht geröteter Haut, unscharf begrenzt, oft mit einer feinen Rötung in den Falten. Es juckt meist wenig oder gar nicht, und viele bemerken es nur, weil die Haut schuppt oder spannt. Der Verlauf ist der klarste Hinweis: schlechter im Winter, bei Stress, bei Schlafmangel und nach Alkohol, besser im Sommer und in der Sonne. Es ist nicht ansteckend und hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun — im Gegenteil, zu häufiges und zu scharfes Waschen macht es schlechter. Behandelt wird nicht mit Antibiotika und auch nicht dauerhaft mit Kortison, sondern mit Mitteln, die den Hefepilz eindämmen; es kehrt nach Absetzen häufig zurück, und deshalb ist eine Erhaltungsbehandlung ein bis zwei Mal pro Woche üblich. Ein plötzlich sehr ausgedehntes, hartnäckiges Bild bei einem jüngeren Erwachsenen ist ein Grund, einmal an eine geschwächte Abwehr zu denken.
Wirkstoffe wie Ketoconazol, Ciclopirox, Selendisulfid oder Zinkpyrithion sind die Grundlage — als Shampoo auch für Brust und Rücken verwendbar: aufschäumen, drei bis fünf Minuten einwirken lassen, abspülen.
Ein bis zwei Mal pro Woche als Erhaltung hält es unten. Ganz aufzuhören ist der häufigste Grund, warum es nach vier bis sechs Wochen wiederkommt — und dann als Versagen der Behandlung erlebt wird.
Eine schwache Kortisoncreme nimmt Rötung und Brennen in wenigen Tagen. Über Wochen im Gesicht angewendet wird die Haut dünner und die Rötung kommt stärker zurück, sobald man aufhört.
Scharfe Reinigung entfernt den Talg und die Haut bildet ihn verstärkt nach. Lauwarm, mild, und die betroffenen Stellen nicht täglich mit Seife.
Die Besserung im Sommer ist echt und liegt am Licht. Massvoll und ohne Verbrennung ist das ein Hebel; ein Solarium ist keiner, weil das Risiko dort ohne den Nutzen kommt.
Antimykotische Cremes und Shampoos senken die Menge eines Hefepilzes, der auf jeder Haut lebt — sie entfernen ihn nicht, und deshalb kommt es nach dem Absetzen zurück. Das ist kein Versagen, sondern die Natur der Sache: Behandelt wird in Schüben und danach in grösseren Abständen zum Halten. Cortison wirkt schnell im Gesicht, gehört dort aber nur für Tage angewendet. Im Winter und unter Stress wird es schlechter, im Sommer bei vielen besser.
Betroffen sind etwa drei bis fünf von hundert Erwachsenen, Männer häufiger; bei Säuglingen als Kopfgneis in den ersten Monaten und dann von selbst vorbei. Die Behandlung wirkt in zwei bis vier Wochen und wird danach zum Halten fortgeführt, meist ein- bis zweimal wöchentlich. Nach dem Absetzen kommt es innert zwei bis sechs Wochen zurück. Im Winter und unter Stress wird es schlechter, im Sommer bei vielen besser — die Sonne dämpft den Hefepilz.
Am Abend etwas Oliven- oder Mandelöl auf die Schuppen tupfen und ein bis zwei Stunden einwirken lassen.
Anders als die trockenen, weissen Schuppen der Trockenheit oder die silbrigen der Schuppenflechte sind sie gelblich und haften fettig. Der Untergrund ist leicht gerötet und unscharf begrenzt.
Nasenflügel und die Falte zum Mundwinkel, zwischen und auf den Augenbrauen, hinter und in den Ohren, Haaransatz, Mitte der Brust — und entlang der Wirbelsäule. Wer diese Verteilung kennt, erkennt das Bild auf einen Blick.
Dieses Auf und Ab über das Jahr ist so verlässlich, dass es zur Einordnung beiträgt. Auch Stress, Schlafmangel und Alkohol verschlechtern es innert Tagen.
Viele bemerken es erst, weil die Haut schuppt oder spannt — nicht wegen Juckreiz. Genau deshalb wird es jahrelang mitgetragen, ohne dass jemand es benennt.
