Beschwerden & Zusammenhänge · borters.ch
In unseren Böden knapp — wichtig für Schilddrüse und Abwehr, aber die Spanne zwischen zu wenig und zu viel ist klein.
Auch bekannt als: Selen-Unterversorgung · niedriges Selen
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Selen ist ein Spurenelement, das der Körper nur in winzigen Mengen braucht — dort aber wichtige Aufgaben erfüllt: Es ist Bestandteil von Enzymen, die die Zellen vor oxidativem Stress schützen, und spielt eine Rolle für die Schilddrüse und das Immunsystem. Wie viel Selen unsere Nahrung enthält, hängt stark vom Selengehalt der Böden ab; in Teilen Europas sind diese eher selenarm, weshalb die Zufuhr niedriger sein kann als anderswo. Ein ausgeprägter Selenmangel mit Krankheitswert ist bei uns aber selten und betrifft am ehesten besondere Situationen (etwa einseitige Ernährung, künstliche Ernährung oder bestimmte Darmerkrankungen). Für die meisten Menschen mit ausgewogener Ernährung ist die Versorgung ausreichend, und eine unkritische hochdosierte Selen-Einnahme ist nicht sinnvoll, da zu viel Selen ebenfalls schaden kann. Bei Verdacht lässt sich der Selenwert im Blut bestimmen und die Zufuhr gezielt anpassen.
Paranüsse, Fisch, Eier und Vollkorn liefern Selen; meist reicht das.
Ergänzen nur bei nachgewiesenem Mangel oder besonderer Situation.
Der Blutwert hilft, die Zufuhr richtig einzuschätzen.
Mehr ist hier nicht besser — die richtige Menge zählt.
Selen wird in die Schilddrüsen-Enzyme und in die zelleigenen Schutzsysteme eingebaut; der Blutwert steigt in Wochen. Bei Hashimoto senkte Selen in Studien über drei bis sechs Monate die Antikörper — ob sich damit der Verlauf ändert, ist offen. Der Abstand zwischen Bedarf und Zuviel ist bei Selen kleiner als bei anderen Spurenelementen: Über etwa 400 Mikrogramm täglich über Monate treten Haarausfall, brüchige Nägel und Knoblauchgeruch im Atem auf.
Der Tagesbedarf liegt bei etwa 60 bis 70 Mikrogramm; die obere sichere Grenze bei 300 bis 400 täglich. Der Abstand zwischen beiden ist kleiner als bei anderen Spurenelementen. Der Blutwert steigt unter Zufuhr in vier bis acht Wochen. In der Schweiz sind die Böden selenarm, weshalb der Gehalt in heimischem Getreide niedriger liegt als in importiertem. Zwei Paranüsse decken den Tagesbedarf — der Gehalt schwankt allerdings stark.
Schützt Zellen vor oxidativem Stress; wichtig für Schilddrüse & Immunsystem.
In Teilen Europas sind Böden selenarm — die Zufuhr kann niedriger sein.
Betrifft bei uns eher besondere Situationen, nicht die meisten Menschen.
Auch zu viel Selen kann schaden — Ergänzung nur gezielt und mit Beratung.
Was ein Mangel am Körper sichtbar macht — an Haut, Nägeln, Zunge, Augen und Nerven. Die Zeichen sind unspezifisch: Sie zeigen, wo man nachsehen kann, sie beweisen nichts.
Der Rohstoff der Schilddrüsenhormone. In der Schweiz kommt er vor allem aus jodiertem Salz, Milchprodukten und Seefisch — zu wenig und zu viel machen beide Probleme, deshalb ist die Mitte das Ziel.
Wird gebraucht, um das Speicherhormon in die aktive Form umzuwandeln, und schützt die Drüse vor oxidativem Stress. Paranüsse, Fisch und Eier decken den Bedarf; hohe Dosen über Jahre nicht ohne Grund.
Das Enzym, das Jod in das Hormon einbaut, braucht Eisen. Ein leerer Eisenspeicher kann darum Beschwerden machen, die wie eine Unterfunktion aussehen — und beide treten oft zusammen auf.
Beteiligt an der Umwandlung und an der Wirkung der Hormone in der Zelle. Ein Mangel zeigt sich oft zuerst an Haaren und Nägeln — genau dort, wo auch die Schilddrüse sichtbar wird.
Bei nachgewiesenem Mangel 100–200 µg am Tag. Der Abstand zwischen Bedarf und Zuviel ist bei Selen kleiner als bei fast allen anderen Nährstoffen — über 400 µg am Tag über Monate gilt als zu viel.
Bei nachgewiesenem Mangel klar wirksam, ohne Mangel bringt es nichts. Nur bei belegtem Mangel einnehmen — Überschuss ist schädlich.
Die Enzyme, die T4 in das aktive T3 umwandeln, enthalten Selen in ihrem Kern. Bei Mangel steigt T4 an, während T3 fällt — die Schilddrüse produziert, aber die Umwandlung stockt.
Dasselbe Enzym entscheidet, ob aus T4 das aktive T3 oder das unwirksame rT3 wird. Bei Selenmangel und bei schwerer Krankheit verschiebt sich das Verhältnis zum rT3 hin.
Eine Paranuss enthält je nach Herkunft 20–90 µg Selen; der Tagesbedarf liegt bei 60–70 µg. Zwei Nüsse am Tag decken ihn meist, zehn am Tag über Monate können zu viel werden — brüchige Nägel und Knoblauchgeruch im Atem sind die ersten Zeichen.
In Europa ist der Selengehalt im Boden niedrig, darum liefert Getreide hier weniger als in Nordamerika. Fisch, Ei und Innereien sind die verlässlicheren Quellen.
Ergänzt wird bei nachgewiesenem Mangel. Der Abstand zwischen Bedarf und Zuviel ist bei Selen kleiner als bei den meisten Nährstoffen — über 400 µg am Tag über Monate gilt als zu viel.