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Balbuties
Kein Zeichen von Nervosität oder mangelndem Können — und im Kindesalter oft gut zu begleiten.
Auch bekannt als: Stottern · Redeflussstörung · Balbuties
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Eine Störung des Redeflusses: Laute, Silben oder Wörter werden wiederholt, gedehnt oder blockiert. Beginnt meist im Kindesalter (etwa 2–5 Jahre) und bildet sich oft von selbst wieder zurück. Stottern hat eine neurobiologische und erbliche Grundlage — es ist keine Nervosität, kein Zeichen von Angst und keine Frage der Erziehung. Aufregung kann es verstärken, verursacht es aber nicht. Logopädie hilft, den Umgang damit zu erleichtern. Wie damit logopädisch gearbeitet wird — Menge, Dauer, Grenzen und die Zeichen, bei denen es eilt — steht nach Alter geordnet auf logopädie.borters.ch.
Die wichtigste Hilfe. Vermittelt Techniken für flüssigeres, entspannteres Sprechen; bei Kindern früh und spielerisch.
Ausreden lassen, nicht unterbrechen oder Sätze vollenden. Das verstärkt das Stottern nicht — aber es entlastet und nimmt Scham.
Hält es länger als etwa ein halbes Jahr an oder leidet das Kind, logopädisch abklären — früh sind die Chancen am besten.
Zu wissen, dass Stottern neurobiologisch ist (keine Schuld), nimmt Druck. Selbsthilfegruppen helfen vielen.
Es gibt kein Mittel gegen Stottern. Was wirkt, ist Therapie: bei Kindern das Lidcombe-Programm mit Rückmeldung der Eltern, bei älteren Kindern und Erwachsenen Verfahren, die das Sprechen umformen oder das Stottern selbst verändern. Bei etwa drei von vier Kindern, die zwischen zwei und fünf zu stottern beginnen, hört es innert ein bis zwei Jahren von selbst auf. Frühe Therapie ist trotzdem wirksam — abwarten bis zum Schuleintritt gilt heute nicht mehr als der bessere Weg.
Etwa fünf von hundert Kindern stottern zeitweise, meist beginnend zwischen zwei und fünf Jahren; bei etwa einem von hundert Erwachsenen bleibt es. Bei etwa drei von vier Kindern hört es innert ein bis zwei Jahren von selbst auf. Jungen sind etwa dreimal häufiger betroffen — bei den Kindern, bei denen es bleibt, ist das Verhältnis noch deutlicher. Das Lidcombe-Programm arbeitet mit etwa zwölf bis sechzehn wöchentlichen Terminen und täglichen kurzen Übungszeiten zu Hause.
Stottern schwankt mit der Lage — stärker am Telefon und vor Gruppen, oft ganz weg beim Singen. Das zeigt, wie sehr die Steuerung des Sprechens von der Situation abhängt.
Die drei Kernformen des Stotterns beim Sprechen.
Anspannung im Gesicht oder Körper, sichtbares Ringen um das Wort.
Manche meiden bestimmte Wörter oder Situationen — oft belastender als das Stottern selbst.
Ein Mangel macht Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, gedrückte Stimmung und Vergesslichkeit — und er ist eine der wenigen Ursachen, die sich mit einer einzigen Blutentnahme finden und beheben lassen.
Niedrige Werte sind bei gedrückter Stimmung häufig. Ob der Ausgleich die Stimmung hebt, ist nicht geklärt; dass er im Winter in unseren Breiten sinnvoll ist, dagegen schon.
Ein leerer Speicher macht Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme, lange bevor eine Blutarmut sichtbar wird. Bei Frauen im gebärfähigen Alter der häufigste einzelne Grund.
Ein Baustein der Zellhüllen im Gehirn. Die Untersuchungen zur Stimmung sind uneinheitlich; als Teil einer guten Ernährung gehört es ohnehin dazu.
Wird für die Bildung der Botenstoffe im Gehirn gebraucht. Bei Alkohol und unter bestimmten Medikamenten wird sie knapp — und sie wird immer zusammen mit B12 beurteilt.
Ehrlich gesagt: Kein Präparat verbessert den Redefluss. Was wirkt, ist die Sprachtherapie, und bei Kindern ist der Zeitpunkt entscheidender als jede Zutat. Was hier zählt, ist der Schlaf — unter Müdigkeit nimmt das Stottern bei den meisten sichtbar zu.
Wird oft empfohlen, weil Anspannung den Redefluss verschlechtert. Auf das Stottern selbst ist kein Effekt gezeigt; wenn es über besseren Schlaf hilft, ist das der Weg — und dann sagt man das auch so.
Bei Mangel — vegan, Ältere, bestimmte Medikamente — klar sinnvoll und gut belegt. Ohne Mangel kein Energieschub.
Bei Mangel klar sinnvoll und gut untersucht; für breitere Anwendungen gibt es weniger Daten. Fettlöslich — bei Hochdosis den Blutspiegel prüfen.
Bei nachgewiesenem Mangel klar wirksam, ohne Mangel bringt es nichts. Nur bei belegtem Mangel einnehmen — Überschuss ist schädlich.
Effekte auf Entzündung und Triglyzeride belegt; die Herz-Kreislauf-Vorbeugung ist gemischt. Auf Qualität und Frische achten.
In der Schwangerschaft zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten klar belegt, sonst vor allem bei Mangel. Kann einen B12-Mangel verdecken — beides beachten.
Bildgebende Untersuchungen zeigen bei Stottern eine erhöhte Dopaminaktivität in bestimmten Bereichen. Daraus wurden Medikamentenversuche abgeleitet, die alle an den Nebenwirkungen scheiterten — die Logopädie bleibt der Weg mit Wirkung.
Jungen sind etwa viermal häufiger betroffen als Mädchen, und bei Mädchen verschwindet es öfter von selbst. Warum, ist offen — der Unterschied ist gross genug, um genannt zu werden.
Koffein verstärkt Anspannung, und Anspannung verstärkt das Stottern. Energydrinks enthalten 80 mg und mehr je Dose — bei Jugendlichen lohnt der Blick darauf.
Atemtechniken sind Teil logopaedischer Programme, wirken aber nicht für sich allein. Was am meisten hilft, ist die Umgebung: ausreden lassen, nicht ergänzen, nicht auf langsames Sprechen drängen.