Der Milchschorf in den ersten Lebensmonaten gehört zum selben Bild, verläuft aber harmlos und verschwindet von selbst. Er ist keine Vorstufe einer Neurodermitis und braucht keine Diät.
Scharf begrenzte, dick silbrig schuppende Herde an Ellbogen, Knien, Nabel und Gesässfalte, dazu Nagelveränderungen: Dann ist es eher Schuppenflechte. Die Übergänge sind fliessend, und beide können nebeneinander bestehen.
Ein plötzlich sehr ausgedehntes, therapieresistentes seborrhoisches Ekzem bei einem jüngeren Erwachsenen gehört zu den Bildern, bei denen dieser Test angeboten wird — nicht aus Verdacht, sondern weil die Antwort behandelbar ist.
Ein Mangel macht ein Bild, das dem seborrhoischen Ekzem an Nase, Mund und in den Falten sehr ähnlich sieht — und er ist behebbar. Bei ungewöhnlicher Verteilung oder schlechtem Ansprechen lohnt der Wert.
Ein ausgeprägter Mangel an diesen Vitaminen macht ähnliche schuppende Herde um Nase und Mund. Das ist heute selten und betrifft vor allem sehr einseitige Ernährung, Alkohol und bestimmte Medikamente.
Dass es im Sommer besser wird, liegt vor allem am Licht selbst. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist im Winter die Regel; ein direkter Beweis für einen Zusammenhang mit diesem Ekzem fehlt.
Zinkpyrithion wirkt auf der Haut gegen den Hefepilz. Davon zu unterscheiden ist der Zinkmangel im Körper, der ein sehr ähnliches Bild machen kann — beides lohnt, aber es sind zwei verschiedene Dinge.
Ein ausgeprägter Mangel macht ähnliche Herde um Nase und Mund. Bei üblicher Ernährung ist er selten — bei Alkohol, sehr einseitiger Kost und bestimmten Medikamenten lohnt der Blick.
Sie verändern die Zusammensetzung des Talgs und die Entzündungsbereitschaft der Haut. Zu einem unmittelbaren Effekt auf dieses Bild gibt es keine Studien.
Er verschlechtert das Bild innert Tagen — über die Gefässe, den Schlaf und die Talgproduktion. Das ist einer der wenigen Punkte, an denen man sofort etwas merkt.
Zinkpyrithion im Shampoo ist die untersuchte Form — von aussen, nicht geschluckt. Zink zum Einnehmen ist für dieses Ekzem nicht belegt, solange kein Mangel besteht.
Viele bemerken im Sommer weniger Schuppung. Ob das an Vitamin D oder am UV-Licht selbst liegt, ist nicht getrennt — der Wert lässt sich messen, das Licht nicht in eine Kapsel packen.
Effekte auf Entzündung und Triglyzeride belegt; die Herz-Kreislauf-Vorbeugung ist gemischt. Auf Qualität und Frische achten.
Der Hefepilz, der hier mitspielt, lebt vom Talg — und die Talgdrüsen arbeiten unter Androgenen. Deshalb betrifft es Männer häufiger und beginnt oft in der Pubertät, wenn die Talgproduktion einsetzt.
Beim Säugling verschwindet der Kopfgneis von selbst, wenn die mütterlichen Hormone abgebaut sind — meist bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Das ist der Grund, warum hier abgewartet und nicht behandelt wird.
Bei nachgewiesenem Zinkmangel bessert der Ausgleich die Haut. Ohne Mangel ist kein Effekt gezeigt — Austern, Rindfleisch, Kürbiskerne und Haferflocken sind die dichtesten Quellen.
Wirkt gegen den beteiligten Malassezia-Hefepilz. Kleine Studien mit 5-prozentigem Shampoo zeigen Wirkung auf Schuppen; unverdünnt reizt es die Haut, und es kann Kontaktallergien auslösen.
Zinkpyrithion im Shampoo ist eine anerkannte Behandlung. Zink als Tablette wirkt nur bei nachgewiesenem Mangel — die beiden Wege sind nicht dasselbe.