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Dermatitis solaris
Die Rötung erreicht ihren Höhepunkt erst am nächsten Tag — und der Schutzfaktor gilt nur für eine Menge, die kaum jemand aufträgt.
Auch bekannt als: Sonnenbrand · UV-Schaden · Lichtschaden
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Ein Sonnenbrand ist keine Wärmereaktion, sondern ein Schaden am Erbgut der Hautzellen durch ultraviolettes Licht. Daraus folgt der erste praktische Punkt: Man spürt ihn zu spät. Die Rötung erreicht ihren Höhepunkt erst zwölf bis vierundzwanzig Stunden nach der Sonne — wer am Nachmittag noch nichts sieht, hat deshalb keine Auskunft darüber, wie viel er abbekommen hat. Der zweite Punkt betrifft die Menge Sonnencreme: Der aufgedruckte Schutzfaktor gilt für eine Schicht, die deutlich dicker ist als die, die üblicherweise aufgetragen wird — für einen Erwachsenen sind das etwa drei Esslöffel für den ganzen Körper und ein guter Teelöffel für Gesicht und Hals. Wer dünner aufträgt, hat nicht die halbe, sondern deutlich weniger Wirkung. Nachcremen ersetzt keine verpasste Menge, sondern ergänzt sie nach zwei Stunden, nach dem Baden und nach dem Abtrocknen. Unterschätzt werden ausserdem Wasser, Sand, Schnee und die Höhe, denn sie verstärken die Strahlung, sowie Wolken und Fensterglas, die weniger schützen als gedacht. Und eine Reihe verbreiteter Medikamente macht die Haut deutlich lichtempfindlicher. Wiederholte Sonnenbrände, besonders in der Kindheit, zählen für später mit.
Für einen Erwachsenen etwa drei Esslöffel für den Körper und einen gut gefüllten Teelöffel für Gesicht, Ohren und Hals. Zwanzig Minuten vor dem Hinausgehen auftragen, nach zwei Stunden und nach jedem Baden erneuern.
Ein T-Shirt, ein Hut mit Rand und die Mittagsstunden im Schatten wirken zuverlässiger als jede Creme, weil sie nicht von der aufgetragenen Menge abhängen.
Wer neu ein Antibiotikum, ein Entwässerungsmittel oder ein Aknemittel nimmt, fragt einmal nach der Lichtempfindlichkeit. Das erspart einen Sonnenbrand, der sonst unerklärlich bleibt.
Lauwarme bis kühle Umschläge, eine kühle Dusche, danach eine leichte, feuchtigkeitsspendende Lotion. Eis direkt auf die Haut schadet zusätzlich; Blasen bleiben zu.
Verbrannte Haut verliert mehr Flüssigkeit, als man merkt. Das erklärt einen Teil der Abgeschlagenheit nach einem starken Sonnenbrand.
Wiederholte Sonnenbrände, besonders in der Kindheit, erhöhen das spätere Risiko. Das ist kein Grund für Angst, aber einer für eine Hautkontrolle in vernünftigen Abständen.
Das Gel dünn auf die gerötete Haut auftragen, mehrmals täglich, solange es angenehm ist.
Fingerdick kühlen Quark auf ein Tuch streichen, auflegen, abnehmen, sobald er warm oder trocken wird — meist nach 20 bis 30 Minuten.
Die Rötung erscheint zwei bis sechs Stunden nach der Sonne und erreicht ihr Maximum nach zwölf bis vierundzwanzig Stunden — deshalb sieht man am Strand nicht, wie viel man schon hat. Ein Sonnenbrand mit Blasen heilt in ein bis zwei Wochen. Sonnencreme braucht zwei Milligramm je Quadratzentimeter, um den angegebenen Faktor zu erreichen; üblich aufgetragen wird ein Viertel bis die Hälfte davon, was den Faktor rechnerisch etwa auf die Wurzel senkt.
