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Vitiligo
Pigmentzellen gehen verloren — gesundheitlich harmlos, aber seelisch oft belastend.
Auch bekannt als: Vitiligo · Weissfleckenkrankheit
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Verbindungen →Diese Zusammenstellung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Eine Autoimmun-Erkrankung, bei der die pigmentbildenden Zellen der Haut verloren gehen. Es entstehen scharf begrenzte weisse Flecken, oft symmetrisch an Händen, Gesicht oder um Körperöffnungen. Vitiligo ist nicht ansteckend, nicht schmerzhaft und für die körperliche Gesundheit ungefährlich — kann aber seelisch belasten. Sie tritt gehäuft zusammen mit anderen Autoimmun-Erkrankungen auf (z. B. der Schilddrüse). Der Verlauf ist sehr unterschiedlich. Behandlungen können Pigment zurückbringen oder das Bild angleichen; die hellen Stellen brauchen guten Sonnenschutz. Annahme und Unterstützung sind ebenso wichtig.
Bei der Weissfleckenkrankheit fehlt das Pigment vollständig, die Flächen sind kreideweiss, scharf begrenzt und schuppen nicht. Schuppen sie fein, ist es etwas anderes — und schnell behandelbar.
Konsequenter Schutz beugt Sonnenbrand vor und lässt den Kontrast weniger auffallen.
Cremes (z. B. entzündungshemmende Wirkstoffe) und Lichttherapie können Pigment fördern — je früher, desto besser die Chancen.
Da oft die Schilddrüse mitbetroffen ist, lohnt sich eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte.
Austausch und, wenn gewünscht, Camouflage-Techniken helfen im Alltag. Vitiligo verändert das Aussehen, nicht den Wert eines Menschen.
Cortison-Cremes und Calcineurin-Hemmer bremsen den Angriff auf die Pigmentzellen — die Farbe kommt, wenn überhaupt, aus den Haarwurzeln zurück, deshalb geht es im Gesicht am besten und an Händen und Füssen am schlechtesten. Sichtbar wird es frühestens nach drei Monaten, beurteilt wird nach sechs. Schmalband-UVB zwei- bis dreimal wöchentlich über sechs bis zwölf Monate ist der Weg mit den meisten Daten. Ruxolitinib-Creme ist neuer und wirkt vor allem im Gesicht.
Etwa ein von hundert Menschen ist betroffen, meist beginnt es vor dem dreissigsten Lebensjahr. Bei etwa jedem Fünften findet sich zusätzlich eine Schilddrüsenerkrankung — deshalb wird der Wert einmal bestimmt. Ein Behandlungsversuch wird nach drei Monaten erstmals beurteilt und nach sechs entschieden. Farbe kehrt aus den Haarwurzeln zurück: Im Gesicht bei etwa der Hälfte, an Händen und Füssen deutlich seltener, weil dort weniger Haarwurzeln sitzen.
Pigmentlose Areale, oft symmetrisch und langsam wachsend.
Die pigmentlosen Stellen verbrennen in der Sonne besonders leicht.
Sichtbare Flecken können das Selbstbild belasten — obwohl körperlich harmlos.
Der wichtigste Begleitwert. Eine Schilddrüsenerkrankung tritt bei diesem Hautbild deutlich häufiger auf und wird oft erst dadurch gefunden.
Zeigen die Veranlagung auch dann, wenn das TSH noch normal ist. Sie ändern nichts an der Haut, aber sie ordnen den Verlauf ein.
Gehört dazu, weil dieselbe Art von Fehlsteuerung auch die Aufnahme von B12 im Magen betreffen kann.
Bei chronisch entzündlichen und autoimmunen Bildern sind niedrige Spiegel häufig — teils, weil die Erkrankung selbst den Spiegel senkt, teils weil weniger nach draussen gegangen wird. Ob der Ausgleich den Verlauf verändert, wird untersucht; für Knochen und Muskeln lohnt er sich unabhängig davon.
Haut und Schleimhaut erneuern sich schnell und brauchen dafür Zink. Bei schlecht heilenden Stellen, rissigen Mundwinkeln und häufigen Hautinfekten ist ein Mangel eine ernsthafte Möglichkeit.
Aus ihnen entstehen Botenstoffe, die Entzündungsreaktionen eher beenden als anheizen. Fetter Seefisch zweimal die Woche ist der einfachste Weg; Kapseln sind eine Möglichkeit, ersetzen aber keine Behandlung.
Ohne Vitamin C entsteht kein stabiles Kollagen — die Wunde schliesst sich, hält aber schlechter. Bei sehr einseitiger Ernährung, Rauchen und Alkohol ist die Zufuhr oft knapper als angenommen.
Steuert die Verhornung der Haut. Zu wenig macht rau und trocken, zu viel über längere Zeit schadet Leber und Knochen — und in der Schwangerschaft gilt eine strenge Obergrenze.
Eines der wenigen geschluckten Mittel mit einer kontrollierten Studie dazu: 60 mg zweimal täglich über 6 Monate zeigte bei langsam fortschreitender Vitiligo ein Anhalten der Ausbreitung und teilweise Rückpigmentierung. Die Gruppen waren klein. Es beeinflusst die Blutgerinnung.
Niedrige Spiegel sind bei Vitiligo häufiger, wie bei anderen Autoimmunlagen auch. Gemessen und bei Mangel ersetzt — eine Rückpigmentierung durch Vitamin D allein ist nicht gezeigt.
Vitiligo tritt gehäuft zusammen mit perniziöser Anämie und Schilddrüsenerkrankungen auf. Das ist der Grund, B12 und die Schilddrüsenwerte einmal mitzumessen — nicht als Behandlung der Flecken.
Effekte auf Entzündung und Triglyzeride belegt; die Herz-Kreislauf-Vorbeugung ist gemischt. Auf Qualität und Frische achten.
Etwa jede fünfte Person mit Vitiligo hat zugleich eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Das ist der Grund, TSH einmal mitzumessen — nicht wegen der Flecken, sondern wegen dem, was daneben liegt.
Dieses Hormon steuert die Pigmentzellen. Bei Vitiligo fehlen die Zellen selbst — das Signal kommt an, aber es ist niemand mehr da, der antwortet.
Vitiligo tritt gehäuft zusammen mit der Nebennierenschwäche auf. Dunkler werdende Haut an Narben und Handfalten neben den weissen Flecken ist die Kombination, die dann nicht ignoriert gehört.
Bei Vitiligo finden sich diese drei häufiger niedrig als im Durchschnitt, oft zusammen mit einer Schilddrüsenerkrankung. Der Ausgleich stellt die Farbe nicht wieder her, gehört aber zur Abklärung.
Bei Vitiligo ist der Spiegel häufiger niedrig, oft zusammen mit einer Schilddrüsenerkrankung. Der Ausgleich stellt die Farbe nicht wieder her — die Lichttherapie ist der Weg mit Wirkung.
Zwei kleine Studien fanden mit 40–60 mg dreimal täglich über 6 Monate ein Anhalten der Ausbreitung und teilweise Repigmentierung. Die Studien sind klein und wurden nicht bestätigt.