Nach dem Sonnenbrand kann kein Mittel den Schaden rückgängig machen — die Schädigung im Erbgut der Hautzellen ist in den ersten Minuten geschehen. Entzündungshemmer in den ersten sechs bis acht Stunden dämpfen die Rötung und den Schmerz; danach wirken sie weniger. Kühlende Umschläge und feuchtigkeitsspendende Lotionen lindern. Cortisoncreme bringt in Vergleichen wenig. Nach Blasen heilt die Haut in ein bis zwei Wochen; der Fleck danach braucht Monate.
Die verzögerte Rötung ist der Grund, warum so viele Sonnenbrände überhaupt entstehen. Wie lange man in der Sonne war, sagt mehr als das, was man dort gesehen hat.
Ein grosser Teil der UV-Strahlung kommt durch dünne Bewölkung, und Wasser, heller Sand und Schnee werfen zusätzlich zurück. In der Höhe nimmt die Strahlung mit jedem tausend Metern spürbar zu.
Ohren, Nacken, Fussrücken, Lippen, Scheitel und die Stelle unter dem Trägerrand. Sie werden am zuverlässigsten übersehen und am zuverlässigsten rot.
Manche Antibiotika, entwässernde Tabletten, entzündungshemmende Schmerzmittel, Johanniskraut und Aknemittel gehören dazu. Dann brennt die Haut bei einer Sonnenmenge, die sonst nichts gemacht hätte.
Grossflächige Blasen, Fieber, Übelkeit oder Verwirrtheit gehen über einen gewöhnlichen Sonnenbrand hinaus. Bei kleinen Kindern gilt das früher als bei Erwachsenen.
Der Wert, der die andere Seite der Abwägung beschreibt. Konsequenter Sonnenschutz kann den Spiegel senken — die Antwort darauf ist der Wert und, wenn nötig, ein Präparat, nicht mehr Sonne ohne Schutz.
Über 10–12 Wochen in grösserer Menge genommen steigt die Zeit bis zur Rötung messbar — um etwa den Faktor 1.5 bis 2. Das entspricht Lichtschutzfaktor 2, nicht 30: als Sonnenschutz reicht es nicht. Bei Rauchern sind hohe Dauergaben in grossen Studien mit mehr Lungenkrebs verbunden gewesen.
4–6 mg am Tag über 9–10 Wochen verlängerten in kleinen Studien ebenfalls die Zeit bis zur Rötung. Dieselbe Einordnung: ein kleiner Zusatz von innen, kein Ersatz für Schatten, Textil und Creme.
Zusammen mit Vitamin E über Wochen genommen wurde eine leichte Verschiebung der Rötungsschwelle gemessen — einzeln kaum. Auf einen bereits entstandenen Sonnenbrand wirkt beides nicht.
UV-Licht setzt in der Haut selbst dieses Signal frei, und die Pigmentzellen bilden daraufhin Melanin. Die Bräune erscheint erst nach zwei bis drei Tagen — sie ist die Antwort auf einen Schaden, nicht der Schutz davor.
Die Vorstufe entsteht in der Haut unter UVB — dieselbe Strahlung, die den Sonnenbrand macht. Der Bedarf ist nach wenigen Minuten gedeckt; alles darüber bringt kein Vitamin D mehr, nur noch Schaden.
Unterstützend, nicht schützend.
Kühle, feuchte Umschläge in den ersten Stunden lindern am zuverlässigsten.
Das rote Öl aus den Blüten ist die überlieferte Anwendung bei Verbrennungen — aber erst, wenn die Haut abgekühlt ist. Und aufgepasst: Johanniskraut macht die Haut lichtempfindlicher, das rote Öl gehört nicht in die Sonne.
Kalt angesetzt, als Umschlag. Die Schleimstoffe legen sich über die gereizte Haut; die Kühle ist der grössere Teil der Wirkung.
Die bekannteste Anwendung überhaupt — aber erst, wenn die Haut abgekühlt ist, und verdünnt in einem Gel. Öl auf frisch verbrannte Haut hält die Wärme fest.
Das blaue Öl mit Chamazulen, traditionell bei gereizter Haut. Wer auf Korbblütler reagiert, lässt es weg.